„Widerstand ist zwecklos“ – wie Radio zwischen KI und Krise den Umbruch gestalten kann (mit Benjamin Hartwich)
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00:00:00: beim Radio-Sender könnte man sagen, in dem Moment wo ich zum Beispiel eine Möglichkeit schaffe dass du mit einem Rechtsklick aus einem Audio und Webbeitrag machst voll automatisiert hast du wieder mehr Zeit dich eigentlich um die Audio Story zu kümmern.
00:00:13: Also es ist so ne Mischung aus.
00:00:15: wir kümmern uns um das wo sozusagen viel händische nicht mehr sinnvolle Arbeit anfällt zu automatisieren um mehr Zeit dafür zu haben was das Kernbusiness
00:00:26: Und was dieses Kerngeschäft im Radio ist, wie wir Erfolg in Zukunft womöglich anders definieren müssen und wie wir Innovationen nicht als Selbstzweck betrachten sondern wirklich Nägel mit Köpfen damit machen können.
00:00:40: Darüber – und natürlich über KI – spreche ich in dieser Folge mit Benjamin Hartwig von Live Radio für mich eine der lohnswertesten Stimmen der deutschsprachigen Radiobranche.
00:00:51: Jetzt geht's los!
00:00:57: Das Update für alle, die Medien machen.
00:01:06: Mein Name ist Luca Schöne und ich begrüße euch zu dieser Folge unseres Podcasts!
00:01:13: Ein neues Zeitalter hat begonnen.
00:01:15: das hat mein heutiger Gast vor ja gut einem halben Jahr ein bisschen mehr als im halben in seinem LinkedIn Beitrag von ihm verkündet.
00:01:23: Ja, was hat er damit gemeint?
00:01:24: Er hat bei seinem Sender erarbeitet.
00:01:26: Bei Live Radio in Österreich ein Experiment gestartet das in der Branche damals durchaus viel aufsehen erregt hat würd ich behaupten Der Einsatz eines KI-Stimmklons der Moderatorin der Morning Show.
00:01:40: ausgerechnet im Morning Show dem heiligen Rall des Radios hat live radio das damals gemacht.
00:01:47: Menschen ersetzen soll das dann aber nicht, hat er auch noch geschrieben in diesem Beitrag.
00:01:51: Aber wir müssen menschliches Handeln neu definieren wie dass aussehen kann und wie sich Radio digital für die Zukunft generell aufstellen muss.
00:01:59: darüber darf ich heute sprechen mit einem Wie ich finde dem es immer zuzuhören lohnt wenn es um die zukunft von radio geht.
00:02:07: wenn ihr mir hart wich ist da wie schön.
00:02:09: ja danke dir für die einladung grüß dich
00:02:11: Sehr, sehr gerne.
00:02:12: Wenn Jamin du bist Head of Digital and Data bei Live Radio Österreich Du kümmerst dich viel um die Zukunft darum was Radio in Zukunft machen sollte.
00:02:21: Von welcher alten Gewohnheit sollte sich Radio denn erstmal verabschieden?
00:02:25: Schwierig Es gibt so viele alte Gewohnheiten.
00:02:29: Das fängt an bei den Nachrichtenwertfaktoren, die wir beide heiß und enig lieben geht hin zu dem Gag Fax was glaube ich vor zwei Jahren abgeschaltet wurde.
00:02:38: also Wir sind schon innovativ hier unterwegs.
00:02:41: kleiner Scherz am Rande.
00:02:43: Und natürlich ja von welcher gewohnheit sollte man sich verabschieden?
00:02:46: Ich denke Von der Gewohnheit des klassischen Gatekeepers.
00:02:52: Also es geht rund.
00:02:54: Das sind wir eigentlich, wenn wir die Radioenthusiasten in deinem Podcast ansprechen möchten.
00:03:00: Eigentlich sehr wieder Back to the Roots.
00:03:02: also es geht weniger darum dass ich Radionutze um sozusagen dir Informationen ja nennen wir's mal Vorkauen sondern es geht mehr wieder um die Gemeinschaft und das was sozusagen verbindet und das auch wieder on eher abzubilden.
00:03:17: und ich glaube das würde ich jetzt so ganz mal Aus der Makro-Perspektive formulieren.
00:03:25: Genau darauf zielte die Frage ab auf die berühmte Makro-Perspektive.
00:03:30: Jetzt hast du gerade im Nebensatz und ein bisschen im Scherz ja schon das Wort Innovativ und Innovation benutzt, ich würde gerne darüber ein bisschen mit dir reden.
00:03:39: Du bist ja auch häufiger als Speaker unterwegs auf Branchen-Events zum Beispiel auch bei den Radio Days Europe, die vor der Tür stehen.
00:03:46: wir nehmen auf dem Feb.
00:03:48: in Workflows und du hast auf deinem Speakerfoto, auf der Seite das große Handbuch der Innovationen in der Hand.
00:04:01: Was ich ganz interessant finde.
00:04:03: Deswegen mal ganz allgemein auch hier wieder gefragt was ist für dich denn eigentlich Innovation?
00:04:07: Weil es ist ja ein Wort was wir relativ viel sagen was oft auch in irgendwelchen Headlines steht wie müssen innovativ sein?
00:04:13: und Radio ist ein Medium der Innovation.
00:04:18: Ist es das immer so oder nicht?
00:04:20: Es ist vielleicht auch eine Diskussion noch viel später.
00:04:22: Aber was ist grundsätzlich, was heißt für dich innovativ sein im Medienbereich und auch speziell beim
00:04:28: Radio?".
00:04:30: Ja, Innovativsein hat natürlich viele verschiedene Ebenen.
00:04:33: Also Innovativ sein ist glaube ich das was jedes Medium sowieso in der Tagesarbeit braucht.
00:04:40: ja man muss zwar nicht das Rad neuer finden aber trotzdem und das wurde mir damals an der Moderationsschulung natürlich auch von Patrick Lühn so ein bisschen beigebracht oder versucht beizubringen sagen wir es so ob's glücklich weiß ich nicht dass man trotzdem, und das können wir zum Beispiel den Wetterbreak hernehmen, wenn du jede Stunde auf die gleiche Art des Wetter moderierst wird es langweilig.
00:05:02: Also er steckt schon hier Innovation drin, dass du sagst denselben Content auch eine andere Weise immer wieder neu aber gut zu verkaufen Das ist ja im Grunde schon mal das was Radio so ein bisschen ausmacht.
00:05:15: Und Innovation heißt für mich aber Einfach ein Schritt weitergehen, weg von dem klassischen wie wir es kennen den gebauten Beiträgen in typischen Moderationen hinzu.
00:05:25: vielleicht, wie können wir einen Inhalt eines Story mal anders angehen?
00:05:31: Das kann ein Podcast sein.
00:05:33: Das kann eine Kollegengespräch sein und das kann aber auch einmal eine interaktive Beitragsform sein so wie es Richard Gutier in der Vergangenheit in seinem Blog gemacht hat dass man sagt man geht weg von ich schreibe weiß nicht zwei drei Textabsätze hinzu.
00:05:48: Ich versuche mal im bereichten Datenjournalismus was zu machen.
00:05:52: Und Innovation heißt dann für mich einfach, dass es nicht nur um eine Distributionsart geht sondern also versuchst die verschiedenen Medienkanäle gemeinsam einfach zu einer Story gut zu bedienen und das für jede Plattform, für jeden Ausspielweg für jedes Zielpublikum so wie dieses Publikum benötigt.
00:06:12: Das kann man mal auf der inhaltlichen Ebene formulieren Natürlich auf der technischen Ebene, auf der Workflow-Ebene kann man sehr innovativ sein.
00:06:20: Ich gebe ein klassisches Beispiel wir alle kennen im Radiosender die Service-Hotline ja ruft an wenn staut, wenn geblitzt wird oder wenn irgendwann nackt über den Rathausplatz läuft.
00:06:29: irgendwie so und Wir alle wissen Die Leute im Service werden nicht mehr.
00:06:36: die Fluktuation ist damit unter natürlich auch ein bisschen höher weil es sind jüngere Kollegen die vielleicht reinwachsen wollen die aber dann weitergehen in die Moderation Und man steht dann vor der Herausforderung, dass vielleicht die Service-Hotline mal nicht besetzt ist.
