„Meine Stimme gehört mir“ – warum der Netflix-Boykott vieler Synchronsprecher uns alle betrifft (mit Anna-Sophia Lumpe)
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00:00:00: Ja, mit der KI-Stimme passt das da drauf.
00:00:02: Aber sobald der Text Emotionen und Untertöne Intention haben soll, passt es nicht mehr!
00:00:09: Weil wir sprechen mit Pausen.
00:00:11: Wir sprechen mit Denken.
00:00:13: Wir reden mit Stille, mit Betonung – und das verändert Silben.
00:00:17: Jede Silbe ist nicht gleich lang wenn unterschiedlich gesprochen wird, mit unterschiedlichen Inhalten.
00:00:23: Und das ist etwas was komplett hinten überfällt weil dann ist es halt nur technisch okay.
00:00:27: da passen zwanzig Silben drauf.
00:00:28: super passt jetzt mach mal schön!
00:00:30: Das finde ich schon sehr wichtig.
00:00:32: heute geht es bei This Is Media Now um die Kunst des professionellen Sprechens.
00:00:37: wie KI diese Kunst herausfordert und welchen Stellenwert die Stimme in der Gesellschaft eigentlich hat.
00:00:45: darüber durfte ich sprechen.
00:00:47: der Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Sprecherinnen und sie sagt, dass Netflix von SynchronsprecherInnen die Abtretung von Rechten an der eigenen Stimme zu KI-Trainingszwecken verlangt.
00:00:59: Geht uns alle eine ganze Menge an!
00:01:02: Jetzt geht's los!
00:01:21: Mein Name ist Luca Schöne und ich begrüße euch zu dieser Folge unseres Podcasts This Is Media Now.
00:01:28: Man stelle sich mal vor, vor einem liegt ein Vertrag.
00:01:31: Und in diesem Vertrag steht eine Klausel die deinen eigenen Job potenziell überflüssig machen kann und der Vertragspartner erwartet ernsthaft.
00:01:41: dass man das dann auch unterschreibt klingt unerhört.
00:01:45: ja Das sind die Zeiten, in denen wir so leben gerade.
00:01:48: Denn Netflix hat über Synchronstudios allen deutschen Synchronsprecherinnen eine neue Standard-Vereinbarung zur Unterzeichnung vorgelegt und Netflix stellt sich diesen neuen Standard dann sofort.
00:02:01: das SynchronesprecherInnen ihnen weitreichende Rechte an ihren Stimmenaufnahmen einräumen.
00:02:06: Ein schließlich der Nutzung für KI Training.
00:02:08: Darum geht es v.a.
00:02:10: am Ende daraus synthetische Stimmen erzeugen zu können.
00:02:14: Ja!
00:02:14: Das ist der Stand der Dinge in diesem Feld und eine zusätzliche Vergütung soll es dazu dafür natürlich auch nicht geben.
00:02:22: Kein Wunder, dass sich dagegen großer Widerstand regt!
00:02:25: Und viele Synchronsprecherinnen in Deutschland sich weigern das zu unterschreiben – ist harter Stoff.
00:02:30: Darüber reden wir heute und es berührt die großen Fragen, die die KI an uns alle stellt.
00:02:35: An unser Verständnis von Urheberrecht, vom Persönlichkeitsrecht Und der Frage, wie viel uns echte Menschlichkeit und Unabhängigkeit in Zukunft eigentlich noch wert sind.
00:02:50: Ich freue mich, grüß dich.
00:02:53: Anna-Sophia ist Sprecherin.
00:02:55: man kennt ihre Stimme vielleicht unter anderem aus der L'Oréal Werbung und als suffisante Ansagerin in Jan Böhmermann's ZDF Show.
00:03:03: lasst sich überwachen.
00:03:04: daher kenne ich sie kann nicht an dieser Stelle mal transparent machen und vor allem ist sie Vorsitzende des Verbandes deutscher Sprecherninnen.
00:03:12: das ist der Grund warum du heute hier bist um mit mir über dieses Thema zu sprechen bevor wir auf diesen Fall Netflix gleich kommen.
00:03:20: Anna-sophia Ganz allgemein, was bedeutet dir eigentlich deine eigene Stimme?
00:03:25: Oh Gott.
00:03:27: Ich meine ehrlich gesagt muss man das ja gar nicht unbedingt eine Sprecherin fragen.
00:03:30: ich könnte auch dich fragen Was bedeutet dir deine Stimme?
00:03:33: also ich denke immer dass ich habe einen Freund der in Stimme forscht und er festgestellt hat oder beziehungsweise aus verschiedenen Forschung zusammengetragen hat Dass die Stimme wie ein Fingerabdruck ist.
00:03:48: Also keine Stimme ist genau wie die andere.
00:03:51: Und in meinem Fall, da ich natürlich damit arbeite bedeutet das natürlich noch mal viel mehr.
00:03:57: Weil... Ich erzähle das immer!
00:04:00: Wir sind eine der faulsten Berufsgruppen weil wir das Glück haben dass wir während wir leben weiter uns weiter bilden also zumindest wenn es uns interessiert.
00:04:11: Also ich finde das wahnsinnig spannend wie Stimmmelodien sind was für Dialekte es gibt und was für Sprachen es auch gibt höre einfach Musik in Stimmen und dementsprechend ist meine Stimme mir wahnsinnig wichtig, weil ich ja auch sehe wie sie sich entwickelt hat.
00:04:27: Wie die sich mit der Entwicklung meines Charakters durch mein Leben eine Stimme verändert hat.
00:04:33: also insofern... Ich kann den Wert nicht beziffern und man muss auch Wert nicht immer bezifferen müssen im Geld sondern es ist halt ein Gefühl.
00:04:40: das bin ich!
00:04:41: Meine Stimme bin ganz tief.
00:04:42: ich
00:04:45: Erfährt glaube ich jeder der sich da mal drüber einmal vielleicht darüber Gedanken macht oder auch mit seiner Stimme irgendwie arbeiten.
00:04:52: das tut man ja in vielen Kontexten.
00:04:54: also nicht nur wenn man jetzt professionell Sprecherin ist, oder wie ich hier alle zwei Wochen im Podcast Mikro rein labert.
00:05:01: Sondern die Stimme ist ja in ganz vielen Kontexten, sei es im Verkauf.
00:05:05: Sei's egal wo spielt sie ja dann schon eine große Rolle wie sich jemand präsentiert, wie sich jemand darstellt.
00:05:11: und ich glaube auch wenn man schon mal in den Genuss gekommen ist ein Sprechunterricht zu bekommen oder Gesangsunterricht hatte ich auch mal ne Zeit lang merkt man, wenn man dann an seiner Stimme arbeiten heißt auch immer am eigenen Charakter arbeiten oder zumindest verstehen zu verstehen.
00:05:26: was ist denn dieser eigene Charakter?
00:05:28: Wer bind ich eigentlich?
00:05:29: und da ist die Stimme natürlich der Aufzug dessen.
00:05:31: Und das finde ich immer sehr faszinierend sich damit zu beschäftigen.
00:05:39: ausüben kannst.
00:05:41: und wie wunderbar man auch hören kann, wenn man die Kontrolle verliert zum Beispiel.
00:05:45: Also ich bin da ganz weit vorne muss ich sagen...
00:05:48: Was passiert, wenn du die Kontrollen verlierst?
00:05:52: Ich bin wirklich ein emotionaler Mensch!
00:05:54: Und ich habe vor einigen Jahren insbesondere tatsächlich als sie als die Arbeit stressiger und emotional anstrengender wurde entschieden dass ich meine Emotionen nicht unterdrücken werde weil ich auch denke, dass wir viel zu distanziert sind von unserem täglichen Leben und das auch dadurch kommt, dass we uns Emotionen verbieten.
00:06:20: Weil es sich nicht schickt!
00:06:21: Zum Beispiel, ne?
00:06:22: Also und weil sich lange irgendwie durchgesetzt hat das emotional sein ist unprofessionell sein.
