KI und der Weg der kleinen Schritte: Wie Lokal-TV überleben kann (mit Sascha Devigne)

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00:00:00: Das ist unsere journalistische Spülmaschine.

00:00:01: Wir haben uns wirklich vor etwas längerer Zeit schon damit beschäftigt, welche Arbeitsstritte in unserem redaktionellen Alltag sich durch Automatismen ersetzen und übernehmen lassen?

00:00:12: Nun ist es so dass das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg ermittelt wie viel dessen was in einem bestimmten Beruf gemacht wird.

00:00:21: kann Stand heute von einer Maschine übernommen werden.

00:00:24: mindestens genauso gut oder besser Im Bereich des Journalismus ist das mittlerweile so, dass die Substituierbarkeitsquote bei vierzig Prozent liegt.

00:00:31: Zwei der fünf Kerntätigkeiten eines Journalisten können laut dieser Studie übernommen werden von einer Maschine.

00:00:36: Sascha de Venier ist Chefredakteur bei Studio forty-seven in Duisburg, dem letzten privaten lokalen TV Sender im Nordrhein Westfalen und dort arbeiten sie sehr viel mit künstlicher Intelligenz.

00:00:48: zum Beispiel hat auch Sascha schon sich ersetzen lassen durch einen Avatar in einer Nachrichtensendung.

00:00:53: aber darüber hinaus gibt es auch noch weitere viele Anwendungsfelder und er sagt KI wird gerade uns kleinen Sender Am Ende retten können, wenn wir sie richtig einsetzen.

00:01:05: Und wie die Lage des Lokaljournalismus und speziell des lokalen TVs insgesamt gerade so ist und was wir tun müssen um ihn zu stärken darüber spreche ich mit Sascha in dieser Folge.

00:01:19: jetzt geht's los!

00:01:39: Mein Name ist Luca Schöne und ich begrüße euch zu dieser Folge unseres Podcasts.

00:01:44: In dieser besagten Folge geht es um Lokaljournalismus.

00:01:48: Meine These ist ja, es gibt wenige Bereiche in der Medienbranche über die so gerne gesagt wird wie wichtig sie ist und die gleichzeitig so gefährdet ist.

00:02:00: Immer wieder gibt es Studien, die die Bedeutung von Lokal-Journalismus unterstreichen – denn Demokratie und Zivilgesellschaft sind eine Binse.

00:02:06: aber stimmt nun mal beginnt vor der eigenen Haustür!

00:02:09: Fehlt lokale Berichterstattungen, bricht eine wichtige Säule weg?

00:02:14: Die viel zitierten News-Deserts in den USA zeigen die Auswirkungen weniger gesellschaftliche Teilhabe, weniger Glauben in die Demokratie extremeres Wahlverhalten.

00:02:24: Die Frage ist dann immer so ein bisschen sind wir bei uns schon auf dem gleichen Weg?

00:02:27: Die Gefahr besteht auf jeden Fall denn der ökonomische Druck auf lokale Medien wächst und wächst.

00:02:32: das gilt natürlich auch und vor allem auch für lokales TV dass sich ja in unserer Aufmerksamkeitsökonomie TikTok & Co.

00:02:39: gegenüber sieht Und da auch bestehen muss in diesem Kampf, in diesen Wettbewerb um die Aufmerksamkeit.

00:02:46: Und TikTok – das gibt es auch in Duisburg!

00:02:50: Warum sage ich das?

00:02:51: Weil mein heutiger Gast dort ein Lokaltv-Sender, betreibt einen sehr besonderen Lokaltvsender als Chefredakteur.

00:02:58: Und er ist für mich und das sag' ich jetzt nicht nur weil ich ihn schon sehe hier in meinen kleinen Fenster, für mich eine der innovativsten Lokaljournalisten des Landes und deswegen freue ich mich sehr dass er hier ist und ich möchte Ihnen nichts weniger fragen als ja wie retten wir denn jetzt den Lokal-Journalismus?

00:03:11: Sascha DeVinie is da von Studio forty-seven.

00:03:14: Hi!

00:03:14: Grüß dich Lukas.

00:03:15: hi danke für die Einladung.

00:03:17: Ich werd ja ganz rot hier.

00:03:19: Also, the bar is high wie er Engländer sagt.

00:03:22: Danke dafür ja!

00:03:24: Sehr gut.

00:03:25: Bevor wir uns der Frage widmen, wie wir jetzt den Lokaljournalismus retten, lasst uns ein bisschen sprechen über Studio forty-seven.

00:03:32: Das ist ja durchaus eine Besonderheit in Nordrhein-Westfalen.

00:03:35: Grüße übrigens nach NRW, mein Heimatbundesland.

00:03:40: Warum braucht Duisburg Studio forty?

00:03:43: Nicht nur Duisburg braucht Studiosilm.

00:03:47: Im Grunde genommen ist das eine Sache, die an ganz vielen Stellen ja entscheidend ist und du hast es in deiner Anmoderation schon sehr richtig gesagt

00:03:55: wo

00:03:56: lokale Medien nicht mehr vor Ort ihre Präsenz entfalten, Öffentlichkeit kuratieren den Diskurs begleiten, katalysieren und all diese schönen Dinge da hat ne Gesellschaft ein riesengroßes Problem.

00:04:07: Und jetzt sitzen wir hier mit Studio-Siemenundvierzig in Duisburger im Ruhrgebiet auch so das westliche Ruhrgebiet und der angrenzende Niederrhein bis zur niederländischen Grenze.

00:04:17: Und es ist ja durchaus eine Region, die es nicht immer nur leicht hat.

00:04:21: Also hier gibt's ne ganze Menge Verwerfungen im wirtschaftlichen, im sozialen, im gesellschaftlichem Bereich Dinge, die wenn sie eben nicht kuratiert werden, wenn sie nicht begleitet werden durch ein starkes lokales Medium oder durch eine starke lokale Medienlandschaft die sich in Richtungen entwickeln würden, die uns eigentlich nicht recht sind.

00:04:40: Und auch das hast du gerade gesagt!

00:04:41: Denn da, wo lokale Medien fehlen – in der Breite und Tiefe -, da verwahrlos eine Gesellschaft, da radikalisieren sich die Menschen tatsächlich nachvollziehbar und belegbar zu den politischen Rändern hin.

00:04:53: Ohne lokale Medien sind wir auf gut Deutsch gesagt

00:04:56: gekniffen.".

00:04:56: Und deswegen glaube ich, dass im Grunde genommen nicht nur jede Großstadt wie Duisburg oder in Nordrhein-Westfalen gibt es ja ein paar davon.

00:05:03: Gibt's ein paar?

00:05:04: Ja!

00:05:04: Wenn der braucht sondern das wir in der Breite und das ist eine Sache die wir in Deutschland eigentlich über all die Jahre auch beobachten konnten diese sehr dichte funktionierende vielfältige lokale Medienlandschaft ganz einfach brauchen.

00:05:17: sonst hat unsere Demokratie ein riesen Problem.

00:05:19: Du

00:05:19: hast ja jetzt die vielfältige Medienlandschaft angesprochen.

00:05:23: Die Sonderrolle, die ihr ja in Nordrhein-Westfalen durchhört, ist ja dass Ihr der einzige private Lokaltv-Sender in ganz Nordrheim-Westfalend seid!

00:05:32: Was macht Ihr anders?

00:05:36: Wir sind Stur glaube

00:05:38: ich.

00:05:39: Das haben die Westfalen ja so ein bisschen an sich, wie ich aus eigener Erfahrung weiß?

00:05:42: Ja gut wir sind ja Rheinländer und da geht auch noch dieser riesen Riss durch das Land.

