This is Media NOW - der Podcast der MEDIENTAGE MÜNCHEN

This is Media NOW - der Podcast der MEDIENTAGE MÜNCHEN

Folge 101: ChatGPT and friends – wie KI Medien und Gesellschaft verändert

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„ChatGPT ist im Grunde ein sehr selbstbewusster Bullshiter“, sagt Johannes Klingebiel vom Media Lab Bayern in dieser Episode von „This is media NOW“. Was er damit meint: Ja, die Technologie bringt bemerkenswerte Ergebnisse hervor, beispielsweise bei der automatischen Generierung von Texten. Die hohe Qualität könnte aber dazu führen, dass man dem Chatbot allzu leicht glaubt, wenn es um Fakten und Zahlen geht. Doch gerade bei der korrekten Wiedergabe von Fakten und beim Rechnen hat die Maschine noch Schwächen. Der Faktor Mensch, das zeigt das Beispiel des zugrundeliegenden Sprachmodells GPT-3, wird also auf absehbare Zeit unverzichtbar bleiben beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Sie wird den Beruf des Journalisten so schnell nicht ersetzen. Aber KI wird ihn zweifellos verändern und sollte zum Anlass genommen werden, Prozesse in Redaktionen zu überarbeiten und zu verbessern. Schließlich sind die Entwicklungen in dem Bereich noch lange nicht am Ende. Microsoft investiert kräftig in OpenAI, die Firma, die hinter ChatGPT steckt. Und auch die Konkurrenz, Google und Co., arbeiten an Chatbots, die noch besser sein sollen als ChatGPT.
Doch trotz allem sieht uns auch Prof. Christopher Neuberger, geschäftsführender Direktor des Weizenbaum Instituts, nicht auf dem Weg in einen vollautomatisierten Journalismus. Das sei auch nicht wünschenswert, da dem Journalismus in einer Demokratie nun mal eine besondere Rolle zukomme und es nicht nur um Effizienzsteigerung gehe. Im Interview spricht Neuberger außerdem darüber, welche Einsatzgebiete der KI er im Journalismus in den Bereichen Recherche, Produktion und Distribution sieht und diskutiert die Frage, ob jede Chance, die in KI steckt, auch gleichzeitig ein Problem mit sich bringt.

Folge 100: Die wichtigsten Medientrends für 2023

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100 Folgen This is media NOW! In unserer Jubiläumsfolge – und der gleichzeitig letzten Episode für 2022 – wagen wir einen Ausblick auf das Medienjahr 2023. Welche Entwicklungen werden wichtig? Was muss uns beschäftigen? Es ist wenig überraschend, dass die Trends für 2023 geprägt sind vom allgegenwärtigen Krisenmodus: der Krieg in der Ukraine, Inflation, Energiekrise, Klima. Der Blick nach vorne fiel schon mal wesentlich leichter als zurzeit. Aber es ist wichtig, sich damit zu beschäftigen, was für Medienschaffende und Gesellschaft nächstes Jahr ansteht. Dabei geht es um technologische Entwicklungen mit Stichworten wie Metaverse, Web 3 und Künstliche Intelligenz. Es geht aber auch um Personal- und Ressourcenmangel und um allgegenwärtige Fragen zu Meinungsfreiheit, Hate Speech und Medienvertrauen.

Zum Schluss gibt es noch einen kleinen Hinweis in eigener Sache: Nach einer kleinen Winterpause werden wir den Podcast ab Januar monatlich veröffentlichen, um ein wichtiges, aktuelles Medienthema ausführlich besprechen zu können. Um die Medientage München herum werden wir dann die Frequenz wieder steigern, um euch wie gewohnt alles Wichtige rund um DAS Medienevent des Jahres präsentieren zu können. Frohe Feiertage und bis nächstes Jahr!