00:06:28: Für mich ist es komplett anders.
00:06:30: tatsächlich kann ich so ein Release haben.
00:06:33: also wenn ich meine Emotionen durchkommen lasse dann bin ich mit mir angebunden Und ja dann zittert auch manchmal die Stimme und Manchmal verschlägt es mehr auf.
00:06:44: die Stimmer natürlich Aber Ich finde dass Es Ganz Wichtig Wenn wir miteinander zu tun Haben.
00:06:52: Manche Menschen denken, dass das vielleicht manipulativ wäre.
00:06:55: Aber ich glaube es ist was ganz anderes.
00:06:57: Es stellt in den Vordergrund, dass wir menschlich sind Dass wir Gefühle haben und dass wir leben.
00:07:04: Und wenn wir das alles ausschalten und sagen, es geht nur um Einsen und Nullen Es geht nur im Jahr Nein Dann verlieren wir ganz viele Farben auf dieser Welt.
00:07:13: Deswegen ist es mir eine Ehre im Grunde mein Emotion zeigen zu können
00:07:20: Und dann die Stimme natürlich, als auch da wieder Ausdruck dessen.
00:07:23: Weil ich habe das Gefühl oder beziehungsweise die Beobachtung ist ganz oft dass die Stimmme schon oft verrät selbst wenn Menschen sich so kontrollieren wollen und sagen nein ich zeig meine Emotionen jetzt nicht und ich werde jetzt nicht irgendwie zeigen wie es mir wirklich geht oder was mich gerade bewegt.
00:07:41: Die Stimme verrät einen manchmal dann weil dann zittert sie doch ein bisschen und man hat doch irgendwie das Gefühl der ging über auch wenn er wirklich kontrolliert nervös oder wütend, was auch in der Emotion ihn gerade bewegt.
00:07:53: Oder die Stimme wird brüchig wenn er emotional wird oder lauter genau.
00:07:58: Oder man redet schneller weil mir geht das ganz oft so wenn wir Dinge wichtig sind dann rede ich schneller plötzlich.
00:08:05: Weil
00:08:06: ich
00:08:07: ganz viel erzählen will dazu und diese ganz feinen Norsen in so einer Stimme die dann doch irgendwie sehr sehr viel mit transportieren neben dem Inhalte des Gesagten.
00:08:21: Das finde ich immer sehr, sehr spannend wenn man sich damit mit der Stimme beschäftigt.
00:08:26: Du hast jetzt schon so ein bisschen gesagt, deine Entwicklung.
00:08:29: natürlich entwickelt sich eine Stimme immer weiter auch wie man sich selber natürlich auch weiterentwickelt.
00:08:34: Ich würde so gerne so ein Bisschen auf deinen Werdegang kommen um damit wir einen Eindruck bekommen wie du auch arbeitest heute und was so deine Schwerpunkte sind.
00:08:44: Wie bist du zum Kunst des Sprechens denn gekommen?
00:08:48: Du bist ja auch zweisprachig aufgewachsen, also deutsch-amerikanisch.
00:08:53: Was sicherlich auch nochmal eine Besonderheit ist wenn man zwei Sprachen als Muttersprache sozusagen beherrscht.
00:08:59: Nimm uns doch mal kurz mit auf die Reise wie du zum Sprecherbusiness gekommen bist!
00:09:05: Ja es begab sich zu der Zeit.
00:09:08: Ich habe erstmal nach der Schule ganz normal studiert... untersprachlich gesprochen, aber das hat für mich jetzt außer dass ich mich umfassender verständigen konnte habe ich dem erst mal nicht viel beigemessen.
00:09:22: Und dann hab' ich angefangen zu studieren und habe Richtung Sprachen, ich hab Amerikanistik studiert, ich habe Phonetik studiert und Musikwissenschaft, aber ich hab tatsächlich so ein bisschen rumstudiert was auch... muss man ehrlich sagen, absolutes Privileg waren.
00:09:35: Ich meine nicht jeder kann einfach mal studieren und wenn einer fragt was willst du damit machen?
00:09:38: Sagen auch nix!
00:09:40: Ich kann das halt nur so und ich wusste nicht so richtig was ich machen wollte.
00:09:45: Ich wollte wirklich gerne Schauspielerin sein kam aber vom Dorf und da wird dir auch nicht wirklich beigebracht.
00:09:51: Was bedeutet das?
00:09:52: Da kann man zur Schule für gehen oder so.
00:09:54: Ich hab immer gedacht, ah du musst in Berlin wohnen und dann kommt auf der Straße jemand auf dich zu und sagt, du würdest in unseren Film passen!
00:09:59: Und da ich noch nicht in Berlin wohne werde ich wohl keine Schauspieler
00:10:02: mehr.
00:10:03: Dann hat sich das aber aufgeräumt.
00:10:06: als ich nach Köln gekommen bin und zu studieren habe ich Theater gespielt und dann sagte jemand naja wenn ihr das wirklich machen willst musst du schon zur Schauspielschule.
00:10:16: Das ist ja eine super Idee.
00:10:18: Und das habe ich dann tatsächlich auch verfolgt, bin aufgenommen worden und hab dann vier Jahre Schauspielschule gemacht und bin aber auch sehr dankbar dass sich vorher das Studium gemacht hat.
00:10:29: wenn es Schauspielschule natürlich sehr praktisch ist, sehr viel Emotionen und ich bin schon auch ein sehr logischer Mensch und da hilft ein Studium Kopf benutzen, denken Sachen formulieren.
00:10:42: Als ich fertig war, im letzten Jahr hatte ich eine Dozentin die sagte zu uns naja also wenn ihr dann jetzt fertig seid dann müsst ihr halt auf den Markt und ihr müsst euch selber Jobs besorgen.
00:10:51: Und ihr müsst selber sehen dass es in diesem Beruf vorangeht und ich kann euch nur empfehlen alles an Jobs aufzugeben was nicht mit dem Ruf zu tun hat damit ihr nicht in so ne Ruhe verfallt das ihr ja abgesichert seid und dass ihr dann das Schauspiel nicht mehr verfolgt schon tendenziell eher ein sicherheitsliebender Mensch.
00:11:13: Und deswegen habe ich dann gedacht, okay wie mache ich denn das?
00:11:15: Und da hatte die gleiche Dozentin gesagt man kann nebenbei mit dem Sprechen ganz gut Geld verdienen und dachte ich ja das ist irgendwie verbunden.
00:11:22: Das wäre ja ganz toll!
00:11:24: Dann hab' ich es angefangen und so online Portale habe ich Jobs gemacht.
00:11:28: Da stellte sich auf einmal heraus, dass dieses Englisch was ich ja einfach immer nur hatte ein totaler USP war.
00:11:35: Also das was Besonderes war, dass ich eben jetzt zum Beispiel Regie auf Deutsch machen konnte und es trotzdem muttersprachlich englisch klingen lassen kann und habe darüber den Großteil meiner Jobs dann gemacht und so drei Jahre gedauert in denen ich als Brecherin gearbeitet habe bis ich dann von diesem Beruf komplett leben konnte.
00:11:57: Und das war auch der Moment, wo ich dann gedacht habe, ich hab wirklich keine Lust mehr Schauspiel zu machen.
00:12:02: Weil ... Der Umgang miteinander komplett anders war.
00:12:05: Im Sprechen ist es alles sehr klar und du hast gute Arbeit gemacht.
00:12:08: Du wirst weiter empfohlen, du wirst wieder gebucht.
00:12:11: Du musst nicht vortanzen!
00:12:13: Also... Das war ein Riesenunterschied für mich also Ich bin da sehr pragmatisch würde ich sagen, dass ich ja schon auch Lebenserhaltungskosten habe.
00:12:23: Natürlich liebe ich meinen Beruf aber für mich war immer klar, ich muss irgendwie davon leben können.
00:12:28: Und das geht halt nicht, wenn du die ganze Zeit nur Kindertheater für fünfzig Euro am Abend machst.