00:06:52: Es kommt die Grippewelle, es kommen die Sommermonate und jetzt gibt's natürlich mehr herangehensweise.
00:06:57: Ich kann natürlich sagen ich schalte einen Anrufbeantworter an oder ich kann sagen... ...ich lasse die KI mit einer Stimme hingehen, die man vielleicht kennt vom Radiosender das ganze transkribieren trotzdem freundlich bleiben aber den Service Charakter hochhalten!
00:07:12: Und ich glaube das ist die Art von Innovation über die wir jetzt gerade sprechen Innovation im Sinne von Spotify Personalisierung.
00:07:20: Da will ich noch gar nicht drüber reden, weil ich glaube das sind wir vom Mindset noch gar nie.
00:07:24: Ich glaube wir müssen jetzt erstmal diesen ersten Schritt schaffen um zu akzeptieren und das ist glaube ich so ein wichtiges Stichwort um zu Akzeptieren dass sich grundsätzliche Workflows und Mindset herangehen oder im alt gewohnten einfach jetzt ändern müssen.
00:07:42: also da führt kein Weg dran vorbei war letztlich links und rechts Podcaster, Startups
00:07:47: etc.,
00:07:47: die organisieren sich ganz anders.
00:07:49: Die haben ja keine.
00:07:50: ich rufe dabei eine Hotline an oder das sitzt noch jemand weil es auch gar nicht mehr sein muss.
00:07:56: also es geht auch hier viel und dass ist mir sehr wichtig um die Erwartungshaltung des Hörer somit wersterhörer wirklich auf zurecht kommen kann und wird.
00:08:06: Also das wichtige aus deiner Sicht wenn wir das richtig daraus mitnehmen ist natürlich dieses Innovation nicht als Selbstzweck zu betrachten, sondern diese gemeinsame Story.
00:08:17: So ist es ja genannt eine Story zu erzählen die halt über alle Plattformen an die Plattform jeweils angepasst dann irgendwie trägt und die Hörer am Ende in den Mittelpunkt zu nehmen weil wir glaube ich schon auch immer noch relativ häufig beobachten das ist jetzt nicht nur ein Radioproblem sondern grundsätzlich glaube ich ein Problem zumindest auch in der Medienbranche die ich jetzt im Blick habe dass Innovation eher so ist Wir machen jetzt ganz viele Tools und probieren die aus machen wir da irgendwas damit, aber das dient keinem Ziel.
00:08:45: Also wie wichtig ist es bevor man sich überlegt?
00:08:48: Wie kann ich KI sinnvoll einsetzen?
00:08:51: Was für neue Formate kann ich mir überlegen?
00:08:53: Wievichtig ist es dieses übergeordnete Ziel zu finden?
00:08:59: Würde ich jetzt in einem größeren Konzern arbeiten würde ich sagen dieses übergeordnete Ziel muss natürlich erst sozusagen Top-Down etwas klargestellt werden.
00:09:10: Aber wir alle kennen die Medienbranche, das sind Konzernprozesse würde sagen fast schon der Genickbruch jeder Form von Workflow und deswegen würde ich es so beschreiben.
00:09:22: Es geht um explorative Serantasten an neue Möglichkeiten und da haben wir mit KI eigentlich den besten Werkzeugkoffer dem wir derzeit haben.
00:09:33: denn Was ich derzeit mache ist zum Beispiel und das werde ich auch in Riga dann zeigen, sind einfach kleine Tools die natürlich erstmal als Selbstzweck entstehen aber immer mit einer konkreten Problemfrage starten.
00:09:45: Ein Problem könnte zum Beispiel sein wir haben jeden Tag verschiedene Feeds und andere Quellen für unser Brainstorming.
00:09:55: in der Redaktionssitzung können wir versuchen dass irgendwie durch KI zu automatisieren einen fertig zusammengestellten Newsletter erhalten, das Redaktion wo drin steht.
00:10:07: Das sind heute die Loud AI Scoring und Google Trends Betrachtung, die Themen des Tages.
00:10:13: Da sind die heutigen Gebotsdage.
00:10:15: Dass es heute an diesem Tag passiert, kennen wir alle von Wikipedia.
00:10:17: also dass man versucht diese ganzen manuellen Schritte, die normalerweise Redakteure am Morgen so ein bisschen machen mal zusammenzufassen und zu probieren können Grundrauschen, so ein Grund informiert sein als Kickoff für so eine Redaktions-Meeting mal zusammenstellen.
00:10:36: Und an solchen Problemfragen orientiert sich dann letztlich um zu sehen ob solche Tools, um wieder auf die strategische Ebene zu kommen, dann letztendlich einer der Mittel sind, um strategisch das Ziel nämlich Relevanz zu haben und relevant bleiben zu erreichen.
00:10:54: also ich glaube natürlich gibt es diese Ziele wie.
00:10:57: Wir brauchen reichweite, Reichweite kommt durch Relevanz.
00:11:01: Durch Reichweiten kommt auch Geld rein.
00:11:02: also was muss ich schauen um sozusagen auch beim Geld treu zu bleiben?
00:11:06: und ich glaube an diesen Kernproblem Fragestellungen wenn man da einfach viel ausprobiert ohne jetzt vorher sich im Kleinklein zu verlieren dann ist man meines Erachtens innovativ unterwegs.
00:11:17: Also die Frage zielte durchaus auch so ein bisschen darauf ab.
00:11:20: So ein bisschen diese Frage, was ist eigentlich für einen Radiosender jetzt auch in eurer Größe bei live Radio?
00:11:27: Eigentlich eine gute Digitalstrategie.
00:11:29: weil ich frag mich dann manchmal Natürlich ist so das eine, der explorative Charakter, den hast du ja beschrieben.
00:11:35: Man muss natürlich Dinge erstmal ausprobieren ob die überhaupt irgendwo hinführen.
00:11:39: Das ist etwas was uns schon schwer genug oft fällt.
00:11:43: So zu denken weil man ja schon vorher ganz oft gefragt wird oder sich selber fragt und was bringt das am Ende?
00:11:50: Und bringt uns das irgendwie Geld und wo führt es hin?
00:11:54: Was ja schon mal auf der Kill von Innovationen ist und deswegen viel ausprobiert.
00:11:59: Auf der anderen Seite Und das ist, glaube ich auch eine These gehört zu so einer Strategie am Ende.
00:12:05: Auch die Frage was machen wir nicht und was lassen wir eigentlich weg?
00:12:08: Was ist eigentlich der Kern dessen was wir transportieren wollen?
00:12:11: also wie blickst du auf dieses?
00:12:14: Wie bauen wir eigentlich dann aus diesem explorativen wird?
00:12:17: wir probieren ganz viel aus.
00:12:19: Am ende eine strategie die den die stimme oder den kern von einer marke auch weiter transportiert.
00:12:26: Ja da hast du recht klar man braucht die fokussierung letztlich.
00:12:31: der Kern wird sicherlich bei den meisten Sender der gleiche sein und der beruht im privatwirtschaftlichen Sektor immer natürlich darauf wie schon gesagt relevant zu bleiben um die Reichweite zu bekommen, die man benötigt um sich zu refinanzieren, um Werbekunden oder um es weiterhin.
00:12:48: attraktive Werbekunden sozusagen zu gestalten, von denen man ja letztlich lebt.
00:12:53: Das ist letztendlich der Kern und um diesen Kern kann man natürlich Thoma rumbauen.
00:12:57: Natürlich kann ich sagen so ein Redaktionsnussletter, der jeden Tag kommt, ist jetzt nicht womit ich aktiv Geld verdiene.
00:13:03: aber vieles der Digitalisierungsprojekte wenn man Digitalisierung als sozusagen Kernwort mal betrachtet was ja nicht dafür steht innovativ zu sein per se sondern eigentlich für Automatisierung steht in und damit Hilfename von Daten, ob das jetzt Live-Daten sind oder nicht, sei es mal dahingestellt.
00:13:23: Aber im Grunde heißt Digitalisierung ja ich versuche Prozesse zu verschlanken und so automatisieren um die Zeit, die sozusagen in Form von Personen habe wieder besser bündeln zu können.