00:05:46: Nein nein

00:05:47: nein.

00:05:47: Auch

00:05:48: das noch.

00:05:49: Für Meiden ein bisschen wahrscheinlich.

00:05:52: Wahrscheinlich schon.

00:05:54: Das ist doch klar hier fließt der Rhein durch die Stadt und dann sind die Leute alleine deswegen schon zerrissen weil sie ständig überbrücken müssen usw.. Ich glaube, was ganz entscheidend ist und was immer so die DNA unseres Senders war, war eine klare publizistische Ambition bei dem Ganzen.

00:06:12: Wenn du ein Medium unserer Gattung betreibst in der Region – egal wie gut du das machst oder toll deine Strukturen, Kosten und alles Mögliche im Griff hast – du wirst am Ende eines Jahres keine unglaublich überschwängliche Rendite erwirtschaften.

00:06:30: Das ist eine Sache, die man sich abschmecken kann.

00:06:33: Jemand der reich werden will gründet keinen lokalen oder regionalen privaten TV-Sender sondern er macht ne Pommes Bruder am Hauptbahnhof auf und so.

00:06:42: Und ich glaube... Business

00:06:42: Tips mit Sascha de Wynge auch!

00:06:44: Viel Spaß dabei.

00:06:45: aber muss man auch vegane mittlerweile Currywurst anbieten?

00:06:47: also nicht vergessen Ich sehe das echt so.

00:06:53: Wenn der Impuls am Anfang, wenn diese Ambitionen nicht stimmt dann brauchst du es nicht zu versuchen.

00:06:57: wir haben und den Sender vor über zwanzig Jahren gestartet sind.

00:07:01: Wir sind im Jahr zwei tausend sechs aufs Sendung gegangen zu einer Zeit als dass in der Medienbranche vielleicht noch nicht ganz so krass ausgesehen hat wie heute.

00:07:10: Und wir hatten in Nordrhein-Westfalen ja auch andere Zeiten wo wir eine dichtere Lokale TV Landschaft hatten.

00:07:15: Es gab in Spitzenzeiten sieben private lokale Regionen TV-Sender hier bei uns in NRW, die mit unter ja auch Verlagsbeteiligung gewesen sind von der Rheinischen Post von Dümon und so.

00:07:26: Und die haben es alle irgendwann nicht mehr geschafft weil entweder ich vermute das ist in die Tüte gesprochen und da wird vielfältige Gründe dafür geben warum es an der einen oder anderen Stelle nicht funktioniert und warum's vielleicht bei uns funktioniert hat.

00:07:41: Aber wir haben glaube ich grundsätzlich immer so einen Weg der kleinen Schritte verfolgt, was die Entwicklung unseres Senders betrifft.

00:07:48: Und wir waren vom ersten bis zum letzten Tag also bis heute genau von dieser Ambition getrieben.

00:07:53: Das wir gesagt haben, die Rendite ist das ein und wirtschaftlich muss es stimmen.

00:07:56: aber uns gilt vor allen Dingen darum dass wir ja einen Auftrag an der Gesellschaft zu erfüllen haben.

00:08:01: Wenn du dir das klar machst dann kannst du viele andere Sachen hinten anstellen glaube ich.

00:08:06: so eine Strategie der kleinen Schritte aus.

00:08:09: Das finde ich interessant, wenn ich da einhaken darf weil ich häufiger das Gefühl habe wenn man über Veränderungen gerade auch im lokalen spricht oft die Idee ist wir müssen jetzt alles umschmeißen sonst sind wir nicht überlebensfähig.

00:08:26: und jetzt sagst du wir gucken uns eher die kleine Schritte an.

00:08:30: kannst du das vielleicht noch ein bisschen konkreter ausführen?

00:08:32: was steckt hinter dieser Strategie?

00:08:36: trifft glaube ich in ganz vielen Bereichen zu, also... Zunächst mal ganz offensichtlich, wenn ich die Geschichte unseres Senders mir anschaue.

00:08:43: Sind wir als zweistündiges Fensterprogramm in einer sehr kleinen Reichweite gestartet, wo wir wirklich nur in Duisburg zu Empfang gewesen sind und haben uns über die Jahre im Grunde genommen sowohl längere Senderstrecken als auch größere Sendegebiete zugemotet.

00:08:59: Wir sind also wirklich sehr organisch gewachsen einfach von der Reichweiten, vom Programmumfang her von allem was unseren Sender heute so ausmacht Und gleichzeitig war es, glaube ich immer ganz entscheidend und das versuchen wir wirklich auch sehr sehr zäh.

00:09:15: Sehr konsequent dass wir in jeder Hinsicht vor die Lage kommen Weil das ist das Schlimmste, was hier passieren kann.

00:09:21: Und das sehen wir an vielen Stellen gerade im lokalen regionalen Medienmarkt ist dass du von den Trends getrieben wirst und dass du an vielen Ställen als Herausgeber, als Verleger, als Geschäftsführer eines Medienunternehmens nicht mehr selber die Ansagen machen kannst sondern getrieben wir es von dem was dir entweder die großen Player vorgeben oder was der Markt dir im Grunde genommen zumutet.

00:09:46: also immer zu schauen wo vor uns hingehen und hoffnungsvollerweise mal einen halben bis einen Schritt weiter zu sein, als das jetzt gerade so in der Welt passiert.

00:09:56: Und da war uns eigentlich schon vor vielen Jahren klar – ich würde sagen, es war durchaus schon vor zehn Jahren, im Jahr zwei Tausendsechzehn um den Dreh, dass das was wir bei uns im Sender machen, was unser Programm auszeichnet, was unsere Formate betrifft, dass wir das auf Dauer werden nicht gewährleisten können!

00:10:17: Denn das Zuschauerverhalten verändert sich, die Erlöse im Werbemarkt waren damals schon auf dem Rückgang ganz dramatisch.

00:10:24: sogar Produktionsweisen und Distributionsweisen haben sich geändert.

00:10:30: Man möglichst rechtzeitig damit anfängt sich darüber Gedanken zu machen, dass es wahrscheinlich auf dieser Art und Weise wie wir's in den geäufenden Zeiten hatten nicht weitergehen wird.

00:10:37: Dann geht man diese kleinen Schritte dann ändert man seine Produktionsweisen pö-a-pö.

00:10:42: Wenn überlegt man sich welche Tools brauchen wir in der Redaktion?

00:10:44: sind unsere Strukturen noch zeitgemäß?

00:10:47: Sind unsere Distributionswege so wie wir sie eigentlich benötigen um unser Publikum zu erreichen?

00:10:52: Und diese vielen kleinen Linge die lassen Sie sich natürlich in einem kleinen Laden der Wir sind mit Studio sehr viel pragmatischer umsetzen, glaube ich als in großen Einheiten wo solche Sachen einfach gewaltige Ressourcen verbrauchen und langen Zeitraum benötigen.

00:11:12: Da sind wir an der Stelle so ein bisschen das ist Flur und Segen natürlich klein zu sein aber an dieser Stelle haben wir den großen Vorteil, dass wir schnell reagieren können und diese kleinen Schritte gehen können.

00:11:22: Und auch eine Art Vorreiter ja in vielen Themen geworden sei.

00:11:26: es kann man sozusagen dazu kommen wir gleich noch.

00:11:30: Du hast eure Reichweite oder die Reichweide angesprochen und ja auch schon gesagt, dass ihr nicht nur Düsbuck sondern auch westigeres Ruhrgebiet bis zum Niederrhein.

00:11:37: Und die niederländische Grenze schönig Schöne Gegend übrigens wäre dann noch nicht war auf jeden Fall das flache Mark.

00:11:44: aber

00:11:46: ich

00:11:46: war immer ganz gerne.

