„Die Hauptaufgabe ist rausgehen!“ Warum die Zukunft des Lokaljournalismus in der echten Nähe liegt

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00:00:00: Ich glaube, die Nähe wieder zu suchen und den Leuten rauszugehen.

00:00:04: Das ist die

00:00:04: Maßnahme.".

00:00:05: So prägnant hat es Julia Krester von CH-Media bei den Lokalmedientagen auf den Punkt gebracht – was die Aufgabe für lokale Medien ist!

00:00:14: Und wie groß diese Aufgabe ist, wie herausfordernd aber auch wie viel Spaß sie machen kann?

00:00:20: Wie erfolgreich sie sein

00:00:21: kann?!

00:00:21: Darum ging's in Nürnberg und darum geht das in dieser Folge von This Is Media Now.

00:00:27: Jetzt gehts los….

00:00:46: Mein Name ist Lukas Schöne und ich begrüße euch zu dieser Folge unseres Podcasts.

00:00:51: Insbesondere spannend ist Julias Aussage vom Anfang, weil sie Leiterin digital bei CH-Media isst und jetzt sagt sie die Hauptaufgabe ist rausgehen!

00:01:03: Aber nein das passt schon, schließlich gehört so ihrem Jobtitel auch Audience Development und das versteht Sie eben ganzheitlich.

00:01:10: Wir arbeiten alle für

00:01:11: sehr, sehr

00:01:11: stark Marken.

00:01:12: Wir sind im Regionalen sehr stark und das ist ja auch das Wichtigste dass wir die Nähe immer noch schaffen zu unseren Hörerinnen und

00:01:20: Hörern.

00:01:20: Wir haben jetzt

00:01:21: viel von digital, wir haben vom KI gehört aber was noch viel wichtiger ist auch rauszugehen.

00:01:26: Die Nähe zu suchen Events aus Offair ist eigentlich ein Riesenthema weil es geht um Loyalität.

00:01:32: ich glaube Reichweite wird in Zukunft weniger wichtig sein wie Loyalitet.

00:01:37: Das kann man schaffen mit Newslettern im Digital, das kann man schaffen mit guten Apps.

00:01:41: Das kann dann mit Personalities besonders auch gut arbeiten und das ist auch das Ziel bei uns.

00:01:46: wir haben in jeder Region unsere Super-Personalities die dann auch dank Karii, Dank Voice Tracking mehr Zeit haben eben auch Events zu besuchen rauszugehen und auch Social Media Inhalte zu machen.

00:02:04: Ja, lange war die Branche damit beschäftigt Journalismus und klassische Medien digital zu machen.

00:02:08: Das ist natürlich auch immer noch die Aufgabe.

00:02:10: auf TikTok und Co.

00:02:12: eigene Kanäle stärken – you name it!

00:02:14: Und KI stellt nochmal ganz andere Herausforderungen und bringt Chancen mit.

00:02:18: darüber haben wir schon viel gesprochen auch hier im Podcast.

00:02:22: aber vielleicht haben wir über das intensive Nachdenken über Digitalstrategien über Plattformen und Klicks etwas Entscheidendes vergessen, wohin wir zurück müssen.

00:02:31: Das meint auch Alexander von Streit herausgeber von Krautreporter

00:02:59: macht diese besondere Beziehung aus, die wir herstellen können zwischen Informationen und Menschen.

00:03:05: Und wie kriegen wir das hin?

00:03:07: Dafür müssen wir Sachen machen ,die wir früher wahrscheinlich nicht als Journalismus bezeichnet hätten – dass die Fußgängerzone von Gelsenkirchen an einem Samstagvormittag ein bisschen leer ist und seitenarm.

00:03:20: In Gelsen Kirchen ist leider nicht besonders viel los in der Fußgangerzone.

00:03:23: Viel Leerstand Es ist ziemlich runtergekommen, es ist auch ein problematisches Stadt also von Sozialstrukturen vom Einkommensniveau.

00:03:30: Aber vielleicht ist das hier Journalismus was hier stattfindet?