00:13:37: Ob das jetzt der Bäcker ist?
00:13:38: Der sich neue Geräte anschafft, die für ihn morgens um drei Uhr anfangen, damit er sich um fünf Uhr Gedanken machen kann welche neue Brotsorte er entwickelt Ist das eine?
00:13:46: Beim Radio-Sender könnte man sagen, in dem Moment wo ich zum Beispiel eine Möglichkeit schaffe dass du mit einem Rechtsklick aus einem Audio und Webbeitrag machst voll automatisiert hast Du wieder mehr Zeit Dich eigentlich um die Audiostory zu kümmern.
00:14:00: Also es ist so ne Mischung aus.
00:14:02: wir kümmern uns um das wo sozusagen viel händische nicht mehr sinnvolle Arbeit anfällt, zu automatisieren um mehr Zeit dafür zu haben was das Kernbusiness ist.
00:14:12: Ich glaube dass es eine der zentralen Digitalstrategien die wir sicherlich so mal festhalten können weil da stehen alle Sender davor.
00:14:20: Wir müssen schauen natürlich einsparen aber einspann im Sinne von Arbeit wegbekommen die im Grunde sinnlos ist und mit der wir im Grund auch kein Geld verdienen.
00:14:30: also wenn wir einen Onlinebeitrag Veröffentlichend verdienen wir damit ja kein Geld.
00:14:34: Wir sind keine Zeit, wollen auch keine sein.
00:14:37: Ergo müssen wir schauen dass der Auffang dafür sozusagen weiter sinkt und wir weiter automatisieren können.
00:14:43: auf der anderen Ebene wenn es so zu sagen um das Kerngeschäft geht und mit um das was wir, womit wir Geld verdienen dann geht natürlich auch hier darum wie schaffen wir es weiterhin die Anforderung des Marktes abzubilden.
00:14:57: Das ist natürlich einmal die Relevanz, aber andererseits auch die Art und Weise wie geworben wird also im Digitalen?
00:15:03: Weil es zu selber Targeting ist sozusagen das neue Normal Radio zu targetten ja kann man natürlich mit einem Augenzwinkern auf UKW da stimmt schon.
00:15:15: Aber wenn man jetzt wirklich vom digitalen Targeting ausgeht nämlich nur den Kommunikationspunkt zu finden den ich gerade brauche dann geht das natürlich nur wenn nicht entsprechend Digital in den Streams, in dem Podcast das ganze aufbaue.
00:15:28: Dazu brauche ich First Party Daten, dazu brauche auch den gesamten Oberbau der mir die first party Daten erst generiert.
00:15:35: und das ist glaube ich auch eine der wesentlichen Strategien die sich traditionelle Medienhäuser einfach stellen müssen weil Big Player machen es vor und wenn wir das nicht mitmachen, dann wird sich irgendwann die Frage stellen unabhängig davon ob wir auf den klassischen Kanälen wie viel dann noch erlösen.
00:15:55: Warum wird das nicht haben?
00:15:56: Wenn es einfach Teil der digitalen Normalität ist, wenn du wirbst.
00:16:01: Ja, das auch ein Thema, auf das ich auf jeden Fall noch kommen werde aber vielleicht noch den Schritt zurück weil dieses Thema wir lassen Dinge weg um andere also wir automatisieren Prozesse wird verschlanken.
00:16:16: prozesse weil das die digitalisierung ja ermöglicht um an anderer stelle, andere dinge zu machen mehr zu machen kreativ zu sein.
00:16:25: Wie stellt man das sicher im team dass es dann auch passiert?
00:16:29: Weil ich in meiner beobachtung so ein bisschen manchmal das gefühl habe Ja Es wird viel ausprobiert auch mit KI es wird schon auch einiges automatisiert um dann noch mehr vom Gleichen zu machen.
00:16:43: Aber das wäre ja in meinen Augen nicht Sinn der Sache, also wie stellt man sich auch als Team dann auf?
00:16:49: Ich meine du bist ja Head of Digital, hast sicherlich da auch die Aufgabe genau solche Themen anzusprechen.
00:16:54: kann ich mir vorstellen bei euch im Team... ...um wirklich zu verhindern dass Automatisierung dazu führt, jetzt können wir davon ja noch mehr machen sondern zu überlegen Wie können wir denn unseren Kern den wir haben stärken, wie können wir kreativer werden?
00:17:09: Ja, ich muss gestehen an diesem Punkt bin ich noch nicht der erfolgreichste im Transformationsprozess.
00:17:17: Wie stellt man sich also ganz generell und das habe ich auch deswegen mein tolles Handbuch der Innovation?
00:17:23: Das Beste ist in solchen Prozessen sich Leute aus dem Team zu nehmen dass es betrifft die sozusagen vom Mindset bereit sind und sozusagen als Vorbildfunktion agieren um die anderen Leute mitzuziehen.
00:17:37: Also im Grunde brauchst du jemanden aus dem Team, das es betrifft der sagt hey geile Sache probiere ich aus finde ich gut und kommuniziere genau das dann ins team auch rein um sozusagen diesen effekt zu nutzen dass die andern sagen ach guck wenn der das macht und ist ja eigentlich ganz nett dann mache ich das auf weil am ende geht's immer auch ein stück halt um Bequemlichkeit oder um Ersparnis oder um Ja Du weißt es Und Wenn man das sozusagen transportieren kann hat man gewonnen.
00:18:04: also dieser Ich stelle das vor und alle sagen Juhu, der wird nicht passieren.
00:18:10: Und natürlich wird in all diesen Veränderungsprozessen je größer sie sind, der Widerstand auch größer sein.
00:18:19: Das führt aber nicht dran vorbei, dass man sich gehen muss, auch wenn da Widerstand da ist.
00:18:27: muss gerade an die Borg denken.
00:18:29: Widerstand ist zwecklos, nein!
00:18:32: Aber irgendwo trifft es einfach den Kern.
00:18:34: ja man kann sich natürlich dagegen wehren dass man sagt man führt AI ein oder man möchte sich mit dem Thema jetzt nicht befassen weil das hat er nichts mit recherchieren zu tun und es hatte nichts mit Journalismus zu tun.
00:18:47: aber hier trifft einfach der Satz-Widerstand is zwecklose am besten zu.
00:18:52: Das Tool ist da und wenn du es nicht nutzt, nutzen das andere für dich.
00:18:55: Und werden am Ende das Geld verdienen was du gerne hättest.
00:18:58: und deswegen ist es so eine Mischung aus Leute finden die sozusagen hier fast vorwürtt gehen möchten Für das Team aber genauso auch ab und zu leider Gottes mal voranschreiten und sagen pass auf und so müssen wir dass es leider machen Auch wenn's nicht ganz cool ist dann kommt man natürlich in ein kleines Team-Storming rein.
00:19:20: Das ist normal, aber ich glaube das gehört einfach zum Prozess und am Ende des Tages braucht es immer Schulungen mit jemandem der auch von außen da ist.
00:19:30: Natürlich machen wir bei uns internen Schulungen.
00:19:34: Aber es zeigt sich immer – Der Prophet im eigenen Land ist meistens nicht der, der sozusagen das letzte Tröpfchen reingeht, sondern dass es meistens jemand vor Außen, der mehrere Sender gesehen hat und der sozusagen mit einer ganz anderen Standing in die Argumentation auch dann kommen kann.
00:19:48: Und der Prophet im eigenen Land ist oft erst mit dem Rückblick sieht man dann auch der hatte ja irgendwie doch recht.
00:19:56: Muss
00:19:56: man erst steinigen.
00:19:57: Ja
00:19:57: genau, nachdem wir dann gesteinigt oder so geworden ist.
00:19:59: ja absolut!
00:20:01: Eines dieser Instrumente die das Radio ja schon lange kennt um halt Erfolg zu messen ist bei euch in Österreich der Radiotest bei uns DMA und beim Radiotests hat Live-Radio ja durchaus erfolgreich abgeschnitten.