00:12:32: Das war nicht mein Weg!
00:12:33: Das finde ich total in Ordnung, weil Leute das Leben hat aber nichts zu mir gepasst.
00:12:37: und wie gesagt nach drei Jahren hatte ich dann... Echt das Glück, da habe ich meinen letzten Kellner-Job komplett aufgegeben.
00:12:43: Weil ich hab nämlich nicht alles aufgegeben was nicht mehr im Schauspiel zu tun
00:12:45: hat.
00:12:46: Obwohl man vielleicht sagen könnte alle Schauspieler Kellnern auch mal ist
00:12:50: eigentlich auch.
00:12:52: Naja und dann seitdem arbeite ich vollzeit.
00:12:56: oder sagen wir hauptberuflich, es ist ja nicht Vollzeit, hauptsprecherin So zwei Drittel Englisch, ein Drittel Deutsch würde ich sagen.
00:13:04: Bin dann sehr in die Richtung Werbung gegangen.
00:13:06: Ich habe auch mal Synchronen gemacht.
00:13:07: Das war aber nicht meine Erfüllung.
00:13:11: Und ja weiterhin heute bei schönen Formaten Die auch ein bisschen theatralisch sind Wie zum Beispiel lasst dich überwachen Da kann ich immer sehr schön spielen Oder halt too hot to handle Germany Das macht mir auch wahnsinnig viel Spaß.
00:13:24: Aber auch Dokus und Werbespots finde ich großartig Alles was mit der Stimme passieren kann.
00:13:28: Jetzt hast du ja auch gesagt, so synchron war jetzt gar nicht so dein Steckenpferd.
00:13:34: Weil lasst dich überwachen zum Beispiel da merkt man es total.
00:13:36: das glaub ich auch.
00:13:37: das ist total Bock macht oder diese siffisante Ansagerin zu sein.
00:13:41: gleich haben wir euch und alle bewacht.
00:13:44: und so das ist glaube ich wie vieles Handwerk und wie viele Kunst beim Sprechen?
00:13:52: Insbesondere Synchron würde ich sagen, ist ein ganz krasses Handwerk.
00:13:55: Du musst erstmal Technik lernen bei dem Synkron weil es muss immer drei zwei eins und dann musst du sprechen auf die Lippe, du musst den Text eben zwar lesen aber der muss halt natürlich rauskommen.
00:14:05: und so das ist sehr viel Technik.
00:14:06: also Handwerk würd' ich sagen.
00:14:09: Aber generell ist das Handwerk dass du die Emotionen in deiner Stimme abrufen kannst Dass du nur außen hast.
00:14:19: Es gibt auch Leute, die so großartiges Handwerk haben weil sie halt so viele verschiedene Stimmen bedienen kann.
00:14:24: Muss ich sagen ist nicht mein Schwerpunkt da müsste ich mehr Zeit rein tun.
00:14:30: aber eben Handwerk ja Handwerk dauert halt musst du trainieren und so Ich habe keine verschiedenen Stimmen trainiert.
00:14:36: Aber was ich als Handwerk für mich immer hatte war sehr intim Sehr nahbar zu sein sehr im Kopf zu sprechen von jemandem und mich dem Inhalt voll herzugeben.
00:14:52: Also ich sage immer, ich öffne meinen Herz.
00:14:54: Das ist tatsächlich auch bei Werbung!
00:14:56: Ich glaube wir spüren das ob eine Stimme wirklich an uns ankommt und was von ihr gegeben wird.
00:15:03: Und es ist schwer zu beschreiben.
00:15:04: Wir müssten vielleicht Neurowissenschaftlerinnen sagen, was da genau passiert.
00:15:08: Aber so...das würde ich alles sehr viel als Technik sehen.
00:15:11: aber Kunst eben Da überschneidet sich das dann.
00:15:15: Also welche Emotionen setze ich wo an?
00:15:20: Nur weil ich möchte, dass sich jemand verliebt bedeutet es nicht, dass ich liebevoll mit ihm sprechen muss.
00:15:27: und Kunst ist halt Selbstexpression in etwas geben und eine Interpretation der Gegenwart zu geben.
00:15:40: Und das geht auch in dreißig Sekunden, also ich habe immer das Gefühl dass ich Kunst mache und dass ich einen Teil von mir weg schenke.
00:15:50: Also insofern, das wäre meine Definition davon.
00:15:54: Diese Frage... Das ist ne Frage die ja auch so in dem Business wo ich so mehr unterwegs bin, so Radio Podcasts Ja, auch in den letzten Jahren relativ hoch diskutiert wurde mit dem Aufkommen dieser KI-Tools der immer besseren technisch besseren Synthetisierung von Stimmen ist.
00:16:14: Was transportiert so eine Stimme eigentlich und wie kommt es dann beim Publikum?
00:16:18: Egal ob jetzt bei Werbung, beim Podcast im Synchron Wie kommt das an und so diese Diskussion?
00:16:24: Spürt das Publikum überhaupt einen Unterschied oder hört es einen Unterschied?
00:16:28: Oder ist es sogar ein Unterschied, ob es ein Unterschied hört oder spürt.
00:16:32: Also diese ganzen Fragen, wie blickst du darauf, wie das beim Publikuum ankommt?
00:16:37: am Ende also glaubst du daran weil du hast jetzt gesagt dass man spürts schon wahrscheinlich dass man eine echte Emotion transportiert und da mehr ist als irgendein technische Vorlesestimme von ihr oder den Transport reinem Inhalt.
00:16:55: Wie blickst du auf diese Frage, ob das Publikum diesen Unterschied wahrnimmt und wie wichtig ist ein Publikuum?
00:17:01: Oder ist es auch von Form zu Form dann zu unterschiedlich um deine pauschale Antwort zu geben?
00:17:07: Also ich finde dass ganz oft von Menschen es beurteilt wird die gar nicht in dem Bereich sind.
00:17:18: Die den Prozess verstehen.
00:17:21: Wir sehen immer wieder, wenn Leute ins Studio kommen sind die total baff, oh mein Gott was ist da?
00:17:24: Was spielt da alles für eine Rolle?
00:17:26: und wir könnten das aber ganz sachlich betrachten weil mir zum Beispiel ich habe ja eben schon gesagt NeurowissenschaftlerInnen müssten dazu etwas sagen.
00:17:34: Dazu gibt es Forschungen.
00:17:37: Claudia Rosvando wirds beispielsweise hat ne Forschung gemacht wie das Gehirn auf synthetisches Audio reagiert ob es eine tatsächliche Stimme oder ein synthetisches Audio hört.
00:17:51: Und zwar ging es nicht darum zu verstehen, was dieses Audio sagt.
00:17:55: Sondern nur, was passiert im Gehirn währenddessen?
00:18:00: In ihrer Forschung – die sie noch vertiefen wird – aber in Ihrer Forschung kam raus, dass bei der Wahrnehmung von synthetischem Audio im Gehören das Belohnungszentrum nicht angesprungen ist.
00:18:12: Was ich sagen würde, ist schon sehr relevant wenn ich eine Botschaft habe.
00:18:17: Also in allen Bereichen, insbesondere bei denen die so gerne gerade einsparen wollen ist es sehr wichtig dass die Botschaft bei den Publikum ankommt.
00:18:27: Also Werbung oder E-Learnings oder Imagefilme also das sind ja meistens Informationen die irgendwie hängen bleiben sollen und das Publikums dazu animiert wird etwas damit zu machen.
00:18:39: wenn das Belohnungszentrum nicht anspringt dann ist ein essenzieller Teil dieser Wahrnehmung nicht vorhanden.
00:18:47: Und da würde ich doch argumentieren, dass man durchaus das Interesse haben sollte, da weiterzuforschen wenn man beim Publikum eine Reaktion auslösen möchte.
00:18:58: Weil bisher ist es tatsächlich so, dass zum Beispiel Texte von synthetischem Audio vertont die Informationen nicht solange erhalten bleiben und beim E-Learning z.B.
