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"Einfach mal machen und kein Mimimi" – Wettbewerb und neue Erlösmodelle im lokalen Medienmarkt

25m 30s

Die Ausgangslage für lokale Medien und speziell den Lokalrundfunk ist alles andere als einfach. Die großen internationalen Plattformen verschärfen weiter weitgehend unreguliert den Wettbewerb. Ob im Werbemarkt oder bei der Auffindbarkeit im Auto: Die Medienbranche steht vor großen Herausforderungen. Es braucht den Mut, Dinge neu zu denken. Bei den Lokalmedientagen in Nürnberg wurde deutlich, dass die Branche die Werkzeuge in der Hand hat, um ihre Geschäftsmodelle neu aufzustellen. Die Lösungsansätze sind vielfältig und reichen von technologischen Innovationen bis hin zu strategischen Allianzen.Host Lukas Schöne gibt in dieser Folge von This is Media NOW einen Überblick.

„Die Hauptaufgabe ist rausgehen!“ Warum die Zukunft des Lokaljournalismus in der echten Nähe liegt

„Die Hauptaufgabe ist rausgehen!“ Warum die Zukunft des Lokaljournalismus in der echten Nähe liegt

22m 36s

Lange Zeit war die Medienbranche vor allem damit beschäftigt, den klassischen Journalismus zu digitalisieren und Reichweiten über Plattformen zu generieren. Doch im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz und Chatbots wird eine ganz andere Disziplin für Medienhäuser immer wichtiger: der direkte, echte Draht zu den Menschen vor Ort. Bei den Lokalmedientagen in Nürnberg stand genau diese Aufgabe im Fokus. Dass dieser Einsatz kein bloßes „Nice to have“ ist, belegen aktuelle Daten. Die neue BLM-Studie „Lokaljournalismus und Demokratie“ zeigt, dass lokale Angebote ein großes Vertrauen genießen. Wenn diese Infrastruktur jedoch Risse bekommt, hat das spürbare Konsequenzen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. In dieser Folge...

Verbindung, Vertrauen und Einfluss der KI – die ersten Lokalmedientage

Verbindung, Vertrauen und Einfluss der KI – die ersten Lokalmedientage

15m 18s

Worum geht es im Kern bei lokalen Medien? Es geht um echte Verbindung und Vertrauen; gerade in Zeiten, die ziemlich „bekloppt“ daherkommen. Wie lässt sich diese wertvolle Nähe in einer Ära von digitaler Fatigue und (KI)-Contentflut dauerhaft sichern? Genau diese Herausforderungen stehen im Mittelpunkt, wenn sich die Medienwelt am 24. und 25. Juni in Nürnberg trifft. Aus den vertrauten Lokalrundfunktagen werden in diesem Jahr offiziell die ersten Lokalmedientage. Es ist ein logischer Schritt, denn die Mediengattungen verschmelzen nicht erst seit gestern: Zeitungen produzieren Podcasts, Radiostationen bespielen Social Media und alle wollen Communities bauen. Gleichzeitig wächst der strategische Druck durch technologische...

„Man nimmt ihr jegliche Aura“ – Musik zwischen Emotion, KI und Streaming (mit Annick Manoukian)

„Man nimmt ihr jegliche Aura“ – Musik zwischen Emotion, KI und Streaming (mit Annick Manoukian)

48m 30s

Musik hat eine große Kraft. Sie prägt Menschen und schafft emotionale Verbindungen. Doch die Realität der Musikbranche verändert sich: Songs werden immer kürzer und gezielt für Algorithmen sowie Streaming-Plattformen optimiert. Was bedeutet diese Entwicklung für das Radio und wo liegen die Chancen in Zeiten von generativer KI? Darüber spricht Host Lukas Schöne in dieser Folge mit Annick Manoukian. Sie betrachtet das Thema aus einer spannenden Doppelrolle: als Musikerin bei der Band Angelika Express und als Leiterin Musikcontent bei Radio NRW. Sie erklärt, wie Musikredaktionen über Musiktests, Shazam und Charts herausfinden, was Hörer wirklich wollen und warum das Radio durch das...

KI und der Weg der kleinen Schritte: Wie Lokal-TV überleben kann (mit Sascha Devigne)

KI und der Weg der kleinen Schritte: Wie Lokal-TV überleben kann (mit Sascha Devigne)

48m 53s

Wie retten wir den Lokaljournalismus? Während die gesellschaftliche Bedeutung lokaler Berichterstattung unbestritten bleibt, wächst der ökonomische Druck unaufhaltsam und Werbegelder wandern massenhaft zu den globalen Plattformen ab. Die viel zitierten „News Deserts“ in den USA zeigen bereits, wohin dieser Weg führen kann: zu schwindendem Vertrauen in die Demokratie, weniger gesellschaftlicher Teilhabe und extremerem Wahlverhalten. Doch wie lässt sich dieser Abwärtstrend hierzulande stoppen? Studio 47 aus Duisburg liefert darauf einige mögliche Antworten. Als einziger privater Lokal-TV-Sender in Nordrhein-Westfalen behauptet sich das Medienhaus seit 2006 erfolgreich am Markt; mit einer konsequenten Strategie der kleinen Schritte und dem pragmatischen Einsatz künstlicher Intelligenz. Im...