00:20:17: Bei dem aktuellen über zweihundertfünfzigtausend Hörer täglich kommt wie ... bei der M.A in Deutschland auch ja durch telefonische Befragungen zustande, jetzt hast du gerade schon gesagt wir brauchen die Datenstrategie im Digitalen natürlich auch fürs Targeting um da gezielt Werbung ausspielen zu können.
00:20:36: Wenn Du dann so eine Zahl aus der telefonischen Befragerung beim Radiotest so erhörst bei der Reichweitenmessung wie sehr freust Du Dich und wie sehr fragst Du DICH gleichzeitig wie lange wir das noch machen können?
00:20:51: muss ich es überlegen, wie ich politisch am besten antworte.
00:20:53: Also natürlich als sicher.
00:20:57: Aber ich glaube man kann jetzt mit einem guten Schwung, Ehrlichkeit aber auch gleichzeitig positiven Mindset sicherlich gut beantworten.
00:21:10: Natürlich ist die MA wie auch der Radiotest das beste und schlechteste Werkzeug zusammen das wir aber halt gerade haben.
00:21:18: Es ist historisch so gewachsen, der Markt hat sich sozusagen darauf etabliert und natürlich wird es nicht das letzte Instrument innerhalb der nächsten hundert Jahre sein.
00:21:28: Das wissen wir alle, das ist auch letztlich jetzt nichts Neues.
00:21:31: In Österreich haben wir meines Wissens sogar auch einen gewissen Online-Umfragenanteil.
00:21:35: aber die genauen Details
00:21:36: etc.,
00:21:37: ich glaube die kann man sich eh irgendwo auf der Seite der RT oder wo auch immer
00:21:40: nachlesen.
00:21:40: Ja genau dabei
00:21:41: bei der Methode.
00:21:42: Aber telefonisch ist schon noch das Zentrum dabei?
00:21:45: Natürlich und auch hier wie bei allen Dingen gibt es natürlich Politik dahinter warum das so ist, warum es vielleicht nicht zu sein sollte.
00:21:53: Auch das würde sozusagen zu weit führen.
00:21:57: Als Digitalo ist es natürlich keine KPI, bei der man von der Messart jubelt.
00:22:06: Weil es immer sozusagen du weißt nicht wie sind sie zusammengesetzt?
00:22:10: Du weiß nicht wie lang die Daten her sind.
00:22:14: Natürlich ist es repräsentativ und eine klassische Befragung aber für das was wir im Alltag brauchen bringt es nur, wie soll ich sagen, bedingt was wenn nicht mehr aktuelle Trends anschauen möchte.
00:22:27: Natürlich im Rückspiegel ist das immer toll sowie die meisten Daten natürlich nur um den Rückspiegel funktionieren können.
00:22:33: wir haben noch keine Blick in die Zukunft wenn man so möchte.
00:22:39: Was wir aber herausgefunden haben ist, wenn wir die Daten im Streaming, also Simulcast, sprich unsere Hauptprogramm als Stream dargestellt vergleichen mit den Befragungsdaten im Radiotest.
00:22:51: Dann sehen wir zum Beispiel in der Tagesentwicklung, in der tagesreichweite sehr interessante Parallelen, also sprich es ist jetzt nicht so dass der Radiotests etwas Falsches misst sondern tatsächlich ergänzen sich beide Erhebungsmethoden, nämlich klassische Befragung und Metadaten im Streaming perfekt.
00:23:12: Also sprich da wo ich zum Beispiel einen Einbruch vielleicht auf UKWC sehe, seh' ich dann aber trotzdem meinen Ausschlag nach oben.
00:23:18: bei Stream kann das erklären z.B mit weniger im Auto oder für mehr in Büro?
00:23:22: Im Büro schaltest du weniger des UKW Radio und dafür mehr den Stream und am Nachmittag hast Du wieder den Gegenteiligen Effekt manchmal dass Du sagst okay da habe ich dann mit UKW mehr beim Stream vielleicht weniger weil Halbtags treffte zum Beispiel nicht mehr im Büro sind.
00:23:35: Und das ist das Wunderbare, dass sozusagen die Verlässlichkeit im Trend ist bewiesen.
00:23:43: Die kannst du auch sozusagen unsere First Party Daten nachweisen.
00:23:47: Für das was wir werbetechnisch an Anforderungen in den nächsten Jahren bekommen werden müssen wir natürlich schauen, dass wir einen First Party-Daten und generell im Digital Traffic noch weiter aufstocken.
00:23:58: Das ist eh ganz klar und versteht sich von selber stellt aber an sich jetzt den Radiotesten nicht In Frage, auch hier gibt es Instrumente.
00:24:07: Ob das jetzt Konvergenzstudien sind wo man versucht beide Messmethoden irgendwie miteinander zu verbinden?
00:24:12: Ob das nötig sein würde in den nächsten Jahren wird sich zeigen.
00:24:16: ich glaube und das haben wir mit dem Ordinalizer der quasi so ähnlich ist wie die MIP Audi in Deutschland dass einfach die Streaming Reichweiten mal genormt gemessen werden über alle Privatsender.
00:24:29: Das haben wir erreicht.
00:24:30: also ein tolles Ziel.
00:24:33: Aber beide Messarten, egal ob jetzt Radiotest oder auch der Ordinalizer sind ja keine Targeting-Daten.
00:24:40: Also natürlich hat jeder Sender so seine Zielgruppen aber diese First Party Daten wird es auch hier nicht ersetzen.
00:24:46: also sprich Ja!
00:24:47: Es gibt diese Reichweiten.
00:24:49: wie auch beim Podcast ist ja auch so ähnlich die Hostreads Daten letztlich in der Reichweite.
00:24:55: aber ich glaube dass das alles trotzdem sich immer mehr in Richtung Ad Server drehen wird.
00:25:00: weil Gerade wenn du dir anschaust, wie junge Marketers an die Sache rangehen ist ja nicht deren ersten Frage.
00:25:07: Wie erreiche ich die meisten Leute?
00:25:09: Sondern wie erreiche die Leute, die ich brauche.
00:25:11: und diese Frage oder sage mal die Antwort auf diese Frage ist sozusagen die Konsequenz für alles was danach passieren muss egal ob es jetzt Marktforschung betrifft oder die digitale Komponente.
00:25:24: Das ist glaube ich ein großer Switch wo ich immer denke, dass es vielleicht fürs Radio so eine der größten Herausforderungen ist gerade.
00:25:34: Also das natürlich wird Reichweite an sich wichtig bleiben.
00:25:36: also das will ich gar nicht in Abrede stellen.
00:25:38: Das natürlich wird es ein wichtiger Messwert bleiben.
00:25:42: aber du hast es gesagt die erste Frage ist halt nicht mehr die nach einer absoluten reinen Zahl wie viele sind's denn?
00:25:49: Sondern wer ist es denn?
00:25:51: Also diesen Switch irgendwie auch im Jetzt sage ich das schlimme Wort Mindset, im Mindset so hinzukriegen.
00:26:00: Auch als Entscheider in der Radiobranche zu sagen ja natürlich ist es reichweite was.
00:26:06: aber wir müssen diesen Anforderungen die der Markt halt mit sich bringt und der ist halt nach dem gezielteren Nach der gezielten Ansprache.
00:26:14: Das gilt für die Werbewirtschaft auch für den Content.
00:26:19: Wie kriegen wir das?
00:26:21: Das ist jetzt eine große Frage, wie kriegen wir es hin.
00:26:22: Das ist ja wieder so wie dieser Markerblick.
00:26:25: Natürlich kannst du das bei Live Radio irgendwie schön erzählen und dann glaubt ihr dein Geschäftsführer das wahrscheinlich auch.
00:26:31: aber wie kriegen wird es marktechnisch aufgestellt sage ich mal als Radiobranche diesen Switch im Denken?
00:26:39: was heißt eigentlich erfolgreich sein für Radio?
00:26:45: Er ist eine große Frage, aber ich liebe große Fragen.
00:26:51: Du hast natürlich recht wir als einzelner Sender können da nicht viel ausrichten.
00:26:57: Deswegen ist es ja auch so wichtig dass sich Sender in Interessensgemeinschaften zusammenschließen und das gemeinsam mit einem höheren Ziel bearbeiten.