00:11:47: Ich komme aus dem Sauerland da sind ein paar mehr Aber ist schon auch immer ganz gernet mal dar gewesen.

00:11:54: also lohnt sich.

00:11:56: Du hast geschrieben, dass ihr bei LinkedIn geschrieben vor ein paar Monaten warst glaube ich das hier rund sixhundertfünfzigtausend Zuschauerinnen erreicht.

00:12:03: Zu Primetime neunzig tausend pro Stunde und hast dazu was Interessantes geschrieben ist möchte ich kurz zitieren Und wir wissen ziemlich genau wann und wo diese Menschen uns sehen.

00:12:12: wer regional kommunizieren will braucht keine diffuse Reichweite in globalen Feeds er braucht Sichtbarkeit bei den richtigen Menschen zur richtigen Zeit.

00:12:20: die eigentliche Frage ist nicht mehr wie viele Menschen man erreicht sondern ob man weiß, wen man da erreicht.

00:12:28: Inwiefern ist Reichweite?

00:12:29: nicht mehr alles für euch?

00:12:31: Naja wir stellen ja fest das was früher unser großes Verkaufsargument gegenüber der werbetreibenden Wirtschaft gewesen ist heutzutage nicht mehr so richtig zieht.

00:12:44: Reichweite ist schon wichtig, weil damit entfallest du Relevanz.

00:12:47: Aber da reden wir dann eher wieder über die inhaltliche und publicistische Relevance.

00:12:50: Und ich finde es natürlich schon cool dass wir das sind vierzehn Prozent in unserem weitesten Seerkreis diese neunzigtausend Zuschauer zur Primetime.

00:12:58: Das ist schon ganz cool!

00:13:01: Um's auf Duisburger Verhältnisse runterzuberechen dreimal das WEDAU-Stadion.

00:13:05: Like wer's kennt?

00:13:07: Wer's kennt genau.

00:13:09: Wo der glorreiche Meidericher Spielverein zu Hause ist.

00:13:12: Also das ist schon nicht schlecht, deswegen klar.

00:13:16: Was ist ein Medium ohne diese Relevanz?

00:13:18: Und die Relevance entsteht nur in der Reichweite.

00:13:19: Ich glaube aber dass das kein als zu großer Wirtschaftsfaktor mehr ist und ich will das vielleicht an einem Beispiel festmachen.

00:13:26: wir erstellen für unsere Werbekunden, für unseren Medienpartner nach jeder Kampagne die bei uns gelaufen ist immer ein sehr ausführliches Media Reporting.

00:13:34: Wir machen eine Reichweitenmessung über Smart TV Data, also eine IPTV-Messung wo wir sehr stundengenau die Zuschauerzahlen von uns bekommen und das auswerten können.

00:13:43: Und das bekommen unsere Werbepartnern und unsere Kunden nach jeder Kampagne immer von uns zugestellt.

00:13:50: so ein Media Reporting.

00:13:52: aber es ist glaube ich heutzutage und das Fluch und Segen der Metrik wenn man so will Man durch das, was man vermeintlich im Social Media Bereich an Reichweiten erzielen kann.

00:14:06: Dem Glauben, dem Irrglauben wie ich finde unterliegt es da hunderttausende von Chicks direkt bei den Landen die auch alle relevant sind und so einen Funnel werden und dazu führen dass die Leute wie durft bei dir deine Produkte kaufen?

00:14:17: Dann ist das natürlich ein Irr-Glaube!

00:14:19: Und wir wissen, dass ganz viele der Klicks und ganz viel von der Reichweite die im Social media Bereich entsteht ja durch Bots passieren.

00:14:26: Ja

00:14:27: zwischendurch eine belastbare Studie

00:14:29: Ganz genau.

00:14:30: Also was habe ich davon?

00:14:31: Und deswegen ist ja eine qualifizierte Reichweite und ich glaube, das ist das, was lokale Medien leisten können – nicht nur wir sondern grundsätzlich lokale Medien leisten können doch viel wertvoller als die große gewaltige Zeit von der Echerweise, dass es ein Zweifelsfeindeschämere ist und ich darauf nicht bauen darf!

00:14:49: Trotz dieser Erkenntnis... offen darliegt und die wie gesagt durch Studium belegt ist, sagst du ja auch Lokaljournalismus ist strukturell benachteiligt.

00:14:59: Also du hast ja jetzt schon deine Bestandsanalyse warum Lokal-Journalismus wichtig ist, warum auch speziell ihr wichtig seid gebracht?

00:15:07: Was meinst du damit?

00:15:09: Warum ist Lokal Journalismus strukturell benachteilt?

00:15:12: Naja es gab un längs dazu eine ganz spannende Studie tatsächlich von unserer Landesmedienanstalt hier in NRW von der LFM an Even Playing Field.

00:15:21: Tatsache ist ja, dass auch die Größe und gerade die größeren Werbemedia-Budgets mittlerweile über den großen Teich wandern.

00:15:28: zu den Plattformen.

00:15:29: Das heißt also viele oder die allermeisten Gelder, die früher mehr oder weniger zuverlässig im lokalen Werbemarkt, dem Medienmarkt gelandet sind landen mittlerweile bei Meta, Google und Co.

00:15:42: Gleichherwassen und im gleichen Moment sind diese Plattformen natürlich auch Nutznießer des Contents, der von gerade lokalen Medienanbietern und eben dann auch wieder in den Regionen erstellt wird.

00:15:54: Gewinnen also in zweierlei Hinsicht schöpfen also diese Media Budgets zum einen ab und monetarisieren dem nächsten Moment aber auch den Content, denen lokale Medienambienter erstellen die wiederum ja nicht mehr diese Werbeinnahmen erzielen!

00:16:06: Weswegen ich denke, dass es zum einen da und das ist mit Sicherheit auch im Sinne einer Landesmedienanstalt.

00:16:13: Im Sinne aller Medienanstalten die als Lizenzgebende und Medienaufsicht und als Behörde dann großes Interesse daran haben dürfen so, dass diejenigen, die ganz offensichtlich Nutznieser sind in vielfacher Hinsicht von dem was gerade passiert nämlich die Plattformen, und da wirklich strukturellen Finanzierung von lokalen Medien.

00:16:35: Ich halte eine digitale Abgabe, eine Vielfaltabgabe für gerade lokale und regionale Medien für absolut zwingend.

00:16:43: Das ist ne Sache die für mehr Fairness sorgt, die dafür sorgt dass die Waffengleichheit zumindest so ein bisschen wiederhergestellt wird zwischen den riesengroßen Playern auf der einen Seite und uns kleinen Medienunternehmer auf der anderen Seite Und die auch dafür sorgt, dass die Gelder, die dort erwirtschaftet werden.

00:17:00: Zumindest in Teilen wieder da landen wo auch die Arbeit dafür geleistet wird.

00:17:05: Journalismus darf auch kosten und muss es ja auch.

00:17:10: Das ist zwar toll wir machen den Job glaube ich alle ziemlich gerne.

00:17:12: das ist ja nicht nur ein Beruf das ist für viele eine Berufung so was isst du?

00:17:17: Das ist auch einer der schönsten Jobs der Welt ganz ohne Zweifel.

00:17:21: Aber auch Journalisten, Journalistinnen und Medienunternehmen müssen ihre Rechnung bezahlen.

00:17:26: Und deswegen halte ich das was jetzt gerade in der Politik ja auch etwas intensiver diskutiert wird als in früheren Zeiten wofür ich echt dankbar bin für unglaublich wichtig dass wir zu dieser digital oder vielfalls Abgabe kommen, dass die Plattform ihren Obolus leisten und dass es eine Art von Inkasselstelle geben muss, die möglichst neutral und staatsfern und quotiert ausschüttet an diejenigen, die wirklich für den Content und für den Diskurs in der Öffentlichkeitssorge nämlich an die lokalen Regeln ein Medien.