00:03:33: Vielleicht ist Journalismus ja in Zukunft ein Café und das hier ist ein Cafè Spotlight von Korrektiv.

00:03:39: Das ist ein café dass gleichzeitig eine Lokalredaktion ist und zwar nicht einfach nur ne Pop-up Redaktion sondern das ist von Anfang an gedacht als ein journalistisches Medium.

00:03:49: Da sitzen Redakteurinnen drin Da arbeitet aber auch ein gastronomisches Team, das ist insgesamt als Geschäftsmodell gedacht.

00:03:56: Die Gastronomie soll den Journalismus finanzieren.

00:03:58: Da können Menschen reingehen und sich Menschen wohlfühlen.

00:04:01: Das ist ein dritter Ort an dem man sich gerne aufhalten kann.

00:04:05: Es ist aber auch einen Ort in dem Journalismus entsteht.

00:04:07: Sie schreiben ein Newsletter, sie machen Veranstaltungen am Abend, es gibt Diskussionsrunden, es kommen Leute zu diesen Diskussionsrunden, zu den Infoveranstaltungs- und Lesungen, was auch immer was sie dort machen und kommen dadurch in Kontakt mit den Newsletterprodukt.

00:04:23: Und abonnieren danach die Newsletter, andere kennen die Newsletterung, kommen an diesen Ort und kommen vielleicht immer wieder an den Ort und treffen andere Menschen, mit denen sie reden.

00:04:30: Sie treffen Journalistinnen, mit dem sie reden können.

00:04:34: Und man kann da auch einfach frühstücken.

00:04:36: Das ist eine ehemalige Buchhandlung, die sie einfach gekapert haben.

00:04:39: Wir müssen es strategisch angehen.

00:04:41: wir müssen verstehen das Journalismus in der Zukunft Irgendwas ist wie ein Ökosystem in der Gesellschaft mit den Menschen zusammen.

00:04:49: Er

00:04:49: argumentiert vor allem davon ausgehend, dass die KI-Suche und Chatbots die ganze Architektur des Netzes grundlegend verändern und die Art wie Menschen Informationen suchen und konsumieren.

00:05:01: Da wird eben der direkte Draht zu den Menschen überlebenswichtig.

00:05:04: für Medienhäuser.

00:05:06: Das haben sie auch beim Zeitungsverlag Weiblingen erkannt wo sie strategisch Pop-Up-Redaktionen in leerstehenden Gebäuden in der Region errichten und sich so ganz andere Formen des Lokaljournalismus eröffnen.

00:05:19: Das hat bei den Lokalmedientagen Redakteurin Lin Norge erzählt.

00:05:24: Deswegen haben wir seit dem Jahr ist es seit im Jahr schon ein paar sehr interessante Redaktionsstandorte aufgetan.

00:05:32: Also das erste war eine leerstehende Fahrschule, dort haben wir die Oster Weihnachts- und wie wir kurz dachten auch Halloween-Dekorationen noch weggeräumt.

00:05:40: Die Halloween-Dekoration ist dann weggekrochen.

00:05:44: Es gab einen ehemaligen Klumenladen in dem es wahnsinnig laut war aber man konnte trotzdem arbeiten.

00:05:49: also dass eben der ganze Gag an diesen Popup-Redaktionen wird ziehen.

00:05:53: mit unserem wichtigsten Redaktion mit unserer wichtigsten Redaktionseinrichtung ziehen wir um.

00:06:01: Wir haben schon so ein kleines Setting, das ist jetzt nur Boxen.

00:06:03: Jemand meinte neulich dass es bei euch so bisschen wie Campen und das trifft eigentlich relativ gut!

00:06:07: Wir versuchen dabei unseren Job ziemlich normal zu machen,

00:06:11: d.h.,

00:06:12: wir sind alle in die Produktion eingebunden, wir machen dort unseren Job.

00:06:16: Und wir haben minimale Anforderungen an unsere Räume.