00:27:05: weil so schönes ist aufgrund sozusagen der einzelnen Landeszuständigkeiten die Frequenzvergabe zu haben und sozusagen das ganze dezentral zu organisieren was es so eine der großen Errungenschaften nach dem zweiten Weltkrieg war.
00:27:21: So sehr fällt uns das sozusagen ja nicht auf den Deckel.
00:27:25: aber hat das sozusagen seine negative Konsequenz wenn Gesamtwirtschaftlich die Problematik sicher gibt, dass sich entweder Bedürfnisse grundlegend ändern oder der Markt sich grundlegent ändert?
00:27:36: und beides haben wir zurzeit.
00:27:37: Wir haben einen riesengroßen Medienwandel seit ich würde sagen zehn Jahren den jetzt erst die Zeitungen getroffen haben.
00:27:43: dann hat das Fernsehen maximal erwischt und Ich glaube das radio ist jetzt die nächsten zwei Jahre dran.
00:27:47: ein bisschen abgewatscht zu werden ist meine Befürchtung.
00:27:52: Und Daneben haben wir noch eine Weltwirtschaftskrise, zumindest würde ich so benennen.
00:27:56: Also sprich es sind die schwierigen Voraussetzungen und dieser Situation ist natürlich maximal ungünstig wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht.
00:28:04: Wir haben jetzt bei uns zum Beispiel, weiß ich die Radio-Innovations Game BH.
00:28:07: Die versucht in Österreich ein bisschen zu bündeln was auch sicherlich gelingt.
00:28:12: In Deutschland ist es glaube ich noch ein bisschen schwieriger.
00:28:14: also zumindest sind da die Gräben mein Eindruck von außen ein bisschen größer oder diverser?
00:28:18: Der Markt durchdurch ausfragmentiert dann natürlich auch noch glaube ich durch die verschiedenen Landesmedienanstalten und so weiter.
00:28:26: Also das ist natürlich auch eine größere fragmentierter Markt der es dann auch schwieriger macht.
00:28:29: ja klar
00:28:31: Und das ist natürlich erstmal politisch oder auch ein rechtliches Problem, dass es Zusammenarbeit erschweren kann.
00:28:37: Also und die braucht es aber genau jetzt und sie braucht es auch egal ob jetzt Radio-Test, ob Content, ob Synergie nutzen um gemeinsame Softwareentwicklung vollkommen egal all diese Gebiete betrifft es am Ende.
00:28:54: Meine Befürchtung ist aber gleichzeitig auch mein insgeheimer Wunsch auf wenn mein Chef mir sehr widersprechen würde Lieber ein Ende mit Schrecken als einen Schreken ohne Ende.
00:29:06: Das war mal so das Wort, wenn du sozusagen deine ersten Beziehungen hattest und nicht wusste es ist das jetzt gut oder schlecht?
00:29:13: Und ich befürchte dass alles was mit dem Thema derzeitige Markterhebung und Reichweiten erhebung zu tun hat Ein Hard cut benötigen würde um auch gemeinsam mit dem markt etwas neues zu schaffen.
00:29:31: dieses dahin Versuchen wird glaube ich, also ist meine persönliche Meinung.
00:29:37: Wird vermutlich und das hat auch jetzt AI und Corona gezeigt so passieren.
00:29:46: Und wie gesagt mit diesen Mustern aus Corona und jetzt die letzten vier Jahre Ist meine Befürchtung einfach dass all diese klassischen Prozesse die sich sehr viel Mühe geben sich weiter zu entwickeln Trotzdem immer noch zu langsam bleiben.
00:30:03: Der Markt hat sich jetzt gedreht.
00:30:04: Wir haben jetzt einen Monat Zeit oder ein Quartal und ich schätze aber, dass auch so blöd das in dem Moment sein mag es die größte Chance ist genauso wie es die grösste Chance ist, dass Trump gerade USA regiert und Europa die Chance hat wieder technisch souverän zu werden.
00:30:22: Also in allem steckt dieses natürlich negativ aber genauso auch die Chance und ich glaube, die Chance sollte man sich immer vor Augen halten und sich darauf vorbereiten.
00:30:30: Der berühmte disruptiven Moment der irgendwie in die eine oder andere Richtung dann früher oder später ausschlagen kann.
00:30:38: Ich glaube das übrigens auch, dass diese Umstellung im Denken was es eigentlich Erfolg im Radio?
00:30:47: wie definieren wir Erfolg.
00:30:48: Ich glaube der Schmerzhaft wird das glaube ich auch.
00:30:52: aber er ist notwendig weil um irgendwie das Medium in eine Zukunft zu führen das wird für einige Player wirklich hart werden in den nächsten ein zwei Jahren.
00:31:03: Aber ich glaube, man braucht es jetzt einfach.
00:31:06: Es braucht diesen Schiff, weil er der Markt ist halt hervor.
00:31:11: Das wird nicht mehr zurückzudrehen sein und da muss man sich dann gut überlegen wie man das gemeinsam, du hast es angesprochen auch über Ländergrenzen hinweg.
00:31:20: Ich meine wir waren ja zusammen Anfang Januar oder Mitte Januar in Linz bei der Veranstaltung der RIG der Radio Invasion GmbH die da genauso was versucht hat auch Österreich Deutschland zusammen zu binden als deutschsprachigen Markt die Schweiz aber auch vertreten und da dann halt so zusammenzuschauen, wie wir da Dinge ändern können.
00:31:40: Was mich dann noch interessiert ist, wenn wir diese Daten haben wie wir sie dann interpretieren.
00:31:48: Weil es ist ja gerade bei Radio-Test und MA ist ja so ganz oft der Vorwurf den viele machen dass man das Programm nur noch macht weil man Leute anruft.
00:31:59: also denn man richtet alles darauf aus irgendwie möglichst oft den Markennamen zu sagen und möglichst niederschwellig zu sein damit leute sich an einen erinnert Das hat Sebastian Fitzeck mal ganz schön gesagt, im Allesgesagt Podcast der Zeit.
00:32:16: Radio wird nicht für die gemacht, die es hören sollen sondern für die, die angerufen werden und das ist ein Problem und so verliert Radio auf Dauer auch an Relevanz.
00:32:27: Wenn wir jetzt diese digitalen Daten haben, zum Beispiel Echtzeitdaten für das Party-Daten.
00:32:33: Wie groß ist denn da die Gefahr?
00:32:34: Dass man auch sich allzu sehr nach jedem Ausschlag den man da sieht irgendwie richtet und Dinge irgendwie verändert weil man irgendwie denkt Huch!
00:32:43: Da haben jetzt Leute abgeschaltet Jetzt schaffen wir das Format wieder ab oder so.
00:32:46: Also wie interpretiert man Daten richtig ist glaube ich die Frage ohne sich zu sehr von ihnen treiben zu lassen aber trotzdem die richtigen Schlüsse aus ihnen zu ziehen.
00:32:56: Ja also Daten richtig interpretieren, hängt natürlich als erstes von der Fallzahl ab.
00:33:00: Natürlich wenn du jetzt bei weiß ich nicht zweitausend höheren fünf Ausschaltungen hast ist die Fallzahl zu gering um darüber zu entscheiden.
00:33:07: also sprich natürlich und das wissen auch wir und machen es auch im Hintergrund so du musst die Daten aggregieren den Durchschnitt nehmen etc.
00:33:15: sozusagen Standardabweichung vergleichen was man halt so statistisch typischerweise macht Dadurch, dass wir die Zielgruppe erreichen, die wir im Radio erreichen ist es aber auch nicht so das wir digital jetzt komplett das Gegenteil erreichen.
00:33:30: Also sprich Das was Wir On eher als Zielgruppen haben Ist Im Großen und Ganzen natürlich Nicht zu Hundertprozentig Dänse Aber im Großen Und Ganzen Auch Ähnlich Zu der Zielgruppe Die Wir Digital Haben.
00:33:41: also Sprich Wenn Da Etwas Ausschlägt Ist Es Jetzt Keine Andere Richtung Es Ist nur Eine andere Betrachtungsweise Auf Das Thema Weil es ist ja nicht so, dass wir jetzt ein Radiosender sind und eben bei Klopapier verkaufen.
00:33:54: Also sprich das sind keine Zielgruppen die irgendwie komplett unterschiedlich gelagert werden.