00:17:58: Das ist ja genau das, was ich auch am Anfang gesagt habe in meiner Anmoderation und damit meinte.

00:18:03: Also diese Erkenntnis auf der einen Seite wie wichtig gerade auch lokale Medien sind und auf der anderen Seite dann diese Situation mit den Plattformen dass die Werbegelder dahin abwandern da braucht es auf jeden Fall politisch und gesellschaftliches Umdenken um das ein bisschen anzugleichen, ein bisschen mehr vom Kuchen dann denen, die die Inhalte zur Verfügung stellen einfach zu geben ist glaube Weil wir ja ahnen oder auch in den USA sehen ganz konkret, was passiert wenn lokale Medien verschwinden vor Ort.

00:18:34: Wie würde Du's Duisburg ohne euch aussehen?

00:18:36: Oder euer Gebiet?

00:18:38: Also die Frage, die ein bisschen da drinsteckt ist wie es Euer Verhältnis zu Euren Zuschauerinnen und Zuschauern und was würde denen fehlen, konkret wenn es Euch nicht mehr gibt?

00:18:49: Naja also Wir sind hier einer Stadt In einem starken Maße durch auch migranten Communities geprägt ist zum Beispiel.

00:19:00: Wir sind in der Stadt, die an vielen Stellen was ich vorhin schon gesagt habe soziale Verwerfungen hat, die eine durchaus hohe Arbeitslosigkeit geprägte ist aber auch eine Stadt unglaublich spannend ist, in dem was ihre Geschichte, Historie und das, was hier vorzufinden.

00:19:15: Süßburg ist im Grunde genommen aus einer Römer-Siedlung hervorgegangen war Kaiserfalls bei Mitglied der Hanse hatte im sechzehnten Jahrhundert schon eine Universität.

00:19:27: Es ist ein ganz vieler größter Binnenhafen der Welt.

00:19:30: also es ist unglaublich spannend eigentlich in dieser Stadt hier etwas für die Zuschauerinnen und Zuschauer unseres Programms natürlich abgebildet gehört, auf der einen Seite.

00:19:42: Und es geht ja im Lokalen wie ich finde gerade nicht ausschließlich um die kritische Begleitung des Alltags.

00:19:49: Natürlich geht's auch darum aber es geht auch in vielerlei Hinsicht darum den Menschen einer Region dem Menschen in großen Städten vor allen Dingen Identität zu vermitteln und klarzumachen was ist das eigentlich für eine Gesellschaft hier?

00:20:04: Ich bin ein großer Freund von dem, was man heute ja Konstruktiv News nennt und Konstruktive Journalism nennt.

00:20:09: Ich glaube das ist etwas, was lokale Medien in einem ganz starken Maße leisten können und wo die auch viel dazu beitragen können dass eine Stadtgesellschaft funktioniert.

00:20:16: Und vielleicht nämlich ein konkretes Beispiel mal damit es mit ein bisschen Fleisch an den Knochen kommt.

00:20:20: Wir hatten im vergangenen Jahr im Herbst bei uns in Nordrhein-Westfalen die Kommunalwahlen.

00:20:26: Das war hoch spannend tatsächlich.

00:20:28: Eine Sache, die wir bei uns im Programm sehr intensiv begleitet haben mit TV-Duellen der OB-Kandidaten, mit Town Hall Talks, mit Liveveranstaltungen und mit Off Air Geschichten – mit allem Mögliche was man so machen kann im Vorfeld!

00:20:41: Es kam zum Wahltag und im ersten Wahlgang konnte sich der amtierende Oberbürgermeister Sören Link SPD Sozialdemokrat nicht durchsetzen sondern musste in die Stichwahl gehen gegen den Kandidaten der AfD bei uns in der Stadt.

00:20:56: Duisburg, wie fast alle Städte im Ruhrgebiet sind eigentlich immer die Herzkammer der Sozialdemokraten gewesen.

00:21:01: Einen AfD-Kandidaten in der Stichwahl zu sehen gegen einen Sozialdemokrat war – ich fand es schon ziemlich harte Tobak für eine Stadt wie Duisburger und fürs Ruhrgebiet.

00:21:11: Und vor uns war das natürlich Anlass, das noch intensiver zu begleiten in diesen zwei Wochen zwischen dem ersten und dem zweiten

00:21:16: Wahlgang.".

00:21:19: Und ich glaube, das ist in weiten Teilen auch Verdienst der lokalen Medien nicht nur unseres Senders sondern insgesamt der Medien die wir vor Ort haben.

00:21:27: Am Ende ging es dann so aus dass der amtierende Oberbürgermeister Söhne-Link SPD mit anehernd achtzig Prozent die Stichwahl gewinnen konnte für sich und ich glaube Das hat einen nicht unerheblichen Maße damit zu tun Dass wir als lokale Medien unseren Auftrag gerade in dieser Zeit zwischen den beiden Wahlgängen sehr ernst genommen haben nämlich noch von unserer Publikum und unsere Zuschauerinnen und Zuschauer sehr, sehr eindeutig um klar darüber zu informieren was eigentlich die politischen Positionen hier sind.

00:21:54: Also nicht dass wir bitte nicht falsch stehen Parteipropaganda machen aber ich glaube es ist für uns als lokale Medien wirklich eine ganz vornehme und ganz wichtige Aufgabe dafür zu sorgen das eine Stadtgesellschaft in der Tiefe und Breite bei das Informiertes was passiert.

00:22:08: Also ein ganz praktisches Beispiel dessen, was man ja dann immer auch in der Forschung zum Beispiel sieht.

00:22:14: Wenn lokal News-Deserts entstehen Menschen dazu tendieren vermehrt extreme Position zu wählen und das zumindest mal ein Hinweis darauf war dass ihr und andere da sehr stark vor Ort einfach berichtet habt, dass die extremen Positionen – das kann ich jetzt an meiner Position sagen – keine große Chance in der Stichwahl mehr gehabt hatten.

00:22:37: kann man als Hinweis nehmen, dass es tatsächlich funktioniert ohne dass es darum geht irgendwie parteipolitisch jemanden zu unterstützen.

00:22:46: Sondern einfach nur die Fakten auf den Tisch zu legen und ordentlich und seriös zu informieren damit sich jeder sein eigenes Bild dann machen kann am Ende.

00:22:55: Ja genau so will ich das verstanden werden!

00:22:57: Das ist mit Sicherheit auch eine Sache, die nicht ausschließlich mit unserem Sender zu tun hat.

00:23:01: natürlich wäre diese Stadt ohne Studium vierzig um einiges.

00:23:07: Aber so viel Eitelkeit muss sein.

00:23:10: Wir haben zum Glück noch eine einigermaßen dichte Medienlandschaft hier bei uns in Duisburg mit drei lokalen Tageszeitungen, mit einem lokalien Radiosender der WDR hat im Duisburgen Landesstudio es gibt hier noch einen türkischsprachigen Fernsehsender viele Online-Medien und uns.

00:23:23: aber das braucht ne Großstadt auch.

00:23:24: Duisbruck hat mehr als eine halbe Million Einwohner und ich möchte mir nicht vorstellen wie so ne Stadt aussehe wenn's irgendwie nur noch eine so ne Zombie Zeitung gäbe weißt du?

00:23:35: Und das war´s dann.

00:23:36: Und damit wirst du den Themen und dem, was so eine Stadtgesellschaft umtreibt einfach nicht gerecht.

00:23:43: Was ist ne Zombie-Zeitung für dich?