Folge 99: Next Level Digital Publishing

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Wie verdiene ich mit meinen Inhalten im digitalen Raum? Für die Publishing Branche ist das die Frage schlechthin. Welche Monetarisierungsmöglichkeiten eröffnen sich? Wenig überraschend, dass das die entscheidenden Themen sind für das Überleben von privatwirtschaftlichen Medienunternehmen. Aber auch im größeren Kontext haben sie eine wichtige Bedeutung: Wer Meinungsvielfalt und guten Journalismus möchte, dem muss klar sein: Das gibt es nicht kostenlos. Deswegen schauen wir in dieser Folge von This is media NOW auf ein paar Möglichkeiten, wie Publisher ihren Content monetarisieren können und wie die Branche das nächste Level von Digital Publishing erreichen kann.

Folge 98: Durch die digitale Dekade ins Metaverse?

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Das Thema dieser Folge von This is media NOW zeigt, wie schnell sich Dinge in der Medienlandschaft ändern können. Denn das Gespräch in dieser Episode zwischen DWDL-Chefreporter Thorsten Zarges und der Vice President EMEA bei Meta, Angelika Gifford, fand statt, bevor bekannt wurde, dass Meta 11.000 Mitarbeiter entlässt. Das sind etwa 13 Prozent der kompletten Belegschaft. Die beiden sprachen bei den MEDIENTAGEN MÜNCHEN 2022 miteinander. Nichtsdestotrotz sind Giffords Aussagen interessant. Vielleicht sogar gerade im Wissen um die schwierige Lage beim Facebook Mutterkonzern. Ein schwieriger Werbemarkt wegen Inflation und diverser Krisen, weniger Kaufkraft bei den Konsument*innen, der nachlassende Digitalisierungsschub nach dem Hoch in der Pandemie, Konkurrenz durch TikTok – all das führt dazu, dass es sogar im Silicon Valley nicht mehr nur steil bergauf geht. Trotzdem bleiben die großen Pläne von Marc Zuckerberg für das Metaverse natürlich bestehen. Angelika Gifford spricht über die Strategie von Meta und versucht den Vorwurf zu entkräften, ihr Konzern errichte beim Metaverse eine Art Monopol. Außerdem gibt sie Einblicke in ihr Buch „Die Digitale Dekade: Wie wir unsere Wirtschaft transformieren können“, in dem sie die Sorge ausdrückt, dass der Digitalstandort Deutschland immer weiter abgehängt wird und eine Art „Faxrepublik“ zurück bleibt.

Folge 97: Ritt auf der Retrowelle? Wie sich TV-Unterhaltung entwickelt

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Bei einem oberflächlichen Blick auf die Entwicklungen im Unterhaltungsbereich im Fernsehen scheint die Sache klar: Mit alten Konzepten wollen die Macher*innen an alte Erfolge anknüpfen. „Wetten, dass…“, „Richterin Barbara Salesch“, „7 Tage 7 Köpfe“ – Sendungstitel aus vergangenen Zeiten, die jetzt ihr Revival feiern. Manch einer spricht sogar von einer Retrowelle. Die Protagonist*innen selbst würden diesen Begriff nicht verwenden. Bei den MEDIENTAGEN MÜNCHEN 2022 stellten Barbara Salesch und Hugo Egon Balder klar: Auch wenn die Titel die gleichen sind, stecken doch neue Konzepte und Weiterentwicklungen dahinter. Schließlich gilt es, gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung zu tragen. Darüber hinaus tragen auch neue Technologien dazu bei, Unterhaltungsformate neu aufziehen zu können. Darum geht es in dieser Folge von „This is media NOW“. Außerdem blicken wir auf einen der wichtigsten Bereiche im Entertainment – den Sport.