00:33:58: Vielleicht
00:33:59: mal eine neue Idee wer
00:34:01: weiß?
00:34:01: Man muss neu weggehen!
00:34:02: Wir haben ja die Daten, mein Schatz.
00:34:04: Und natürlich wenn du siehst da passiert etwas dann ist es immer interessant sich das ganze auf Wochen, Monats oder auch Quartals Ebene anzuschauen um einfach die Entwicklung zu sehen.
00:34:17: Zum Beispiel könnte man sich bei uns ansehen, wie ist denn die durchschnittliche Altersentwicklung pro Plattform von den Leuten, die zum Beispiel bei uns über entweder App-Webseite Newsletter etc.
00:34:29: eingeschaltet haben?
00:34:30: Also tatsächlich nicht nur sich die Daten angucken was die Plattform wo es hier mal unterwegs war wieder Altersdurchschnitt ist sondern welche Plattform wirklich Audio generiert hat und wir all dann diese Leute waren die von dieser Plattform ins Audi gekommen sind.
00:34:46: Und genau diese Querverbindung von Daten, wo wir auf den guten Anbieter Quantio derzeit setzen, macht es uns möglich einfach einen besseren Überblick darüber zu bekommen wie unsere Zielgruppe aufgestellt ist.
00:35:01: Wo vielleicht ein paar Nieds sind und auch ein kleines Missmatch haben.
00:35:08: für uns sozusagen in der Programmforschung extrem wertvoll, weil natürlich Radio-Test ist die offizielle Währung.
00:35:15: Für alles was sozusagen am Ende auch Kaufmanagement rauskommt.
00:35:18: aber für das was am Ende ich würde es jetzt ja Sentiment nennen also für so gewisse Content Trends vielleicht sogar da sind diese Daten natürlich hoch wertvoll weil früher oder es gibt natürlich andere Applikationen wie zum Beispiel weiß ich nicht radio analyzer die da auch irgendwie so ein bisschen was abbilden, aber niemals in dieser Tiefe arbeiten können anhand einfach der Leute, die bei uns unsere Zielgruppe abbildet mit der Geschlechtsverteilung oder Altersverteilungen.
00:35:51: Mit dem geolokalen Code das ich weiß wo aus welcher Region welche eingeschaltet hat.
00:35:56: Ja also ich glaube nicht auf jeden Ausschlag reagieren halt einfach wirklich analysieren über längere Zeiträume und dann gucken wie was man contentmäßig vor allem machen kann.
00:36:07: Und das führt mich auch zu einer Frage, ich habe es am Anfang schon angeteasert.
00:36:11: Jetzt kommt's endlich!
00:36:12: Euer Experiment letzten Sommer was ihr gemacht habt.
00:36:17: Ich weiß für dich schon wieder ein alter Hut wahrscheinlich, weil es schon wieder so lange her ist.
00:36:21: Aber natürlich hat's irgendwie so'n paar Sachen gezeigt.
00:36:24: deswegen würde ich zum Schluss ganz gerne noch mit dir darüber reden.
00:36:28: Das Experiment mit der KI dem KI-Klonen der Stimme eurer Morningshow.
00:36:34: Moderatorin Steffi magst du einmal kurz erzählen was ihr da gemacht habt und dann kommen wir ein bisschen zu den Reaktionen, die es darauf gab.
00:36:43: Was haben wir gemacht?
00:36:45: Wir haben aus Air-Checks sozusagen ihr Stimmprofil geklont und am ersten Urlaubstag im Sommer einfach sie mal am Vormittag ein bisschen brechen lassen.
00:36:58: Es war am Ende einfach einen Morningshow Stand weil wir selber sehen wollten wie klingt das, wie funktioniert ist und vor allem wie reagierten der Hörer?
00:37:08: Also uns war es nicht wichtig wie reagiert die Radioszene, sondern tatsächlich und das ist immer ganz wichtig bei allen digitalen Innovationen.
00:37:16: Was will der Hörer?
00:37:17: Und wie reagierter darauf?
00:37:18: Weil das ist unsere Währung!
00:37:20: Ja...und
00:37:21: wir haben sie
00:37:22: reagiert?!
00:37:25: Also ich glaube Manfred, fünfundfünfzig oder achtundfünfzeig hat geschrieben in unserer App im Messenger bitte nur echte Moderatoren und das wars.
00:37:34: Das war's.
00:37:35: Sonst war's
00:37:36: niemand
00:37:37: Niemand, nein.
00:37:38: Also das ist echt die Radioszene war durchaus reaktiver als durch Hörer selbst.
00:37:43: Ja...
00:37:44: Das ist interessant!
00:37:45: Was sagt uns das?
00:37:46: Also dass der Hörera oder die Höra das kaum wahrgenommen haben oder es ihnen egal war.
00:37:54: also ich würde ja eher vermuten wahrscheinlich haben sie's gar nicht wahrgenommen.
00:37:57: Das wäre jetzt zumindest meine Interpretation, also egal weiß ich gar nicht.
00:38:03: Aber was für Schlüsse zieht ihr aus?
00:38:07: Wenn du merkst, wir haben dieses Experiment gemacht in der Morningshow.
00:38:09: Wie gesagt heilige Gral des Radios.
00:38:12: Auch einen Grund warum dann auch aus der Radiowelt teilweise heftige Reaktionen kamen.
00:38:16: Man konnte das ja auch im öffentlichen Kommentar spalten und dann sogar ganz gut verfolgen auch.
00:38:21: Wer sich das anschauen möchte findet man wahrscheinlich noch auf Facebook oder so.
00:38:25: bei der Radioszene kann man sich das mal anschauen.
00:38:28: müssen wir jetzt hier gar nicht durchkauen glaube ich?
00:38:31: Aber was sagt euch das, wenn die Hörer da keine Reaktionen auf sowas zeigen?
00:38:37: Ich glaube... Also grundsätzlich mal der Hörner ist nicht so doof wie wir ihn immer vermuten.
00:38:46: Wir haben das ja eher auch gesagt, hey dass es heute unser Experiment, Steffi ist im Urlaub und wir haben sie geklont Und wir haben den ganzen Jahr den Kontext gegeben.
00:38:54: Und unter diesem Kontext, warum sollte ich als Hörer da jetzt negativ reagieren?
00:38:58: Wenn ich weiß, aha okay, wie ist halt gerade im Urlaub aber irgendwie wollen sie es trotzdem hörbar machen ja ist ja eh ganz nett.
00:39:06: Das ist mal die eine Komponente.
00:39:07: also ich glaube der Kontext hat schon relativ viel erschlagen weil Es ist erklärt worum Sie's tun.
00:39:13: Es ist nichts Schlimmes dabei.
00:39:15: Ja sollen Sie doch mal machen.
00:39:18: Dann natürlich die Komponenten Passiven hören, im Nebenbei hören.
00:39:25: Im Auto während du vielleicht mit einer kleinen Tochter diskutierst auf dem Weg zum Kindergarten.
00:39:30: natürlich wirst du es nicht so aktiv mitbekommen kommt auch dazu aber vielleicht gibt's mal ein Break wo das dann trotzdem im Kontext groß mitbekommt und du denkst ja ist so.
00:39:40: und der dritte Punkt und der ist mir fast die wichtigste und das glaube ich ist etwas was und ich würde es ganz sehr direkt mit Arroganz unserer Branche bezeichnen, mal den Wind aus den Segeln nimmt.
00:39:56: Seit wie vielen Jahrzehnten haben wir automatische Durchsagen am Bahnhof?
00:40:02: Und ich habe es selber genossen noch damals als da wirklich Leute live gesprochen haben – und das war teilweise lustig!
00:40:11: Ich glaube, ich war acht Jahre oder so, als das noch war aber dann haben sie's umgestellt.
00:40:14: Es ist über, weiß ich nicht, zwanzig Jahre schon her und es ist niemand gestorben.
00:40:20: Wie lange haben wir Siri?
00:40:22: Wie lang haben wir ein Android Auto?
00:40:24: denn die Stimme, die dir WhatsApp Nachrichten vorliest.