00:19:09: zu Sicherheit finde ich das schon wichtig, wenn das irgendwie bleibt.
00:19:14: Und ich würde sagen, dass das Publikum sich auch die Frage stellen darf ob es nicht wert ist von Menschen unterhalten zu werden und nicht einfach nur mit so einem synthetischen Schnuller abgespeichert abgespeist zu werden.
00:19:32: Also weil das große Narrativ ist wird ja viel günstiger durch synthetische Aufnahmen.
00:19:39: Super!
00:19:40: Kommt das beim Publikums an?
00:19:41: Ist jetzt günstig das Angebot?
00:19:43: Ich glaube nicht.
00:19:45: Das ist für mich immer so.
00:19:46: die Frage.
00:19:47: Insbesondere da, wo halt eben was verkauft werden soll, frage ich mich immer, ist das produktbillig?
00:19:52: Also insofern ... Ich kann das natürlich nicht als Wissenschaftlerin beantworten aber da ich weiß, was dazu gehört, das umzusetzen und wie wenige Menschen auch im Premiumbereich arbeiten würde ich sagen, da ist ein sehr großer Unterschied.
00:20:09: Und jemand der sagt ja das ist ja so ein Radiospot, der ist mal eben schnell gemacht und sagt Ja gut wenn er vorher billig war, war der auch vorher schnell gemacht.
00:20:18: also so ist nicht.
00:20:19: wir können auch mit Menschen sehr mittelmäßige Arbeiten produzieren wenn wir kein Geld haben.
00:20:24: Das ist überhaupt kein Problem.
00:20:26: Ja, das ist glaube ich auch ein wichtiger Punkt.
00:20:29: Genau, das sind natürlich Qualitäten nicht nur weil der mehr in einem Mensch dann spricht automatisch die Qualität höher ist.
00:20:35: Da gehört ja noch viel mehr dazu.
00:20:37: Weil ich finde so dieser Aspekt spannend sollte uns unser Publikum dass nicht wert sein, dass da wirklich eine menschliche Stimme dahinter steckt.
00:20:47: Ich glaube es ist auch etwas was wir im Podcastbereich relativ stark sehen Der erfolgt von Podcast ja auch da herrührt oder vor allem daher rührt, dass ich das Gefühl habe.
00:20:56: Da redet jemand mit mir und oder Ich kann bei einem Gespräch dabei sein oder wie auch immer.
00:21:03: Und ich glaube es ist ein ganz wichtiger Aspekt des warum viele leute podcast hören.
00:21:07: und das Interessante weil podcast ist Ja die Leute auch dran dran bleiben.
00:21:10: also wenn man einmal fan eines podcast ist bleibt man Das ja auch und das hat glaube ich ganz viel mit dieser menschlichen Beziehung zu tun.
00:21:18: ganz abgesehen davon, ob man jetzt im ersten Moment auseinanderhalten kann ist eine Stimme jetzt synthetisiert oder nicht.
00:21:25: Aber ich glaube über die langfristige, über die längerfristige Beziehungsarbeit zwischen einem Medium einer Marke einem wie auch immer einer Serie spielt das glaube ich eine große Rolle.
00:21:35: Ich glaub so diese Längerfristigkeit ist da glaube ich ein relativ wichtiger Aspekt.
00:21:39: Ja und auch wie angenehm?
00:21:41: Wie fühle ich mich beim hören also auch körperlich.
00:21:44: Also ich habe gerade Vor ein paar Tagen war ich auf einer Präsentation.
00:21:49: Da wurden verschiedene synthetische Stimmen präsentiert und ich weiß, ich habe ein geschultes Gehör aber wir alle reden ja miteinander und wie du ganz am Anfang gesagt hast wenn du nervös bist dann sprichst du vielleicht schneller oder so.
00:22:07: und all diese Stimmen die ich gehört habe selbst die vom Klang her natürlich waren hatten eine wahnsinnig anstrengende Stimmführung Als es wäre, als wenn wir die ganze Zeit so miteinander reden würden.
00:22:18: Und ich würde dir erzählen was ich heute noch den ganzen Tag mache und zu riesigen und Nebenwirkungen lesen, die Packungsbehandlung und so.
00:22:23: Boah wie kann ich das hören?
00:22:28: Mir macht das... Ich krieg da wirklich Herzrasen dabei, das Gefühl.
00:22:33: Dann habe ich überhaupt nicht zugehört, was da gerade angekommen ist, was ankommen sollte bei mir.
00:22:43: kommt dann wieder zurück zu Technik und Handwerk.
00:22:48: Wenn wir professionell sprechen, wir haben das ganz häufig zum Beispiel wenn ich ein Werbespot mache, dann hast du dreißig Sekunden und dann wird der meistens mit so einem Layout von einer KI-Stimme drüber gemacht und sagt ja so!
00:23:03: Wir haben das schon mal gemacht mit der KI Stimme, das passt also dann kannst Du den jetzt aufnehmen und wenn er ordentlich eng getextet ist stellst Du immer wieder fest dass das Jahr mit der KAI Stimme passt das da drauf.
00:23:13: aber sobald der Text Emotionen, Untertöne, Intention haben soll.
00:23:19: Passt es nicht mehr?
00:23:21: Weil wir sprechen mit Pausen!
00:23:22: Wir sprechen mit Denken und mit Stille, mit Betonung – und das verändert Silben.
00:23:30: Es ist nicht, jede Silbe ist nicht gleich lang wenn... unterschiedlich gesprochen wird, mit unterschiedlichen Inhalten.
00:23:36: Und das ist etwas was komplett hinten überfällt weil dann ist es halt nur technisch okay da passen zwanzig Silben drauf.
00:23:42: super passt jetzt mach mal schön.
00:23:45: Also das finde ich schon sehr wichtig.
00:23:48: Ist das Netflix nicht wichtig?
00:23:52: Hast du Netflix auch immer gefragt?
00:23:54: Elegant
00:23:54: der Übergang?
00:23:57: Ich kann das nicht sagen.
00:23:58: also Ich weiß es nicht.
00:24:02: Ich weiß auch manchmal gar nicht, ob es darum geht wirklich synthetische Stimmen zu machen oder vielleicht ganz andere Geschäftsfelder aufzudecken mit diesen Trainingsdaten weil Trainings-Daten sind halt gerade sehr, sehr wertvoll.
00:24:16: Das weiß jede Firma die in künstlicher Intelligenztechnologie unterwegs ist.
00:24:22: ohne Trainings Daten gibt's halt nichts.
00:24:24: und ich meine Wir haben auch jetzt Dinge auf Netflix, die nicht hochwertig synchronisiert sind.
00:24:32: Also so ist nicht!
00:24:34: Aber prinzipiell würde ich sagen wenn das Angebot immer teurer wird hat man große Probleme das zurechtfertigen wenn der Aufwand immer günstiger wird.
00:24:44: Bevor wir jetzt da ein bisschen einsteigen wie vielleicht auch der aktuelle Stand ist und wie es da eventuell weitergehen kann dass wir einmal so'n Gefühl für die SprecherInnen-Szene in Deutschland bekommen.
00:24:57: Wie groß ist sie eigentlich?
00:24:58: Weil natürlich, man hört ja relativ viele Stimmen an relativ vielen Stellen also das ist ja auch eine Synchronsprecherin jetzt mehrere bekannte Schauspielerinnen zum Beispiel irgendwie synchronisiert und so... Also von was für einer Branche sprechen wir da wenn wir jetzt erstmal auf die die SpREcherInnbranche schauen und diesen Fall Netflix dann gleich ein bisschen besprechen werden?
00:25:19: Es ist so schwierig, ne?
00:25:21: Weil es gibt ja keine wirklichen Erhebungen mehr.
00:25:23: Wir werden ja nirgendwo geführt irgendwie und haben auch keinen Ausweis wo spezielle Sprecherinnen... Ist ja wie alle kunstschaffenden Berufe gefühlt nicht geschützt.