Folge 96: Neustart nach der Krise? Wie sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk aufstellen kann

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Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist – mal wieder – Gegenstand von großen Diskussionen innerhalb und außerhalb der Medienbranche. Ob Compliance Vergehen beim RBB, die viel beachtete und viel kritisierte Rede von Tom Buhrow im Hamburger Überseeclub oder die ZDF Magazin Royal Sendung von Jan Böhmermann, in der er aus dem System heraus intensiv Kritik an selbigem geäußert hat: An Schlagzeilen mangelt es nicht. Oft gibt es dabei zwei extreme Pole. Die einen, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk am liebsten gleich komplett abschaffen wollen und die anderen, die jede Kritik an ihm als Angriff auf die Demokratie sehen. Die wichtigen Fragen und Reformvorschläge wurden dagegen auf den Medientagen diskutiert. Grundsätzlich einig waren sich alle, dass es einen öffentlichen Rundfunk in Deutschland braucht. Wolfgang Link, Vorstandsmitglied der ProSiebenSat.1 Media SE, hat es in seiner Keynote zusammengefasst: „Wenn es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht gäbe, müsste man in erfinden.“ Doch über die Ausgestaltung und über die Reformen, die denkbar sind, wurde kontrovers diskutiert. Ist Werbung in den Mediatheken denkbar? Wie könnte eine große öffentlich-rechtliche Medienplattform aussehen? Wie lassen sich alte Strukturen aufbrechen? Wie gestalten sich Kooperation und Konkurrenz im dualen Rundfunksystem und welche Rolle spielt Unterhaltung für die öffentlich-rechtlichen Sender? Es waren die großen Fragen, über die es zu reden galt. In dieser Folge von This is media NOW fassen wir Kernaussagen zusammen und werfen einen Blick darauf, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Zukunft aussehen könnte.

Folge 95: „Leben, was wir predigen“ – Nachhaltigkeit in der Medienbranche

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„Wir sind auf dem Highway zur Klima-Hölle“. Mit diesen Worten hat sich UN-Generalsekretär Antonio Guterres bei der Eröffnung der 27. Weltklimakonferenz in Scharm el Scheich in Ägypten an die Weltgemeinschaft gewandt. Viele Online-Medien machten mit diesem Zitat auf. Doch kurz darauf waren wieder andere Schlagzeilen ganz oben: die Midterms in den USA, Entwicklungen im Ukraine-Krieg, Meta entlässt 10 Prozent der Belegschaft, Elon Musk baut Twitter um. Wenn das Klima Thema war in den vergangenen Wochen, dann war das eher die Protestform einiger Klimaaktivisten als die Folgen der Klimakrise an sich. Ein Dilemma für Medienschaffende, das aber genauso zeigt, wie groß ihre Verantwortung ist. Wie sie dieser Verantwortung konkret gerecht werden können, darüber wurde auch bei den MEDIENTAGEN MÜNCHEN 2022 in diesem Jahr diskutiert. Vorgestellt wurde unter anderem erstmals der Nachhaltigkeitspakt Medien Bayern, der von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) initiiert wurde. Ziel ist es, gemeinsame Standards für die Branche zu definieren und Kräfte zu bündeln.

Folge 94: „Birds aren´t real“ – wie Verschwörungserzählungen entstehen

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Welchen Einfluss Verschwörungserzählungen und Desinformation auf Gesellschaft und Demokratie haben, ließ sich an vielen Wahlkämpfen der vergangenen Zeit leidvoll beobachten. Aktuelles Beispiel: Brasilien. Da haben sich die Teams der beiden Kandidaten selbst üble Dinge angedichtet. Von Kannibalismus bis hin zu Satanismus war fast alles dabei. Sogar das oberste Wahlgericht in Brasilien sah sich gezwungen einzugreifen: Es hat den Wahlkampfteams ins Gewissen geredet und wollte die Social Media Plattformen verpflichten, solche Inhalte innerhalb von zwei Stunden zu löschen. Denn schließlich sind die sozialen Medien ein großer Verstärker von Verschwörungserzählungen. Gerade wenn diese einen vermeintlich glaubwürdigen Ursprung haben. Ein absurdes wie eindrückliches Beispiel ist die Bewegung „Birds aren´t real“. Die beiden US-Amerikaner Peter McIndoe und Connor Gaydos haben eher zufällig und aus einem Witz heraus die Behauptung in die Welt gesetzt, dass die US-Regierung alle Vögel durch Überwachungs-Drohnen ersetzt hätte. Sie haben sich dann die Mechanismen von Social Media Plattformen und konventionellen Medien zunutze gemacht, um aufzuzeigen, wie leicht und schnell sich Verschwörungsmythen verbreiten. Bei den MEDIENTAGEN MÜNCHEN 2022 haben sie davon erzählt. Außerdem schauen wir in dieser Folge von This is media NOW darauf, welche Rolle YouTube für die Verbreitung von Verschwörungsmythen spielt und wie Medienschaffende mit Transparenz gegensteuern können.