00:40:27: Ich glaube der Kontext und der Einsatz und damit der nicht desjenigen, der gerade Informationen möchte bestimmt darüber wie sehr er bereit ist auch anderes als das zu akzeptieren was halt sozusagen gemeinhin ganz nett wäre.
00:40:46: Natürlich ist die Morning schon nicht der Ort, wo ich mit KI-Stimmen Live-Moderationen mache.
00:40:52: Aber... Und diese Frage ist natürlich jetzt sehr überspitzt formuliert.
00:40:55: Was ist dir denn lieber?
00:40:56: Wenn du um drei Uhr auf der Autobahn fährst und keine Geisterfahrermeldung kriegst oder wenn du um dreieinzwanzig Uhr auf eine Autobahn fähst und eine Geisterfahrermeldungen bekommst weil vielleicht eine KI Stimme im Einsatz ist, ist jetzt sehr bespitzt formuliert.
00:41:11: aber ich glaube genau das geht es.
00:41:13: Es geht nicht so sehr sozusagen generell es ablehnen oder positiv bestimmen, sondern es geht auch um einen Abwägen.
00:41:20: Wo müssen wir lücken?
00:41:22: Oder Bedürfnisse in dem Fall füllen und welche Werkzeuge können wir dafür verwenden?
00:41:27: weil Menschen konnten wir auch in den letzten zwanzig Jahren nicht dafür verwenden und das weiß jeder im Privatrundfunk.
00:41:33: Es gibt keine Sendung, die von Null Uhr bis am nächsten Tag vierundzwanzig Uhr geht wo jemand da ist.
00:41:38: Das können wir uns nicht leisten.
00:41:40: Konnten wir noch nie.
00:41:40: Das war vielleicht bei der BLR mit dem Mantelprogramm so.
00:41:43: Das ist bei ARDZTF so mit dem Nachprogramm aber halt auch hier.
00:41:48: one for all also ist halt so.
00:41:52: Ich finde es eigentlich gar nicht so überspitzt.
00:41:55: Dieses Geisterfahrer Beispiel finde ich ein sehr gutes Beispiel zu sagen wo es total Sinn ergibt, also natürlich wenn ich auf der Autobahn nach nachts unterwegs bin, bin ich froh um diese Serviceleistung und dann ist mir auch egal ob die mir eine KI erzählt oder Mensch das dein Falschpaare unterwegs ist.
00:42:13: Anders ist es vielleicht schon, da würde mich auch deine Meinung interessieren.
00:42:16: Weil ja auch Kollegen hier in Deutschland inzwischen im Randprogramm und in der Nacht KI generierte Musik sogar spielen um halt Kosten einzusparen.
00:42:27: Da musste ich erst mal schlucken muss ich ehrlicherweise sagen weil ich irgendwie gedacht habe dann kann man doch auch ausmachen oder?
00:42:34: So war mein Gedanke natürlich so.
00:42:38: der erste Gedankel als Musikliebhaber hier in München nur noch selten Autor, aber so als ich auf dem Land gelebt habe relativ häufig dann doch auch mal nachts Auto gefahren oder spät abends und dann war ich froh irgendwie froh wenn Song im Radio lief den ich kannte.
00:42:53: Und man irgendwie ein bisschen wach gehalten hat ist bei bei KI Musiker dann eher selten.
00:42:57: So wie stehst du denn dazu dass das jetzt auch passiert um halt Kosten einzusparen in den Randzeiten KI generierte Musik zu spielen?
00:43:04: Abgesehen von den rechtlichen Unsicherheiten die es ja auch immer noch hat?
00:43:08: Ja gut, rechtliche Unsicherheit und Europa ist ja so ein Bullshit-Bingo.
00:43:12: Den wir gerade erleben auch gerade wenn man an Österreich denkt.
00:43:15: Stichwort Open AI und der Entwickler.
00:43:22: Als Pragmatiker würde ich sagen lieber spiele ich Musik in der Nacht als eine Personalie einsparen zu müssen.
00:43:28: Ganz klar also sorry aber für die paar Hörer die es am Ende hören natürlich haben auf die Bedürfnisse natürlich das ist auch wichtig Aber Radio ist etwas, was irgendwo zwischen fünf und achtzehn Uhr maßgeblich stattfindet.
00:43:43: Und wenn es dazu führt dass man in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht daraus vornen sondern wirklich schwierige Zeiten lieber jemand in Brot hält dann lieber KI Musik in der Nacht als kein Brot.
00:43:57: das ist ich denke da stimmt mehr zu.
00:43:59: Ein sehr pragmatischer
00:44:00: Angang.
00:44:00: ja das stimmt.
00:44:02: Auf der anderen Seite und das sehen wir aus den USA Gibt es bereits jetzt erste Radistationen, die nur KI-Musik spielen und diese Musik oder diese Stationen trenden bei den Leuten von denen wenn sie dachten dass sie wieder Radio hören würden?
00:44:16: Also sprich, achtzehn bis fünfundzwanzig.
00:44:18: Ich hab's mir ganz im Kopf den Artikel.
00:44:23: KI-Music ist persönlich nicht schlecht.
00:44:25: KI Music hat natürlich eine rechtliche Grauzone, das ist richtig.
00:44:29: aber... wer sagt, dass du im passiven hören auf der autobahn wenn du sagst ich fahr grad von der part die eine halbe stunde nach hause wirklich mitbekommst das da nicht ein track dabei ist Der sich auch geil anhört wo die künstlerin existiert wo auch die band nicht existiert.
00:44:46: aber wer sagt dass es nicht auch mal schön ist und Ich glaube für das offen zu sein Da würde ich unsere röhrer schon zutrauen dass das so ist.
00:44:54: das heißt nicht dass man entweder oder braucht sondern vielleicht einfach einen gezielteres hinschauen dass man sagt ich habe so weiß ich nicht vier tracks in der stunde die mir dieses gefühl noch gehen das wichtig ist für die hörer aber dazwischen dass sich einfach mal musik spiele die man so nicht kennt weil sie nicht existiert, aber die mir denselben mut vermitteln kann und wir alle kennen es.
00:45:16: Ich weiß ich du kennst sicherlich all diese tiktok videos wo sie fünftiger sechziger jahre deutschlager music mit sehr differenzierten Texten online gestellt haben.
00:45:28: Natürlich wird Spotify gerade überschwemmt durch KI Musik, natürlich sind das alles Probleme.
00:45:34: aber in all den Problemen stecken ja grundsätzliche Hörbedürfnisse auch drin und ich als Radio Sender wenn mein Kerngeschäft Hör Bedürfnisse decken ist würde mich nicht anmaßen zu sagen also nein da spielen wir nicht dafür bin ich mir so gut und nein überhaupt.
00:45:50: ganz im Gegenteil Wenn das etwas ist wo ich auch nur einen Ansatz merke Damit kann ich eine Zielgruppe erreichen.
00:45:57: Dann ist es, glaube ich umso mehr unsere Pflicht als Radiosender diese altgewohnten, ich würde schon fast sagen, cigarrenhaften Anmutungen beiseite zu schieben und sich zu denken lieber hier wird was wagen und vielleicht mal verlieren als immer nur abzuwarten bis es irgendjemand anders tut und damit am Ende vielleicht sogar Geld verdient.
00:46:18: Und ja wir sehen das eh also So wie sich gerade alles verändert, auch die Auto-Infrastruktur im Entertainmentbereich mit Sprachsteuerung.
00:46:29: Kein Mensch wird in den nächsten, ich würde sagen fünf Jahren mehr sagen spielen wir jetzt ein Radiosender sondern er würde sagen hey ich sitze gerade im Auto es ist dau!
00:46:40: Ich brauche einfach meine zehn Minuten Information und Musiker morgen Spieles.
00:46:46: Und das geht ja heute schon.
00:46:49: Und ich glaube, dass wenn sich diese Gewohnheiten ändern wir jetzt noch Zeit haben sozusagen uns darauf einzustellen wie wir als Medienunternehmen noch Teil dieser Gewohnheit sein können.
00:47:00: Also ich gerade bei diesem Musikthema mein also vielen Dank für deine pragmatische Sichtweise.
00:47:05: und mein Kopf sagt du hast voll recht meinen Herz Blute trotzdem, als Musikliebhaber und Musiker.