00:23:45: Naja sowas, was wir jetzt leider ja an vielen Stellen sehen.

00:23:48: Tageszeitungen gerade im lokalen Bereich die keine eigenen Redaktionen mehr haben.

00:23:52: Wo also zwar der Titel zumindest pro Forma noch existiert, das aber im Grunde ein Gefäß ist.

00:23:59: Nur noch ein leeres in das Inhalte eingeworfen werden die aus anderen Redaktionen stammen, die passend zusammen gestoppt werden ohne dass es eine eigene funktionierende lokale Redaktionerintergip wie wir's bei einigen Zeitungstitern jetzt ja auch bei uns im Ruhrgebiet leider schon seit einiger Zeit sehen.

00:24:16: Wie sichert ihr?

00:24:18: Wir haben jetzt sehr viel oder du hast sehr viel über die Relevanz gesprochen.

00:24:21: Darüber, dass natürlich eine Stadtgesellschaft gerade so eine vielfältige Stadtgesellschaft wie Duisburg ordentlich informiert gehört und das essenziell ist Wie sichert ihr euer wirtschaftliches Überleben?

00:24:34: Welche Strategie bzw.

00:24:36: welches Geschäftsmodell steckt bei euch dahinter, weil wie gesagt andere lokale Sender haben es ja nicht geschafft in NRW aus welchem Grund auch immer.

00:24:44: du hast schon darüber gesprochen.

00:24:46: Wie überlebt ihr?

00:24:50: Naja, ich will nicht sagen dass es von der Hand in den Mund ist.

00:24:53: Sondern... Ich glaube und das ist auch eine Sache die uns wie ich finde in aller Demut über die Jahre ausgezeichnet hat, hatte vorhin schon gesagt unser Weg der kleinen Schritte.

00:25:02: Wir sind kaufmännisch und so immer sehr vorsichtig vorgegangen Eigentlich bei allem, was wir so tun.

00:25:08: Und wenn ich auf unsere R-Lösstruktur schaue oder auf unsere Lösmodelle schauere – das, was Wir an Einnahmen generieren und wir arbeiten auf einem kleinen Budget hier bei uns in Duisburg dann ist das immer schon etwas gewesen, was sich nie auf Mediasales oder so alleine konzentriert.

00:25:29: Man würde ja vermuten, dass private Sender sich in allergrößten Teilen durch die Einnahmen aus den Werbeumsätzen generieren – durch verkaufte Werbungen von Merchants Advertorials alles, was so in die Richtung geht.

00:25:44: Das macht in unserem Fall aber weniger als ein Viertel der Umsätze aus, tatsächlich bei Studio forty-seven.

00:25:50: Und wir haben schon relativ früh uns diversifiziert wenn man so will das heißt und zwar vollkommen klar was ja auch sehr viele regionale TV sind da machen dass der Produktionsbereich für uns wichtig ist also Produktion im Auftrag Dritter zu machen Fremdproduktionen und Dinge die halt mit unserer Infrastruktur halt umzusetzen sind wo wir de facto eine TV oder Videoproduktionsfirma sind für Umsätze bei uns.

00:26:14: Wir machen unglaublich viele Innovationsprojekte Jahr für Jahr mit uns im Sender, wo wir es bislang immer recht zuverlässig auf Holz geschafft haben dass wir auch da Fördergelder der öffentlichen Hand erhalten sei aus dem Land von der EU Sachen die mit Sicherheit zu unserem Haushalt beitragen hier bei Studio forty-seven und ein relativ neues Geschäftsfeld.

00:26:39: was aber zunehmend wichtig wird ist halt dass wir die von uns entwickelten KI-Tools, die bei uns im Sender entstehen ja auch vermarktene Lizenzieren.

00:26:47: Wir haben mehr als zwanzig Lizenznehmer für unsere Tools in ganz Deutschland, in Österreich und der Schweiz, in den Niederlanden, die mit unseren Tools arbeiten.

00:26:55: Und das ist auch ein neues Geschäftsfeld für uns geworden in den vergangenen vier fünf Jahren wo wir Umsätze generieren in einem Bereich auf der einen Seite zwar noch sehr viel mit dem zu tun hat was wir machen Auf der anderen Seite aber auch etwas ist was man von dem Medienhaus, vom lokalen Fernsehsender wahrscheinlich überhaupt nicht erwarten würde.

00:27:14: Das stimmt und jetzt hast du mir die perfekte Überleitung geliefert weil das... Interessante oder eines der vielen interessanten Dinge bei euch ist ja, genau das was du sagst diese Entwicklung der KI-Tools die ihr natürlich auch selbst einsetzt aber dann halt mit Lizenzen weitergebt.

00:27:34: Weil du ja sagst und du hast da einen sehr pragmatischen Ansatz immer wie ich finde... Wir brauchen die gerade als kleine lokale Sender.

00:27:42: Wir brauchen KI, wir brauchen diese Tools sinnvoll eingesetzt um unser Überleben zu sichern.

00:27:46: daher kamen die Frage natürlich dann auch ein bisschen.

00:27:49: deswegen lass uns doch gerne über die Möglichkeiten die KI euch bietet oder die Chancen die drin stecken und welchen strategischen Wert die für euch haben auch gerne sprechen.

00:28:01: So mal ganz allgemein gefragt ihr nutzt ja den Hyper Media AI Newsroom.

00:28:05: Ihr nutzt sie nicht nur, ihr habt ihn entwickelt mit verschiedenen Tools, die heißen dann so Botcast und Clipsense und News Hub.

00:28:15: Was macht ihr damit?

00:28:17: Alles!

00:28:19: Im Grunde tatsächlich alles inzwischen.

00:28:24: Das ist unsere journalistische Spülmaschine.

00:28:28: Wir haben uns wirklich vor etwas längerer Zeit schon damit beschäftigt welche Arbeitsschritte in unserem redaktionellen Alltag sich durch Automatismen und durch eine Maschine, wenn man so will ersetzen und übernehmen lassen.

00:28:44: Und nun ist es so... ist auch wirklich eine Sache, die schon seit vielen Jahren untersucht wird.

00:28:51: Dass das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung in Nürnberg ermittelt für alle zweieinhalb Tausend bekannte Berufe, die wir in Deutschland so kennen – das sogenannte Substitutriereberkeitspotenzial.

00:29:02: Also wie viel dessen was in einem bestimmten Beruf gemacht werden kann stand heute von einer Maschine übernommen werden.

00:29:09: mindestens genauso gut oder besser?

00:29:11: Im Bereich des Journalismus ist es mittlerweile so dass die Substituereberkeitspurte bei vierzig Prozent liegt.

00:29:17: Also zwei der fünf Kerntätigkeiten einer Journalisten können laut dieser Studie übernommen werden von einer Maschine, von einem Automaten.

00:29:24: Von einer Spülmaschine in unserem Fall, einer journalistischen.

00:29:27: und das war was uns getriggert hat wo wir geschaut haben.

00:29:30: Was könnte das denn bei uns im Sender?

00:29:33: Was könnte dass bei uns in der Redaktion sein?

00:29:35: Und wir haben da recht viele Arbeitsschritte identifizieren können die so standardisiert sind und im Grunde genommen quasi danach schreien, dass die automatisiert werden.

00:29:45: Weil sie, wenn Sie händisch gemacht werden halt extrem ressourcenintensiv sind.

00:29:50: Personal und Technik aufwendig so.

00:29:53: Das ist sehr klassischerweise die Produktion der kurz Nachrichtenfilme Der NIFS, der Nachrichtenfilm.