00:25:32: Jeder kann sich Sprechern nennen.
00:25:34: Ja, im Journalismus
00:25:36: muss er auf das Gleiche.
00:25:37: Und nach der Pandemie haben das auch viele gemacht weil man hat ja ein Mikro gekauft und bin hier zu
00:25:41: sprechen.
00:25:45: Bei der Sache mit Netflix, mit den SynchronensprecherInnen geht meines Wissens nach um etwa tausend Sprecherinnen, die regelmäßig
00:25:54: für
00:25:54: Netflix arbeiten.
00:25:56: Und schon viel würde ich sagen.
00:26:00: und sie sind dann so verstreut auf die Synkronenstädte das sind vorwiegend München Berlin und Hamburg.
00:26:07: in Köln wird manchmal ein bisschen synchron gemacht aber das ist keine große Synchronen-Community.
00:26:11: in den anderen drei Städten wird es wirklich sehr sehr viel gemacht und Berlin und München insbesondere leben Leute voll vom Synchron.
00:26:20: Und die Verträge, die da vorgelegt werden beim Synchronen funktionieren so dass du jedes mal wenn du ein Projekt hast eine rechte Abtretung unterschreiben
00:26:29: musst
00:26:30: und das diese Rechteabtretungen die du vor Ort unterschrieben musst.
00:26:33: die wurde Anfang des Jahres dann geändert und enthält dieser allumfassende Klausel das Netflix Die Aufnahmen zu KI Trainingszwecken verwenden darf mit der Begründung damit sie immer mit dem neuesten System arbeiten.
00:26:53: Interessante Begründung eigentlich.
00:26:55: Das steht mit in der Klausel drin und es ist halt auch nicht näher definiert, also sagen wir ganz ehrlich das könnte alles so nichts sein?
00:27:01: Ja ich wollte gerade sagen, ich versteh's auch nicht so richtig irgendwie.
00:27:05: Doch!
00:27:06: Alles!
00:27:07: Ja ja alles, ja interessant Dieser Fall Netflix bebetet sich ja, finde ich so ein bisschen einen in die größere Frage.
00:27:21: Wie sich das Business der Sprecher überhaupt durch diese Durchdringung der großen Streaming-Riesen auf den KronensprecherInnen speziell natürlich blicken?
00:27:32: Das hat sicher eh schon verändert dadurch.
00:27:35: Es gibt viel mehr Auswahlangebot.
00:27:38: Da könnte man erst mal meinen, dass es eigentlich gut für so ein Kronsprächern gewesen ist.
00:27:43: Mehr Jobs ist auf jeden Fall gut.
00:27:45: Aber leider bedeutet mehr Jobs nicht mehr Geld und wenn das Angebot immer günstiger umgesetzt werden soll, dann leidet natürlich auch die Qualität darunter.
00:27:58: Dann werden natürlich auch Leute, die einen Anspruch haben weil sie eine Erfahrung haben, weil sie einen Können haben und deswegen da bestimmte Engagen aufrufen Schwierigkeiten haben.
00:28:10: Und ich weiß... also mich hat jemand mal gefragt so hat man denn dann nicht irgendwie so Macht, wenn man die Stimme von ist?
00:28:17: Also am Ende des Tages sind wir alle immer noch Schauspielende.
00:28:21: Die halt spielen wollen und damit kann man uns immer noch sehr gut erpressen.
00:28:25: Und jetzt gerade sind ganz viele Stimmen von Nicht-Bereit zu arbeiten weil sie einen Wert und eine Qualität bieten und nicht bereit sind ihre Aufnahmen dafür Trainingszwecke freizugeben und noch unvergütet.
00:28:44: Und da sind natürlich Leute, die gerne in diesem Bereich eindringen wollen und sind sofort bereit – weiß ich nicht Jennifer Lopez zu sprechen oder Jason Momoa….
00:28:57: und das ist dann auch vollkommen egal ob die das können!
00:29:00: Das ist halt Stimme drauf, ne?
00:29:02: Ja
00:29:04: sie machen's.
00:29:04: Sie machen es!
00:29:05: Genau und ich meine das ist für sie auch ein bisschen kurzsichtig gedacht denke ich so, weil unabhängig davon ob du da jetzt auf die Stimme darauf kommst du unterschreibts ja weiter in diesen Vertrag also du sagst halt ja klar darfst du einfüttern was ich gemacht habe.
00:29:18: Für mich ist das halt immer so eine... Also so eine Unglaublichkeit.
00:29:22: Ich weiß, wie es war vier Jahre lang zur Schauspielschule zu gehen.
00:29:25: Erstens was das gekostet hat, zweitens was psychisch gekosted hat körperlich auch.
00:29:29: also meine Physiotherapeutin sagt immer ihr macht echt Raubbau am Körper!
00:29:33: Also wir haben uns rumgeschmissen und... Wir haben alles gemacht um am Ende irgendwie diesen Zettel in der Hand zu haben und zu sagen jetzt kann ich auf die Großen füllen Was ja auch nicht der Fall ist, du bist ja dann nicht fertig und erwarten alle nur auf dich.
00:29:47: Sondern du musst dich einsetzen das machen zu können.
00:29:51: Und interessanterweise je weniger es dir... Also je weniger dein Druck existiert um so größer die Chance dass du den Job kriegst was total bescheuert ist weil wir natürlich alle auf den Markt kommen sagen ich will endlich spielen und gebucht werden und vor die Kamera und dann nach all diesem Dreck so, denke ich mir.
00:30:12: Naja jetzt können wir davon leben vielleicht wenn wir Glück haben unter bestimmten Bedingungen.
00:30:17: und da möchte ich auch noch mal sagen also so ein Kron-Sprecherin zu sein ist jetzt nicht im goldenen Käfig wohnen das ist eine Entscheidung.
00:30:24: dass es einen Idealismus das durchzuführen Das ist viel Arbeit das ist viel Zeit die da reinfließt ist okay vergütet aber also wirklich nichts hat nichts mit den Einspielsummen zu tun die solche Filme halt am boxoffice machen können.
00:30:40: Und dann dieses Instrument, was auch noch Teil von mir ist in diesem Fall.
00:30:48: Das einfach einem Konzern zur Verfügung zu stellen – das verstehe ich nicht!
00:30:53: Kann ich nicht nachvollziehen?
00:30:55: Das ist genau diese Ebene, die es halt größer macht als die Synchronsprecherinnen jetzt einfach nur.
00:31:08: Das Argumente habe ich in der Vorbereitung gelesen.
00:31:09: Ist jetzt nicht mein Argument, aber es stand... Ich weiß ehrlicherweise auch nicht mehr wo es stand und auch da war's nur zitiert.
00:31:18: deswegen ist das ein bisschen halb gar gerade.
00:31:20: Aber das kann man im Podcast ja ab und zu mal machen ist so dieses Jahr.
00:31:24: Man könnte ja auch sagen so SynchronsprecherInnen ist ja eh ein aussterbender Beruf weil die Leute gucken ja eh nur noch sowieso im Original auf Netflix und damit Untertiteln.
00:31:33: Deswegen wird Diese werden diese Synchronstimmen auch immer unwichtiger, ob das dann am Ende irgendwann eine KI für den Restistis noch machen oder nicht.
00:31:40: Ist ja irgendwie egal und da stemmt sich eine kleine Branche dann gegen ihren Untergang der sowieso kommt so ein bisschen sinngemäß.
00:31:49: So genannt davon abgesehen dass ich das finde relativ Privilegierte Sicht halt, weil Leute nicht alle gucken.
00:31:57: Filme und so gehen auf Originaltonen das ist ja auch eher einer sagen ich mal bildungsbürgerlichen Schicht wahrscheinlich vor enthalten dass man das ja so macht und alle die auf Deutsch gucken sind irgendwie übernausend oder so.
00:32:09: also ich glaube es ist auch eine ziemlich schon auch eine elitäre Sicht ist.