Folge 93: Virtuelles Schlachtfeld, reale Folgen – gegen den Hass im Netz

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Es ist leider ein Dauerbrenner Thema für Medienschaffende, die Gesellschaft als Ganzes und damit natürlich auch für die Medientage: Hass und Hetze im Netz. Die Schilderungen von Lijana Kaggwa bei den MEDIENTAGEN MÜNCHEN 2022 unterstreichen, dass das Thema nicht kleiner geworden ist. Im Gegenteil. Lijana war 2020 Teilnehmerin bei Germanys Next Topmodel. Sie stieg dann im Finale der Show aus, weil sie im Laufe der Staffel Opfer von Cybermobbing und Hass im Netz geworden ist. „Die Hassnachrichten kamen im Sekundentakt.“ Ihr Fall zeigt im Besonderen, mit was Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, konfrontiert sind. Und er zeigt auch, wie Mechanismen aus Showbusiness und Unterhaltung dazu beitragen können, den Hass noch zu verstärken. Außerdem fassen wir in dieser Folge die Diskussion von Journalist Richard Gutjahr, dem Anwalt Chan-jo Jun und dem bayerischen Justizminister Georg Eisenreich zusammen. Sie sprachen darüber, welche Verantwortung die Plattformen tragen, welche Handhabe gegen Hass im Netz Staat, Justiz und jeder Einzelne haben und was verbessert werden muss. Spoiler: Einiges.

Folge 92: „Wenn es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk heute nicht gäbe, müsste man ihn erfinden“

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Wolfgang Link (*22. März 1968 in Tegernsee) wurde im März 2020 in den Vorstand der ProSiebenSat.1 Media SE berufen. Von 2012 bis 2016 war er ProSieben-Geschäftsführer, wurde im Oktober 2013 Geschäftsführer der Seven.One Entertainment Group, ehemals ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH, und übernahm wenig später den Vorsitz der Geschäftsführung. Im Anschluss an sein Studium der Kommunikations- und Kunstwissenschaften sowie Psychologie arbeitete Wolfgang Link zunächst für verschiedene Musical- und Liveproduktionen. Ab 2003 verhalf er als Producer und Executive Producer bei Grundy Light Entertainment unter anderem dem Format „Deutschland sucht den Superstar“ zum Erfolg. Am 1. Juni 2009 kam Link als Unterhaltungschef von SAT.1 zur ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH. Ab Januar 2010 war er Vice President Show & Event. Anschließend verantwortete er als Senior Vice President alle Entertainmentformate der deutschen Sendergruppe und holte zum Beispiel „The Voice of Germany“ nach Deutschland.

Über diesen Podcast

Die MEDIENTAGE gibt´s auch für die Ohren: Bei „This is Media NOW – der Podcast der MEDIENTAGE MÜNCHEN“ gibt´s in den ersten acht Folgen gebündelt die Highlights des digitalen Events, das vom 24 - 30. Oktober 2020 stattfand. Darüber hinaus werfen wir wöchentlich einen Blick auf ein Schwerpunktthema, das die Branche bewegt - von Influencer Marketing, über Medienpolitik bis hin zu Lage des Journalismus weltweit.

von und mit Medien.Bayern GmbH

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