00:30:00: das sind Sachen wie Die nach Vertonung von Beiträgen das produzieren Von TV-Beiträgen, von den sehr klassischen Aufmacherbeiträgen von zwei oder zweieinhalb Minuten mit einem Otton drin.

00:30:10: Das ist die Verschlagwortsung und die Pflege und das Tagging unseres Videoarchivs, was in früheren Zeiten eine sehr händische und sehr fehlerimmanente Arbeit gewesen ist.

00:30:23: Wo unsere Mediaset-Management-Systeme eigentlich nie die Ergebnisse rausgeworfen haben, die wir brauchen.

00:30:28: auch da bietet sich ein Automatismus an.

00:30:30: Haben wir festgestellt und haben Tool entwickelt dafür dass unsere Archive automatisch analysiert, auch neu investiertes Material System super getagt und redaktionell aufbereitet zur Verfügung stellen kann.

00:30:44: Der letzte Schritt war dann, dass wir vieles von dem was in der täglichen Programmproduktion für unsere Nachrichtensendungen zum Beispiel bislang händisch gemacht wurde auch mit unseren KI-Tools abbilden.

00:30:54: Mit News Hub beispielsweise, unserem größten KI-tool produzieren wir komplette fünfzehnminütige Nachrichtsendungen am Rechner.

00:31:04: textet uns sämtliche Skripte und Moderationen und Offtexte.

00:31:09: Und schneidet die Beiträge, macht die Nachfahrtsruhung der Beiträge.

00:31:13: Und USUB ermöglicht es auch dass wir mit den Avatarn unserer Kolleginnen und Kollegen, mit den digitalen Zwillingen unsere Sendungen moderieren.

00:31:22: Das heißt also im Grunde genommen kann ich heutzutage mit dieser Technik eine komplette TV-Nachrichtensendung mit dem Ding hier produzieren – mit dem Smartphone Ja.

00:31:31: Und brauche diese große Infrastruktur nicht mehr, die ich in früheren Zeiten ja zwingend brauchte um eine Fernsehsendung zu produzieren?

00:31:38: Interessant ist ja dass ihr die Tools selber entwickelt habt.

00:31:42: wir kommen gleich noch ein paar aus so einem, zwei Fragen die sich natürlich dann auch stellen nach all dem was du gesagt hast.

00:31:48: aber weil ich das auch den interessanten Punkt finde Ich weiß, du bist kein Entwickler.

00:31:53: Du bist der Journalist bei euch aber kannst jetzt vielleicht trotzdem ein bisschen was darüber reparaten.

00:31:56: wie habt ihr die entwickelt?

00:31:58: Weil das klingt ja so.

00:31:59: wir haben es dann so entwickelt auf was von der Grundlage stehen diese Tools?

00:32:06: Wir sind vom ersten moment an Ganz überzeugt gewesen davon dass wenn wir eine lösung für unseren newsroom brauchen nichts anfangen können, mit dem was so ein Standardsoftware da ist.

00:32:23: Wenn die Industrie uns da eine Lösung angeboten hätte oder hätte anbieten können dann hätten wir sie genommen weil Die Entwicklung unserer Tools ist ein Prozess der mittlerweile über fünf Jahre geht und ja eigentlich auch andauert.

00:32:34: also sowas ist ja nie abgeschlossen.

00:32:36: Und unsere Herangehensweise war eigentlich vor allen Dingen zu schauen wie wir die Arbeitsweise und die Strukturen in bisherigen herkömmlichen Art und Weise abgebildet bekommen in einem Algorithmus.

00:32:50: Unsere Innovations Team besteht aus genau drei Leuten, das sind unser Entwickler der Peter, Peter Claes ist mein Kollege Jörg Zeiler und meine Wenigkeit und wir sind da sehr iterativ vorgegangen haben uns also immer einzelne Arbeitsschritte und einzelne Arbeitpakete in der Redaktion oder in der Produktion unserer Senders vorgenommen.

00:33:08: Wir geschaut, wie wir so was abbilden können mit Tools wie FFM-Pack oder API Schnittstellen zu Sprachmodellen und KI Tools die Textgenerierung und Sprachsynthese betreiben.

00:33:20: Haben geguckt wo wir sowas hosten können haben uns dann entschieden dafür dass wir das in Deutschland bei Hetzner hoasten weil das mit Abstand ich finde das das beste Rechenzentrum ist ISO Zertifiziert DSGVO Konform haben gesagt, dass wir eine Cloud-Lösung brauchen damit das was wir machen auch responsiv ist und überall genutzt werden kann.

00:33:39: Und sind im Grunde genommen sehr iterativ Schritt für Schritt vorgegangen und haben wenn man so viel im Halbjahres tun muss unsere Tours immer mal ein bisschen mehr erweitert und mehr Funktionen und mehr Möglichkeiten reingegeben.

00:33:52: Wenn du jetzt wissen wie der Peter da codelt also dann muss ich passen.

00:33:55: Der Mann ist ein Gott verdammtes Genie Und der macht das dann einfach?

00:34:01: Sehr gut.

00:34:02: Das wird wahrscheinlich auch zu weit für dieses Format führen, aber wenn man so jemand im Team hat ist es natürlich Gold wert!

00:34:11: Die Frage, die natürlich drinsteckt nochmal für alle, die das gerade vielleicht nicht ganz mitbekommen haben bedeutet und man kann sich das auch anschauen dass eine Nachrichtensendung produziert wird komplett mit KI und zwar auch mit zum Beispiel einem Sascha, der nicht Sascha isst sondern sein Avatar.

00:34:29: Wie reagieren die ZuschauerInnen da drauf?

00:34:33: Und welche Rückmeldungen gab es oder gab's überhaupt Rückmeltung?

00:34:37: Die eher, ja.

00:34:39: Also die Zuschauereagieren komplett anders als man das erfahrten.

00:34:44: Wir sind ja Journalisten und wir stehen ja auf Zahlen, wir sind ja Zion-Fetischisten.

00:34:48: Finden wir irgendwie so ein bisschen geil!

00:34:50: Und jetzt ist die Landesmedienanstalt bei uns hingegangen im... Frühjahr, im Jahr zwanzig tatsächlich schon und hat eine recht große Studie durchgeführt.

00:35:03: Eine KI-Akzeptanzstudie mit mehr als tausend Teilnehmenden, denen im Rahmen der Studie im Feld Programmbaispiele von Studio forty-seven gezeigt wurden.

00:35:17: was so ne Art Blindtest also.

00:35:18: zum einen haben die Zuschauerinnen und Zuschauer Fernsehsendungen von uns gesehen, die komplett menschlich entstanden sind mit menschlichen Moderatoren.

00:35:26: Menschlich produzierten Beiträgen, menschliche Stimmen und so.

00:35:29: Und auf der anderen Seite Sendungen von Uns, die Komplett KI generiert sind – Mit dem Avatar!

00:35:35: Ohne zu wissen was sie eigentlich da gerade sehen.

00:35:38: Das Ergebnis war dass keiner mehr den Unterschied sehen kann tatsächlich.

00:35:42: Dass das ist, dass das Zweizehnzwanzig Prozente befragten Den echten Moderator für ein Avatar halten Aber nur neunundzwanzig Prozent auch erkennen, dass der Avatar ein Avatar ist.

00:35:51: Was dann wiederum einen Drittel nicht so sieht?

00:35:54: Also kein signifikanter Unterschied mehr bei der Fragestellung was es echt und was es KI wenn man so will.

00:36:00: viel spannender wird das dann allerdings und da beantwortet finde ich deine Frage dann auch ganz erstaunlich plastisch Der Avatar kommt besser an als der echte.

00:36:12: Also mein digitaler Zwilling ist beliebter als der Echte de Vigne.