00:32:13: das ist vielleicht aber nur dazu.
00:32:17: Warum ist es aber davon abgesehen, wie jetzt den Kronensprecher in diesem Fall weitergeht und was das für die bedeutet?
00:32:25: Ein Fall der uns alle angeht.
00:32:28: Ja also erst einmal würde ich dir beiplichten, dass es eine total elitäre Sicht ist.
00:32:32: Das ist ein totale Blase auch wenn ich das total nachvollziehen kann.
00:32:36: Auch vom Schauspiel her alles stimmen Sprachen sind sehr unterschiedlich.
00:32:41: Also überhaupt kein Problem auch mal mit Untertiteln zu gucken.
00:32:44: Es gibt aber genügend Leute, die da gar keinen Bock drauf haben.
00:32:46: Also sie wollen einfach auf dem Sofa sitzen und entspannen und nicht lesen.
00:32:52: Und auch das ist berechtigt!
00:32:57: Und ich sage es noch mal... Das Angebot wurde nicht günstiger.
00:33:01: Das Angebott kostet das gleiche, auch wenn jetzt auf einmal kein Synchron mehr da wäre oder billigeres Synchron.
00:33:06: Und zu deiner Frage... Was war denn eine Frage?
00:33:15: Warum?
00:33:17: Ich hab jetzt schon viele Schubladen aufgemacht, das stimmt.
00:33:22: Das waren
00:33:24: meine Fragen eigentlich.
00:33:26: Zu dem was du noch sagst und dann stelle ich sie nochmal weil das finde ich interessant.
00:33:30: Weil das ist nicht nur eine elitäre Sicht sondern auch so ne sehr westliche Sicht am Ende weil ich glaube auch immer mehr Produktion.
00:33:38: wir haben ja zum Beispiel sowas wie Squid Game gesehen und so aus anderen Märkten aus asiatischen Märkten im Südamerika gibt es ganz viele tolle Serienfilme.
00:33:49: Das wird ja auch immer mehr wahrscheinlich zu uns kommen und da brauchen wir dann auch eine Synchrone, gute am besten.
00:33:55: Und das ist dann nicht mehr... Englisch beherrschen vielleicht noch die viele Leute aber bei spanisch oder koreanisch sieht's dann wahrscheinlich bei vielen schon eher weniger danach aus.
00:34:06: also der Markt globaler und das verändert dann diese Sicht vielleicht auch noch mal.
00:34:12: Aber meine Frage war, warum das ein größeres Thema ist als einfach nur für die Synchronflächen.
00:34:18: in Warum geht uns das alle was an?
00:34:19: Also diesen Vertrag den Netflix dann dahin liegt und sagt hier gibt uns eure Daten oder ihr seid für uns nur noch Datenlieferant.
00:34:30: Ja genau also das ist letztendlich der Kern des Ganzen.
00:34:33: Wir kommen mit Arbeitsmitteln zur Arbeit bei uns sind sie halt mit verbunden.
00:34:41: Und wir dürfen jetzt an der Tür dann unsere Arbeitsmittel abgeben, damit die für ein Konzern weiter Gewinne generieren können in irgendeiner Form.
00:34:50: weil so wie sie davon nicht abrücken hat das einen ganz großen Wert.
00:34:56: Und das wissen wir ja auch durch die anderen Modelle mittlerweile, dass diese Modelle vielleicht ein Algorithmen enthalten, die etwas berechnen können.
00:35:03: Die können das aber nur auf Basis von Daten berechen und ohne die Daten ist es dann halt einfach eine leere Box und die kann da drinnen berechnend was will kommt halt nichts raus weil nix reingegangen ist.
00:35:15: Ich finde das für alle so wichtig, weil wir haben gerade ganz viele Prozesse die laufen in den USA, China oder Deutschland.
00:35:26: Um die Frage dieses Training mit diesen urheberrechtlich geschützten Werken ist es zulässig und ist das vor allen Dingen unvergüte Zulässig?
00:35:36: Und der Tenor global ist – nee, das ist nicht zulässige!
00:35:40: Das sind Werke für die wir Zeit- und Energie investiert haben.
00:35:46: Die stehen Konzernen nicht zu als Ja, als Ressource die sie einfach benutzen dürfen und dafür niemanden kompensieren müssen.
00:35:58: Und für alle ist das wichtig weil in unserem Fall es ist ja noch mal so speziell weil sich eben auch um datenschutzrechtlich relevante Daten handelt.
00:36:06: also wenn ich mir vorstelle dass Natürlich haben Filme synchronisiert und dann ist irgendwie das starre Audio wahrscheinlich bei Netflix irgendwo auf einem Server.
00:36:14: Okay, fine!
00:36:15: Das war schon immer so.
00:36:16: aber es spielt doch eine ganz große Rolle ob irgendwo ein Sprachmodell abgelegt ist was meine Stimme kopieren kann also was ja komplett ganz andere Missbrauchsrisiken hat als ein starres Audio.
00:36:32: Wir haben überall mittlerweile, wenn wir irgendetwas nutzen was kostenlos ist.
00:36:36: Ist klar deinen Daten gibt man hier ab.
00:36:38: sag mal ja kein Problem klick hier die agb an und so.
00:36:42: aber ich finde wir dürfen uns durchaus darüber Gedanken machen wie wir in Europa miteinander recht weiter einhalten möchten und wer hier wen kontrollieren darf.
00:36:56: Wenn es Usus wird, dass wir bei der Arbeit unsere persönlichen Daten abgeben müssen.
00:37:01: zum Beispiel jeder muss einen Fingerabdruck abgeben an der Tür weiß ich nicht fände ich bin binglich.
00:37:07: Ich finde es auch bedenklich, wenn wir überall Kameras haben draußen auf der Straße.
00:37:11: Weil klar!
00:37:11: Wir können immer gucken, wer in einer Scheiße baut.
00:37:13: Aber das ist so ein bisschen dieses ich hab ja nichts zu verbergen Argument und das zieht einfach nicht.
00:37:18: Wir haben Anspruch darauf, nicht unter Generalverdacht zu stehen.
00:37:22: Genauso wie ich, wenn ich einen Beruf ausübe, Anspruch drauf habe dass ich damit persönlich nicht in Schwierigkeiten komme und dass ich nicht einen persönlichen Teil von mir an der Tür mit... abgeben muss, um zu arbeiten.
00:37:37: Weil es eben die Macht verschiebt.
00:37:40: und die Situation, die wir mit Netflix gerade haben ist halt ja du musst ja nicht unterschreiben.
00:37:44: Das richtig!
00:37:44: Du musst nicht unterscheiden dann arbeitest du halt nicht.
00:37:47: aber da sind viele Punkte in diesem Vertrag drin die laut Rechtsgutachten von Spirit Legal nach deutschem Recht nicht in Ordnung sind Und natürlich wäre ich diesen Vertrag dann nicht unters schreiben.
00:37:58: Aber wie kann das denn sein dass ein Konzern auf deutschen Boden wie sagt man Geschäfte macht?
00:38:05: Und dann dieses... und dann sagt, das muss aber nicht nach deutschem Recht sein.
00:38:09: Weil wir sind ja immer genug Leute die das machen.
00:38:12: Da fühle ich mich wirklich also uns als Kundschaffende von der Politik auch so ein bisschen alleine gelassen weil wie gesagt es betrifft nicht nur uns!
00:38:20: Wir sind nur der Anfang wenn es sich durchsetzen sollte dass Stimmen, die eben von umfassenden Rechten geschützt sind einfach so eingefüttert werden können ohne Vergütung und ohne ein ehrliches Einverständnis.
00:38:33: Das Einverständnis ist ja unter Druck gegeben worden.
00:38:36: Dann bedeutet das, dass letztendlich alle Daten von allen Bürgerinnen einfach eingefüttert werden können.
00:38:43: und dann fängt es mit Urheberrecht an Musik, Texte, Stimmen – alles Mögliche!