Das „perfekte“ Feindbild? Warum Journalisten angegriffen werden (mit Patrick Peltz)

Das „perfekte“ Feindbild? Warum Journalisten angegriffen werden (mit Patrick Peltz)

54m 20s

Das Mikrofon wird weggeschlagen, die Kamera verdeckt, Journalistinnen und Journalisten werden beleidigt und bedrängt. Das Sicherheitsgefühl im Journalismus hat in den vergangenen Jahren spürbar gelitten, auf der Straße und im Netz. Es ist eine Entwicklung, die auch eine Bedrohung für die Demokratie insgesamt darstellt. In der neuen Folge von This is Media NOW spricht Lukas Schöne mit Patrick Peltz, dem Leiter der Studie „Feindbild Journalist:in“ vom European Center for Press and Media Freedom. Sie blicken auf zehn Jahre Dokumentationspraxis zurück, in denen seit 2015 insgesamt 522 Fälle physischer Gewalt gegen Medienvertreter in Deutschland erfasst wurden. Neben körperlichen Angriffen beleuchtet die...

Zwischen Hofflohmarkt und Schützenfest – wie viel Perspektivenvielfalt braucht der Journalismus? (mit Till Opitz)

Zwischen Hofflohmarkt und Schützenfest – wie viel Perspektivenvielfalt braucht der Journalismus? (mit Till Opitz)

50m 42s

Was ist eigentlich die Aufgabe von Journalismus? In Zeiten von schwindendem Medienvertrauen und zunehmender Polarisierung wird der Ruf nach mehr Perspektivenvielfalt laut. Doch wie berechtigt ist der Vorwurf, die Berichterstattung sei zu einseitig oder gar „linksideologisch“ verengt? Till Opitz ist Journalist (Deutschlandfunk) und Trainer für Themen wie Vertrauen in Medien und Perspektivenvielfalt. Im Gespräch mit Lukas Schöne analysiert er, warum wir oft Gefahr laufen, die Welt nur aus der Perspektive der Großstadt-Bubble wahrzunehmen. Dabei geht es nicht um „linke“ oder „rechte“ Formate, sondern um handwerkliche Standards und die Frage, wie wir Gruppen erreichen, die sich im aktuellen Diskurs nicht mehr...

„Man spürt eine Aufbruchstimmung“ – wie Robert Förster Audio durch Daten und KI neu denkt

„Man spürt eine Aufbruchstimmung“ – wie Robert Förster Audio durch Daten und KI neu denkt

54m 47s

Robert Förster hat Riga mit einem guten Gefühl verlassen. Für den COO von Radiozeit haben die Radiodays Europe dort gezeigt, dass Audio ein Medium der Zukunft ist. Menschen haben großes Vertrauen in Audioangebote. Radio und Podcasts können lokale Identität stiften und über alle Plattformen hinweg Menschen an Marken binden. Doch von allein passiert das nicht. Robert Förster sagt: Die Zeit des reinen Bauchgefühls muss enden. Er ist überzeugt, dass Radio nur dann eine Zukunft hat, wenn es sich technologisch und inhaltlich neu aufstellt. Dazu gehört für ihn die datenbasierte Programmanalyse. Sein Tool ermöglicht es, Moderationen, Themenschwerpunkte und Sendeabläufe rund um...

Zwischen Klischee und Klassismus – wie Medien über Armut berichten (mit Brigitte Theißl)

Zwischen Klischee und Klassismus – wie Medien über Armut berichten (mit Brigitte Theißl)

44m 56s

16,1 Prozent der Bevölkerung gelten in Deutschland als armutsgefährdet. Diese Menschen leben in einer Realität, die sich in vielen Medien wenig oder nur verzerrt wiederfindet. Während Boulevardmedien teilweise Kampagnen gegen Erwerbslose betreiben und Stereotype vom „faulen Arbeitslosen“ bedienen, kommt in Qualitätsmedien die strukturelle Einordnung zuweilen zu kurz. Brigitte Theißl, freie Journalistin und Expertin für Klassismus, erklärt im Gespräch mit Lukas Schöne, warum das auch ein Problem der Redaktionsstrukturen ist. Sie sagt: Da Journalismus ein zunehmend akademisch geprägter Beruf ist, fehlen oft die Lebensrealitäten derer, die nicht aus Akademikerhaushalten kommen. Das Ergebnis: Armutsbetroffene werden eher als „Kostenfaktoren“ denn als Expert:innen für...

„Meine Stimme gehört mir“ – warum der Netflix-Boykott vieler Synchronsprecher uns alle betrifft (mit Anna-Sophia Lumpe)

„Meine Stimme gehört mir“ – warum der Netflix-Boykott vieler Synchronsprecher uns alle betrifft (mit Anna-Sophia Lumpe)

52m 0s

Vor dir liegt ein Vertrag, dessen Unterzeichnung deinen eigenen Job potenziell überflüssig machen könnte. Was wie ein dystopisches Szenario klingt, ist für deutsche Synchronsprecher:innen aktuell Realität. Netflix hat ihnen eine neue Standardvereinbarung vorgelegt, die die Nutzung von Stimmaufnahmen für KI-Training und die Erzeugung synthetischer Stimmen vorsieht. Doch der Widerstand in der Branche ist groß. Viele bekannte Stimmen weigern sich, die Klauseln zu unterschreiben, da sie ihr Persönlichkeitsrecht bedroht sehen. In dieser Folge spricht Lukas Schöne mit Anna-Sophia Lumpe, Sprecherin und Vorsitzende des Verbands Deutscher Sprecher:innen (VDS). Sie erklärt, warum die Stimme wie ein Fingerabdruck ist, wieso die aktuelle Auseinandersetzung mit...