00:36:16: Mein Avatar schneidet bei den Zuschauern in fünf von neun Kategorien besser ab, also er wird wahrgenommen als sympathischer und authentischer als besser verständlich als zeitgemäßer oder informativer glaube ich.

00:36:31: In fünf sehr entscheidenden Kategoren habe ich dann feststellen dürfen dass mein Avatar das besser macht Und aus Zuschauersicht und wirklich bei einer großen Befragung.

00:36:44: Das widerspricht, wie ich finde, kolossal und komplett dem was man eigentlich so fühlt.

00:36:52: aber es ist ein Fakt.

00:36:53: So!

00:36:54: Ich glaube das ist auch eine Sache.

00:36:55: uns triggert ja im Journalismus eine gesunde Eitelkeit beeilen was wir tun.

00:37:00: Das ist ja auch gut so weil ansonsten will vieles von dem machen von dem was wir nicht tun glaub' ich Aber diese Kröte werden wir schlucken müssen, dass es an einigen Stellen in einer Maschine durchaus möglich ist das was wir machen genauso gut oder vielleicht besser zu machen als das was wieder so machen.

00:37:16: Und das was alles nicht so ganz genialisch ist und dass wir vielleicht auch häufig den den Schruchschluss eigentlich ziehen lassen, dass das was ihr machen so so unverwechselbar ist und so unglaublich originell.

00:37:31: wenn du die Zuschauer nämlich danach fragst is es das irgendwie gar nicht?

00:37:35: Das finde ich ein ganz spannenden Punkt, der dann ja auch zu der Frage führt.

00:37:40: Was machen wir denn mit der Zeit die uns dann quasi...die wir frei haben wenn die KI Systeme jetzt unsere Nachrichtensendung produzieren?

00:37:48: am Ende?

00:37:49: Aber noch der Schritt zurück vielleicht einmal noch da ein bisschen rein weil ich habe kennen diese Befragungen natürlich auch und fand sie auch sehr bemerkenswert.

00:37:58: Die Frage ist natürlich einmal wie das mit der Transparenz ist.

00:38:03: Also sie wussten nicht, welche bei der Befragung jetzt wäre... Die wussten

00:38:07: das nicht

00:38:07: genau!

00:38:08: Das ist schon ein wichtiger Punkt wahrscheinlich weil wir haben ja dann schon den Anspruch es ja Transparent zu machen.

00:38:13: am Ende wenn wir es dann senden Ob das dann, ob die Befragung anders aussehen würde.

00:38:19: Meine Vermutung wäre nämlich ja.

00:38:21: Wenn wir in dem Wissen und das zweite ist gilt es auch über einen längeren Zeitraum.

00:38:26: also das sind einfach Fragen.

00:38:27: ich habe keine Antworten.

00:38:28: das sind tatsächlich nur so Fragen die ich mir dann stelle wenn ich solche Ergebnisse sehe Wenn jetzt Menschen über einen längeren Zeitraum, weiß ich nicht, Fan eurer Nachrichtensendung sind oder sie halt regelmäßig schauen um sich zu informieren.

00:38:40: Ob das mit dem Avatar dann auch über den längerenzeitraum dafür sorgt dass sie irgendwie ein halbes Jahr später die Frage immer noch genauso beantworten würden und dem Avatar mehr sympathische Züge zusprechen als dir als echten Menschen zum Beispiel.

00:38:55: Das finde ich eine interessante.

00:38:57: Langzeitbeobachtungen am Ende her.

00:39:00: Ja, wäre tatsächlich mal interessant zu sehen.

00:39:03: Ich glaube da wird das gleiche passieren was auch passiert wenn du einen menschlichen Moderator hast dass es Abnutzungserscheinungen gibt.

00:39:11: also früher oder später ist jedes Gesicht im Grunde genommen abgefrischt.

00:39:20: Also, ja es gibt im Radio Kolleginnen und Kollegen sind schon sehr lange da.

00:39:25: Ja die

00:39:25: werden dann durch rotiert.

00:39:33: Jetzt sind wir aber bei der Frage genau der Frage.

00:39:36: Wir haben jetzt gelernt so die Nachrichtensendung an sich kann die KI produzieren mit euren Tools, mit Avatar, mit Textgenerierungen, mit Ausspielung und allem was dazugehört und mit Auswertungen am Ende wahrscheinlich auch noch.

00:39:50: Was bleibt dann noch für euch als Journalistinnen und Journalisten?

00:39:53: Also die Idealvorstellung, die man ja immer so hört.

00:39:57: Und die wir viel diskutieren ist genau das.

00:40:00: Die Produktion wird uns am Ende irgendwie abgenommen.

00:40:02: Das kann die KI womöglich sogar besser irgendwie und schneller und effizienter – das wichtige Wort Effizienz!

00:40:07: Aber was machen wir mit dieser Effizience?

00:40:10: Weil oft...und das ist ein bisschen meine Beobachtung widerspricht mir gerne auch Wenn du das anders siehst, ist es natürlich viel schon mit KI-Tools auch gearbeitet wird.

00:40:20: Vielleicht nicht ganz so strategisch wie bei euch aber Sie werden natürlich eingesetzt um zu gucken was können wir damit machen?

00:40:25: Um dann am Ende irgendwie immer noch mehr vom Gleichen zu machen und das ist für mich glaube ich nicht der richtige Weg.

00:40:31: also Wie nutzen wir die Zeit dann richtig die uns die KI schenkt in Anführungszeichen?

00:40:37: Naja dafür müssen wir uns erstmal anschauen wo uns eigentlich wirklich wo uns eigentlich wirklich die Sorgen plagen und wo es uns eigentlich zur Zeit wehtut.

00:40:46: Und ich glaube, das ist im Lokal.

00:40:48: Da sind wir bei dem was wir zu Anfang diskutiert haben ja da sind wir im lokalen Jahr mit sehr überschaubaren Strukturen und Möglichkeiten ausgestattet.

00:41:00: Wir werden – und das ist so sicher wie das Arm in der Kirche – wirtschaftlich zumindest in absehbarer Zeit nicht wachsen sondern wir befinden uns hier an vielen Stellen auf einem Rückzugsgefecht.

00:41:10: Das heißt, wir werden mit immer weniger strukturellen und personellen und technischen Möglichkeiten irgendwie versuchen müssen unseren publizistischen Auftrag zu erfüllen.

00:41:23: Jeden Tag der Lage herzuwerden!

00:41:25: Und wenn du das weißt dann weißt auch dass du die Ressourcen, die du hast, die Kolleginnen und Kollegen, die Produktionstechnik, die Du hast, dass du sie so wertschöpfend wie möglich eigentlich einsetzen musst?

00:41:36: Und wertschöffend meine ich jetzt gar nicht mal so sehr unter dem... unter dem wirtschaftlichen Aspekt, sondern Wertschöpfen in Hinsicht auf die redaktionellen Inhalte und den Content, den du da produzieren kannst.

00:41:47: Wenn ich also mit Hilfe von einer Maschine, mit Hilfe vom KI-System die Tätigkeiten, die eben nicht zwangsläufig von einem Journalistin oder einer Kollegin in der Redaktion übernommen werden muss.

00:42:01: Wenn ich die also auslagern kann und wenn die Maschinen das substituieren können dann habe ich dem natürlich sehr viel Freiraum dafür verschafft dass er sich jetzt wieder auf das konzentrieren kann deswegen er wahrscheinlich auch irgendwann diesen Job ergriffen hat.

00:42:14: Also wir lösen im Grunde genommen mit der KI ein Problem das immer nennt ist Dass wir immer schon unter viel zu beschränkten Strukturen und mit viel zu geringen Möglichkeiten, mit vielzu wenig Geld.