00:38:49: Und dann geht es weiter mit anderen Persönlichkeitsmerkmalen und ich denke, dass das nicht unserem gemeinsamen gesellschaftlichen Vertrag entspricht.
00:39:00: Das berührt ja wirklich allein juristisch schon unglaublich viele.
00:39:05: Du hast das angesprochene Urheberrecht, Leistungsschutzrecht, Persönlichkeitsrechtsdatenschutz also diese ganzen Themen alleine und du hast das Gutachten angesprochen was ja dann auch sehr klar feststellt Also das ist aus juristischer Perspektive, ist es nicht zulässig so einen Vertrag nach deutschem oder europäischem Recht irgendwie vorzulegen.
00:39:29: Aber Netflix macht's halt weil sich vielleicht dann doch wieder Leute finden du hast sie ja gerade angesprochen die dass dann noch trotzdem machen und dann halt irgendwie die Jobs dann kriegen.
00:39:42: erst mal wie das in Zukunft aussieht ist natürlich die Frage was passiert mit diesen Daten entstehen oder welche synthetischen Möglichkeiten hat Netflix dann am Ende?
00:39:52: dadurch, das sind die großen Fragen glaube ich um dies da geht.
00:39:57: Du hast es angesprochen am Ende.
00:40:00: Das sage ich immer ist so schon die Frage wie viel wäre ist uns unser eigenes menschliche noch, also weil das ist ja am Ende was wir uns da fragen.
00:40:11: Natürlich können wir argumentieren ja es ist dann halt günstiger und wir könnten vielleicht noch mehr synchronisieren.
00:40:16: und keine Ahnung dass das mag alles sein das sind ja die Argumente die oft kommen.
00:40:21: oder Ich weiß auch schon, dass wenn man so ein Gespräch wie heute, wie wir das führen.
00:40:26: Dann gibt es dann immer die Stimmen, die sagen ja aber ihr seid ja Technologiefeinde nur weil es ist ja die Technologie gibt's und die kann man ja einsetzen und da gibt es ganz viele tolle Möglichkeiten.
00:40:35: Ich glaube darum gehts gar nicht.
00:40:37: Es geht gar nicht darum mit KI zu arbeiten um sie gar nichts zu nutzen und zu sagen Das muss alles weg und das ist alles Teufelszeug sondern einfach die klaren rechtlichen Grundlagen einzuhalten, die wir eigentlich haben die aber einfach, wo sich diese Konzerne darüber hinwegsetzen und sagen, es ist mir doch egal.
00:40:57: Und dann aber auch am Ende zu fragen was macht denn unser Miteinander?
00:41:01: Was macht Kunst am Ende irgendwie aus?
00:41:04: Und was ist das, was uns als Menschen prägt?
00:41:06: Ich glaube, dass steht voll in diesem Fall der jetzt erstmal im Kern nur ein paar Synchronsprecherin, um das mal Flaps nicht zu sagen, bespricht betrifft.
00:41:16: ich glaube du hast es deutlich gemacht wie wie viel mehr das betrifft oder welche großen Fragen es am Ende betrifgt.
00:41:25: Ich glaube halt, wir dürfen uns schon die Frage stellen ob eine Technologie für uns arbeitet?
00:41:31: Oder wir für eine Technologie?
00:41:33: Weil wir haben aktuell sehr unterschiedliche Modelle.
00:41:38: Es gibt Modelle, die haben absolut ihre Berechtigung.
00:41:40: Analytische künstliche Intelligenz-Technologie finde ich in vielen Bereichen sehr sinnvoll wenn sie zuverlässig arbeitet.
00:41:49: Aber für generative KI im kreativen Bereich haben wir bisher, außer ja geil es ist alles viel günstiger.
00:41:58: Weil die Daten nicht bezahlt werden noch keine wirkliche Beweise.
00:42:04: Zumal wir auch eben die ganzen Kosten, die tatsächlich für unseren Planeten und unsere Gesellschaft anfallen gar nicht inkludieren.
00:42:12: natürlich zahle ich gerade kein Geld für das Modell.
00:42:15: supergeil damit wird es alles verwenden.
00:42:16: aber wenn irgendwann ein Modell Gewinner abschwerfen möchte, muss es exorbitant mehr kosten als das was es jetzt tut.
00:42:24: Dieses Argument, dass wird dann ja günstiger trägt ja auch nicht sehr weit.
00:42:28: also das ist vielleicht im ersten Moment günstige.
00:42:32: aber so die ganzen Folgekosten.
00:42:33: du hast die die immensen Umweltbelastungen die durch KI-Server und Serverfarmen entstehen angesprochen.
00:42:41: nur hast angesprochen dass wenn Leute dadurch günstiger produziert werden kann ins präkariat geschickt werden und dann irgendwie also denn das veränden verändert ja auch eine gesellschaft und da entstehen auch rorende kosten auf der anderen seite wenn man zu Ende denkt, wie du das ja gerade gemacht hast.
00:43:02: Bei euch fängt's an sozusagen und dann betrifft es ja immer mehr Bereiche.
00:43:06: Da werden ja auch gesellschaftliche Kosten entstehen die wir grad glaube ich noch nicht abschätzen könnten wenn der Weg jetzt einfach so weitergeht dass diese Konzerne sagen wir setzen uns über alles hinweg...
00:43:15: Ja!
00:43:16: Und
00:43:16: bei wem landet er Gewinn?
00:43:17: Genau!
00:43:18: Also
00:43:18: landete er bei der Gesellschaft.
00:43:20: geht es darum bedingungsloses Grundeinkommen für alle möglich zu machen?
00:43:25: oder was ist die Frage?
00:43:26: Weil wir wissen ja auch zum Beispiel, dass die Modelle darauf angewiesen sind weiterhin Menschen gemachte Daten zu erhalten.
00:43:33: Aber gerade die Kunstschaffenden... Was ist der Ansporn, Kunst zu schaffen wenn sie davon nicht leben können und wenn Sie eigentlich nur Kunst produzieren um sie in einer Maschine einzuspeisen.
00:43:45: Also das ist nicht der Grund, warum wir das machen!
00:43:48: Es gibt ja auch genügend Menschen die von Kunst nicht gut leben können und trotzdem nicht aufhören, Kunst zu machen.
00:43:53: also da ist sehr viel Idealismus dahinter.
00:43:56: und warum sollten wir jetzt auf einmal pragmatisch sein?
00:43:58: Und sagen oh hab vergessen dass der Konzern auf mich angewiesen ist.
00:44:04: alles für den Konzernen alles für dem Club verstehe ich
00:44:10: nicht.
00:44:11: Das ist eigentlich dann jetzt die gute Überleitung, um noch mal zu dem Fall zurückzukommen.
00:44:18: Du hast es gerade auch schon mal zwischendurch selber angedeutet, dass du das ja auch gefragt wirst... Wie viel Handhabe hat man denn gegen sowas?
00:44:26: Natürlich kann man sagen, wir haben jetzt die klare oder das klare Gutachten.
00:44:31: Dass es nicht legal ist nach unseren Rechtsstandards was Netflix da macht.
00:44:37: aber wie groß ist der Druck den ihr auf Netflix ausübt?
00:44:41: also der Boycott sind ja durchaus einige hundert Sprecher in die Netflix gerade boycotieren die das nicht unterschreiben wollen und Dadurch ja dann Stimmenvielfalt verloren gehen wird, wenn das so weitergeht.
00:44:55: Auch bei Netflix in den Synchronisationen und immer noch viele Menschenhöhe diese Serien mit diesen Synchros schauen wie wir gerade auch schon besprochen haben.
00:45:03: Also was sind eure Druckmittel?
00:45:04: Und was sind so Szenarien, wie es jetzt weitergehen kann?
00:45:08: Wie blickst du darauf?
00:45:09: Ja also ich meine erst einmal ist natürlich der Druck auf die Seite der Sprecher immens.