00:47:12: Aber du hast voll versteht deinen Punkt da natürlich total und wir müssen es halt auch weglig ausprobieren und das muss ja nicht alles schlecht sein und wer weiß welche Bedürfnisse das dann auch befriedigen kann.
00:47:25: am Ende.
00:47:26: Und dieser Übertrag zu dieser grundsätzliche Medienwandel den wir erleben weg von so... Formaten hin zu so diesem fluiden Medien erleben, was wir eh schon irgendwie haben.
00:47:39: Die Möglichkeiten von KI und die Bedürfnisse, die die Menschen an ihre Medien haben halt noch sehr viel krasser zeigen wird.
00:47:46: Beschleunigen wird das wir gar nicht mehr so krass in ich will Ich höre jetzt radio oder ich schaue jetzt ein video sondern einfach in Wir als Daten Anbieter sozusagen die infrastruktur bereitstellen und der höher dann oder die user dass er da nicht mehr der höhere entscheiden In welcher darbietungsform sie es dann in dem moment für ihre nitzungssituation brauchen.
00:48:06: Ich glaube, da steckt schon so ein bisschen auch die Antwort drin in meiner letzten Frage.
00:48:11: Die wäre nämlich gewesen oder die ist dann auch.
00:48:13: vielleicht können wir es nochmal zusammenfassen?
00:48:15: Wie kann denn alles was wir jetzt besprochen haben vor allem halt auch im Rahmen mit der KI wie kann die KI dabei helfen den Kern von Radio neu zu definieren?
00:48:27: Ich glaube der Kern von Radio muss nicht neu definiert werden, denn er ist seit Bert Brecht und das Augsburger muss ich diesen Namen noch unterbringen.
00:48:35: Definiert!
00:48:36: Und der Kern vom Radio ist und war schon immer eine Gemeinschaft zu schaffen um über Dinge gewinnbringend nicht im ökonomischen Sinne sondern im gesellschaftlichen Sinne Konsens zu finden Austauschplattformen zu sein Talk ganz klassischer Talk und dieses Bedürfnis wird immer da sein.
00:48:56: Diese Bedürfnisse haben wir teilweise an Social Media und WhatsApp verloren.
00:49:01: Aber, wir sehen wozu es führt nämlich zu Hate Speech.
00:49:05: Es führt zur Radikalisierung Und es führt dazu dass es einfach auch für Kinder und Jugendlichen nicht genügend kontrolliert wird.
00:49:14: All diese Backflip-Bewegungen erleben wir jetzt von Australien reingespielt drüber gespielt.
00:49:17: Wir werden aus Europa sehen wie wir darauf reagieren und am Ende auch durchsetzen können.
00:49:23: aber Radio ist doch eines der wunderbaren Medien und auch hier wieder ein Name.
00:49:29: Und ich bin ja selber ein, sag' ich mal, Radioenthusiast natürlich nicht mehr so wie es vielleicht mit sechzehn, achtzehntzwanzig war, aber... Ich hab Brot und Spiele von Radio Fantasy damals noch auf Kassette aufgezeichnet zwischen Montag und Donnerstag und das war im Jahr ... ... zwei tausend sieben, zweitausend sechs, zweitausend fünf, ja?
00:49:49: Eine der grandiosesten Late Night Shows diesem Radio so erstmal nicht mehr gibt, weil einfach dieses Endeschienen nicht mehr in der Form bereitgestellt werden kann und weil es natürlich alles in Richtung Podcast abgewandert ist.
00:50:00: Aber ich habe das noch mitgeschnitten.
00:50:03: Genauso auch Stefan Parisius, auch mit dem Samstag auf Antenne Bayern.
00:50:07: großartig ruhig konzentriert sachlich aber trotzdem nah am Menschen sehr persönlich.
00:50:13: Und nah am Mensch sehr persönlich konzentiert ruhig sachlich.
00:50:17: Ich glaube das ist eine Sache die Radio gerade in dieser Zeit sicherlich für uns als Gesellschaft schaffen kann und wo wir generell andocken können.
00:50:26: Und da braucht es keine KI dabei helfen, das sind wir als Menschen und das kann und braucht man nicht zu ersetzen, das ist der Kern von Radio.
00:50:34: Dort wo uns KI helfen kann ist alles was mit Arbeiten zu tun hat die repetitiv sind, die nicht gewinnbringend sind und die einfach irgendwo müssen wir halt noch machen darstellen.
00:50:46: Ob das jetzt eine Syschemutation ist für die aktuelle Promotion wo ich vielleicht Manus AI nehmen kann?
00:50:53: Ob dass das Formulieren von Newsletterabschnitten, von Pushtexten, von Social Media Texten so einem Thema ist.
00:51:00: natürlich ist es schöner wenn du es handisch machst.
00:51:03: Natürlich ist es schön, wenn du Zeit dafür hast, das immer am Punkt zu liefern.
00:51:08: Ich glaube nur, dass man einfach im Kontext entscheiden muss was ist wirklich relevant?
00:51:14: und da kann ich natürlich selber mich hinsetzen weil es sozusagen die persönlichen Note braucht.
00:51:19: Und wo ist das einfach Geschäft was sich mitführen muss?
00:51:24: Und wo ich AI nutzen kann um nicht in der zehntausendsten Aufgabe zu versinken denn wir alle wissen es von den Medien.
00:51:30: es war schon immer so uns wird immer so bleiben.
00:51:32: du hast immer diesen Blumenstrauß zu bedienen.
00:51:35: Und jetzt mit der AI haben wir Gott sei Dank einen Co-Worker gefunden, wo wir sagen können hey pass auf.
00:51:40: Alles von der Rose bis zum Saal bei gehört dir danke haben fertig und das können wir automatisieren.
00:51:45: und ich glaube da ist uns niemand böse weil ob jetzt der Beitrag auf Social Media mit einem Standardbild so aussieht für eine normale News oder halt sich jemand hinsetzen muss, er erst ein Bild recherchieren muss ist glaube ich für das Engagement und generell nicht so relevant wie vielleicht die Zeit die ich für ein cooles Reel verwende um genau diese Story durch eine Umfrage oder durch einen Hörer Talk einfach persönlicher zu machen.
00:52:13: also Relevanz und Nähe als Kern des Radios, den wir immer schon hatten einfach vielleicht sich noch mehr wieder bewusst werden.
00:52:21: Nicht neu definieren sondern ihnen sich verstärkt wieder bewusst machen und schauen wie die Kain dann auch irgendwie dabei helfen kann ihn besser zu erfüllen.
00:52:29: das ist glaube ich eine wichtige Aufgabe für Radio.
00:52:33: und damit kommen wir zum Ende heute.
00:52:35: Benjamin Hartwig war da der Head of Digital in Data.
00:52:38: übrigens das Podcast aus deinem Job verschwunden kann sein.
00:52:42: Da stand auch mal früher noch das Podcast dabei, oder?
00:52:46: Stimmt, da stand dabei... Da das leitige Thema Podcast in der Radiobranche mit dem Adjektiv Leidig zum Schreiben ist, habe ich jetzt mal das Ganze auf Pause gedrückt und kümmere mich erst einmal um den ganzen AI-Data und Digital Part Und dann vielleicht wieder im Podcast.
00:53:04: Dann reden wir da vielleicht irgendwie, weiß ich nächstes Jahr mal drüber.
00:53:08: Wer weißt das schon?
00:53:09: Benjamin Hartwig!
00:53:10: Wir sehen uns in Riga.
00:53:12: Das nächste Mal glaube ich.
00:53:14: Da freue ich mich schon sehr drauf und ich bedanke mich, dass du da warst.
00:53:18: Danke Benjamin.
00:53:19: Danke für die Anladung bis bald.
00:53:21: Auch euch da draußen liebe Hörerinnen und Hörern.
00:53:24: Hoffe habt es spannend gefunden auch wenn ihr nicht im Radio arbeitet soll ja auch Vorkommensleute zuhören, die bei euren anderen Bereichen der Medien arbeiten.
00:53:32: Macht's gut, bleibt stabil.
00:53:33: und dann bis zum nächsten Mal.
00:53:42: Tschüss!
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