00:42:26: Wir müssen um trotzdem große Lagen zu bewältigen und es geht auch Und deswegen sage ich, ist das die Ultimarazio für lokale Medien der sehr gezielten und verantwortungsvolle sorgfältige transparente Einsatz von KI.

00:42:41: Es geht gar nicht darum dass man seine Rendite steigert, die Payroll zusammenstreicht und Leute vor die Tür setzt sondern es geht darum, dass man mit den begrenzten Möglichkeiten, die man grundsätzlich eh nur hat trotzdem diese Lage bewältigt bekommt, der man sich jeden Tag auf's Neue gegenüber sieht die die Freiräume schaffen für diese eben wertschöpfende journalistische Tätigkeit.

00:43:06: Beispielsweise das, was ich vorhin meinte in der Berichterstattung bei kommunalen Wahlen oder so.

00:43:11: und es gibt etliche Lagen, die man da aufzählen könnte wo Lokale Redaktionen ansonsten wie Sisyphos eigentlich versuchen dass auf irgendeine Art und Weise bewerkstellig zu bekommen mit den geringen Möglichkeiten.

00:43:29: Zum Schluss zu kommen, würde ich gerne noch fragen.

00:43:33: All das was wir jetzt besprochen haben hört man in der breiten Diskussion in meiner Wahrnehmung in der Branche und nicht ganz zu schreien von der Gesellschaft.

00:43:44: eher selten also.

00:43:46: es wird Und das hast du auch schon mal geschrieben, relativ selten über Lokaljournalismus diskutiert.

00:43:51: Das machen wir bei den Lokalmedientagen die bald wieder anstehen am vierundzwanzigendzehn-

00:43:56: und zwanzigensächsenden

00:43:57: Wunsch wo du auch

00:43:57: dabei bist genau und uns

00:43:58: ein bisschen über auch unter anderem euren Jörg Kachelmann wetter KI Avatar erzählen wir es darauf freuen wir uns schon.

00:44:05: also wer das erfahren möchte sollte sie einen Ticket kaufen für dich.

00:44:08: lokal medientage formally known as lokal rundfunktage.

00:44:13: Es gab jetzt am sechsten Mai den Tag des Lokaljournalismus, wenn mich nicht alles täuscht.

00:44:20: Das sind natürlich Gelegenheiten wo das dann immer mal wieder aufploppt.

00:44:23: aber so in der gesamten Diskussion wenn wir über die Medien sprechen als so ein Gesamtkonstrukt was ja eben ein bisschen schwierig ist ist ja oft so.

00:44:30: es geht um Reform beim öffentlichen Rundfunk es geht so um das allgemeine Medienvertrauen es geht darum wenn man wieder irgendwo einen Fehler gemacht wurde der ausgiebig breit getreten wird.

00:44:41: Wir haben jetzt ausführlich darüber gesprochen, du tust das seit Jahren schon und machst auf die strukturellen Probleme aufmerksam.

00:44:49: Wie schaffen wir es einen breiteren Diskurs darüber zu führen?

00:44:52: Das frage ich mich schon.

00:44:53: gerade wenn man die Wichtigkeit des Lokaljournalismus auf der einen Seite sieht und was am anderen Ende die Strukturen sind.

00:45:02: wie schaffen wir's mehr darüber zu reden?

00:45:04: Das frag' ich mich auch schon seit geraumer Zeit.

00:45:10: Das ist Fluch und Segen, wie ich finde an unserem föderalen System das wir ein Nummer in Deutschland haben.

00:45:17: Dass Medienpolitik Ländersache ist.

00:45:20: Wir sehen ja auch, wenn wir auf Deutschland schauen.

00:45:22: Auf diesen Flickenteppich dass das höchst unterschiedlich ist.

00:45:25: ich glaube in Bayern hat's das lokale Fernsehen und hat der Lokaljournalismus nochmal einen ganz anderen Stellenwert als vielleicht in Schleswig-Holstein oder so.

00:45:34: nix gegen Schleszig-Holtstein super Bundesland toll hab Freunde in Kiel alles super.

00:45:38: aber wir wir stellen fest dass eben aufgrund dieser föderalen Struktur Für uns glaube ich, ein Ding ist das wir schwer gepackt bekommen.

00:45:48: Jedes Bundesland macht da so sein eigenes Ding.

00:45:51: und in Bayern es ist ja nochmal eine spezielle Situation.

00:45:55: In Baden-Württemberg auch in Teilen in Sachsen Wenn man einen politischen Konsens herbeiführen könnte und sagt, lokaler Journalismus.

00:46:04: Und jetzt in unserem Fall unsere Medien galt ein lokales Fernsehen ist uns so wichtig dass wir auf politischer Ebene viel mehr tun müssen um das zu stärken.

00:46:13: aber Staatsfern organisiert dann wäre das eine Sache die glaube ich innerhalb kürzester Zeit wirklich was bringen würde.

00:46:20: weil woran es nicht fehlt in den Medien unternehmen.

00:46:23: Unterstelle ich mal einfach ist die Ambition, woran es nicht fehlt, dass da unglaublich talentierte richtig gute Leute arbeiten, die wirklich Bock auf das haben was sie machen, die mit viel Herzblut bei der Sache sind, die das hoch professionell machen und seit vielen, vielen Jahren wirklich auch dafür sorgen, dass der Nachwuchs nach wie vor seine Karriere dort starten kann.

00:46:44: Ich glaube das sind Strukturen, auf die wir echt auch stolz sein können so als Branche selbst.

00:46:51: ganz platt gesprochen ist, der du Kartenscheißer, der irgendwo im Keller stehen musst und dafür sorgt das die ganzen Kolleginnen und Kollegen in Deutschland in den lokalen Medien einen hervorragenden Job machen, dass auf irgendeine Art und Weise auch in zwei, drei oder fünf Jahre noch gestemmt bekommen.

00:47:07: So ist es!

00:47:07: Wir haben uns ein Robot sagt man.

00:47:08: am Ende kackt die Ente und ich glaube darauf läuft wirklich alles hinaus.

00:47:15: Man muss den Port einfach lieben.

00:47:17: Ja, das war ein wunderbares Schlusswort und ich schließe mich auch an der Beobachtung.

00:47:23: Der vielen tollen sehr engagierten Kolleginnen und Kollegen gerade im Lokaljournalismus die jeden Tag ja an der Basis dafür sorgen dass Demokratie gelb wird, dass dort Öffentlichkeit entsteht und das ist super wichtig und erhaltenswert.

00:47:40: Das haben wir heute glaube noch mal ausgiebig diskutiert.

00:47:43: Vielen, vielen Dank Sascha de Venier für deine Zeit und deine Einblicke in eurer Arbeit und deine Sicht auf lokale Medienaufblick, lokal TV auch speziell!

00:47:53: Und wie gesagt wer Sascha live erleben möchte kann das Tool in Nürnberg am vierundzwanzigsten Juni spricht ja da beim Panel, welche Innovationen machen TV vor Ort zukunftsfähig?

00:48:02: Da geht's wie gesagt auch um den New York-Harlmann Avatar.

00:48:05: Unter anderem wenn ihr dahin wollt dann schaut mal bei uns in die Show Notes.

00:48:08: Da gibt es den Link zu weiteren Infos und den Tickets!

00:48:12: Lieber Sascha vielen vielen Dank für deine Zeit und das Glück war

00:48:15: uns was.

00:48:15: Danke dir

00:48:17: an euch da draußen.

00:48:18: Ihr kennt das von mir nur noch.

00:48:19: die letzten Worte von Mir wars dass an dieser Stelle macht's gut bleibt stabil und bis zum nächsten Mal

00:48:28: Das Update für alle, die Medien machen.

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