00:45:15: Also muss ihr vorstellen zwei Monate lang nicht zur Arbeit zu gehen ohne Kompensation ohne soziale Netze da wirklich.
00:45:23: Natürlich ist Netflix nicht der einzige Auftrag für viele, aber für manche schon also für manchen bedeutet das halt wirklich Existenz.
00:45:30: gerade Das zeigt auch wie wichtig es den Personen ist und dass es hier nicht darum geht einfach nur ein paar bessere Bedingungen irgendwie zu haben und so wir hätten gern zehn Euro mehr die Stunde.
00:45:44: Der Weg weiter wäre Den Vertrag kann man rein rechtlich wahrscheinlich nur angreifen, wenn er unterschrieben wurde und dann dagegen geklagt wird.
00:45:52: Das ist eine Sache wo wir von fünf Jahren mehreren fünfstelligen tausend Euro Beträgen sprechen.
00:46:00: Ist nicht mal eben so gemacht.
00:46:03: Der wünschenswerte Weg wäre natürlich das Netflix diesen Vertrag aussetzt und sagt okay wir verhandeln neu.
00:46:10: anscheinend es mit euch nicht gesprochen worden was sich übrigens auch als eine Partnerschaft auf Augenhöhe wie sie propagiert wird, auch bezeichnen würde.
00:46:19: Dieses Ja wir hören euch es ist aber vollkommen egal ist keine Augenhöhe.
00:46:25: Wir werden weitere juristische Schritte begehen.
00:46:28: da sind wir jetzt gerade dran.
00:46:31: Die werden wir den nächsten Wochen dann mitteilen.
00:46:32: die kann ich jetzt hier leider nicht sagen.
00:46:35: Und Weiterhin ist die Aufmerksamkeit auch in der Öffentlichkeit sehr groß.
00:46:41: also wir spüren auch das auch gerade im journalistischen Bereich.
00:46:45: Also aktiv wird gefragt werden, was passiert denn jetzt?
00:46:47: Können wir noch mal darüber schreiben.
00:46:50: Da scheint es doch auch eine große Solidarität in der Hinsicht zu geben dass alle verstehen worüber wir sprechen und das wie etwas Größeres verhandeln als nur Synchronstimmen.
00:47:02: Und auch die Fans sind uns sehr zugetan, weil unabhängig davon, ob ganz viele Leute im Original gucken.
00:47:07: Gibt es eben auch das andere Pondauen-Leute, die halt wirklich Fans von diesen Stimmen
00:47:12: sind?
00:47:12: Ja!
00:47:13: Sie lieben Verehren sozusagen und die sind absolut auf unserer Seite.
00:47:17: und was uns natürlich immer hilft ist wenn Leute sich überlegen wo sie investieren.
00:47:23: also ich persönlich überlege mir wo ich investiere zum Beispiel gucke wo meine Rente investiert ist, ob da irgendwas dabei ist was ich nicht unterschreiben würde.
00:47:33: Und das ist etwas was in den Druck auf jeden Fall erhöhen kann dass Menschen sagen würde ich mal drüber nachdenken ob ich das so gut finde.
00:47:43: Ja sind außerdem kooperieren mit der Fairness.
00:47:45: Jetzt Bewegung.
00:47:47: Was eine Bewegung ist die sich für faire und sichere KI in allen Bereichen einsetzt und auch da bekommen wir mehr Zulauf.
00:47:55: Und ich glaube wirklich, dass wir uns darüber Gedanken machen sollten ob wir die Zügel aus der Hand geben wollen.
00:48:01: Weil mir wird so oft gesagt ja was bringt das denn?
00:48:04: oder habt ihr da eine Hand?
00:48:05: habe?
00:48:05: und ich denke immer sich für Demokratie nicht mehr einzusetzen ist eigentlich das Schlimmste, was passieren kann uns als Menschen.
00:48:15: Weil dann sagen wir dass wir mit dem Status quo zufrieden sind weil wir uns irgendwie verdient haben, dass wir nichts dafür tun müssen oder so.
00:48:24: also ich bin der festen Überzeugung, dass Demokratie immer auch Arbeit bedeutet und wenn ich von der Arbeit von manchen Menschen vielleicht ernüchtert bin oder oder dann resignierend will, dann sollte ich mich fragen was ist denn mit mir selber?
00:48:39: Bin ich denn besser als das seit dem Moment?
00:48:41: Und ich glaube, ich kann mir das nur anmaßen wenn ich sage ja.
00:48:44: Ich tue auch was und wir können nur in unserem kleinen Bereich etwas verändern.
00:48:49: und dass ist eben das was wir gerade versuchen.
00:48:51: und vielleicht kommen mehr Leute dazu und es hat noch nie solch eine Solidarität zwischen den SynkronsprecherInnen gegeben die einfach nur alleine dastehen Ende des
00:49:00: Tages und keine so riesige Lobby haben.
00:49:05: Euch natürlich, die euch dafür einsetzt.
00:49:07: aber ich glaube du hast jetzt sehr schön klar gemacht dass auch dieser Fall von diesem fall ausgehend man sich darüber Gedanken machen muss.
00:49:16: das ist wahrscheinlich am ende nur mit gesellschaftlichem gegen Druck.
00:49:20: dann geht, um da auf einer vielleicht konstruktiven Note zu enden ist es glaube ich auch nicht ganz ausgeschlossen dass das funktioniert.
00:49:29: Das haben wir an verschiedenen Stellen ja auch irgendwie gesehen.
00:49:30: Ich muss gerade irgendwie an die Kurzzeitabsetzung von Jimmy Kimmel denken zum Beispiel wo ja auch sehr viele Konsumenten mit ihrem Abo-Kündigung bei Disney Plus dafür mit gesorgt haben wahrscheinlich am Ende, dass er wieder on air gehen konnte weil der wirtschaftliche Druck doch so groß geworden dass es hieß, der muss weitermachen.
00:49:52: Das zeigt ja... Wir haben Handhabe gegen diese Konzerne mit unseren Entscheidungen und da für Awareness zu schaffen, das ist schön zu hören.
00:50:02: Dass das Thema weiter Aufmerksamkeit bekommt und wir unseren kleinen Beitrag auch hier geleistet haben heute in This Is Me Now!
00:50:10: Und aber natürlich auch noch weiter diskutieren.
00:50:13: ein Grund warum du heute hier bist is ja dass du uns beährst bei unserem neuen Medientage München Special bei Amy wie wir es liebe voll abkürzen, AI & Media am XXI.
00:50:27: und XXII.
00:50:27: April in der HFF hier in München.
00:50:30: Infos und links zu Tickets verlinke ich Ihnen ein Shownutz natürlich.
00:50:34: da bist du auch dabei am XXII glaube ich bis du auf der Bühne am zweiten Tag
00:50:40: Genau.
00:50:42: Beim Panel The New Cars künstliche Stimmen, digitale Zwillinge und die Folgen der KI-Transformation für Talente und Kreativität.
00:50:48: ein langer Titel aber wir haben gemerkt dass wir auch viel zu besprechen haben.
00:50:53: deswegen ist auch der lange Titel bei diesem Panel uns.
00:50:56: darauf freuen wir uns sehr.
00:50:57: dann sehen wir uns in München dann ganz in echt.
00:51:00: heute waren wir zugeschaltet Und vielen, vielen Dank für das wirklich interessante Gespräch.
00:51:05: Er hat sehr viele Dinge in meinem Kopf aufgemacht über die man sich zu nachdenken lohnt und ich hoffe dass es unseren Hörerinnen genauso geht.
00:51:14: Vielen danke Anna-Sophia, dass du dir Zeit genommen hast für
00:51:16: uns.
00:51:17: Danke dir!
00:51:18: Tschüss!
00:51:20: Und von euch liebe Hörerin verabschiedet mich auch noch ganz hin echt und sütitisiert wie immer.
00:51:25: ihr kennt das macht's gut bleibt stabil und bis zum nächsten Mal
00:51:32: Das Update für alle, die Medien machen.
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