00:06:21: Bis vor ein paar Monaten hätte ich noch gesagt, die Minimalanforderungen sind Heizungen, fließend Wasser und Klo.

00:06:27: Dort wo ich gerade sitze haben wir nichts davon.

00:06:30: Es funktioniert auch.

00:06:31: man kann das zum Funktionieren bringen sagen wir es mal so Ja jetzt ist die Frage was machen wir dort natürlich überhaupt anders als wird es im normalen Zeitungshaus machen würden?

00:06:44: Also ganz wichtig Wir sitzen nicht alleine dort.

00:06:47: Das Projekt wird zwar aus der Redaktion heraus getragen Aber wir sind auch immer mit dem Marketing-Team vor Ort, weil die sind einfach die besten Ansprechpartner.

00:06:56: Wenn sie den eben fragen zu Abonnements inhaltlichen Dingen Rätselseite wird auch gerne nachgefragt.

00:07:02: das sind wir in der Redaktion nicht so ganz sprechfähig.

00:07:05: und wie von der redaktion?

00:07:06: wir sind normalerweise zur zweit vor ort.

00:07:08: dabei ist immer das redaktionsmitglied verstärkt da dass eben diesen ort auch betreut.

00:07:13: also es geht auch darum Gesicht zu zeigen Auch die Marke irgendwie als Person zu prägen Und wir hören zu, wir erklären.

00:07:22: Wir gehen in die Diskussion auch mal wenn jemand ein bisschen pumpig reinkommt.

00:07:27: das passiert zum Glück selten aber wir sind einfach da und gehen in den Austausch und schreiben dann auch Geschichten über dass was zur Tür reinkommt.

00:07:35: Jetzt kann man sich natürlich fragen Was bringt das eigentlich?

00:07:39: In erster Linie bringt es uns Themen und es bringt uns aber auch eine ganze Menge Zulauf bei unserer Leserschaft und das ist in sehr starken Zahlen messbar mittlerweile.

00:07:50: Wir haben sehr viele Brindleser tatsächlich auch bekommen, die auch geblieben sind und einfach ganz viele neue Kontakte

00:07:58: erschlossen.".

00:07:59: Und auch Jakob Kweisner vom neu gegründeten Gerda-Magazin in Gera in Thüringen hat schon Ideen wie ein direkter Draht zu den Leuten vor Orten aussehen kann.

00:08:09: Er will mit seinem Magazin da schließlich Lücken füllen, die klassische Angebote hinterlassen

00:08:14: haben.

00:08:14: Da kann man ja sehr kreativ sein, wie man seinen Journalismus unter die Leute bringt.

00:08:19: Es

00:08:20: kann sein dass man

00:08:21: irgendwie in der Lesung oder einen Vortrag macht aber ich kann mir auch vorstellen das ist einfach eine kleine runde leute zusammen sammeln und dann machen wir irgendwas Produktives nebenbei weil es nicht nähen oder töpfeln oder so und ich gebe dabei einblicke.

00:08:36: also man

00:08:36: plaudert dann und man gibt halt

00:08:37: so Einblicke

00:08:38: in den journalistischen

00:08:39: Alltag oder

00:08:40: zu bestimmten Recherchen.

00:08:42: sowas Hat ja auch keinen großen Aufwand

00:08:45: und aber trotzdem mehr Wert für die Leute.

00:08:48: Über diese Lücken, die Lokaljournalismus lässt, hören wir später im Podcast noch ein bisschen mehr und was diese am Ende für die Demokratie bedeuten.

00:08:55: da gibt es eine ganz interessante Studie der BLM dazu.

00:08:58: Aber erst mal machen wir weiter mit den Impulsen wie das gehen kann Mit mehr Nähe zum Publikum.

00:09:05: bei Radio Meinwelle Machen sie das über Musik.

00:09:08: Beim Heimatsound gibt Volontärin Franziska Horn lokalen Künstlerinnen eine Bühne.

00:09:13: Dafür hat sie auch gleich den BLM-Medienpreis in diesem Jahr für den besten Nachwuchsbeitrag im Radio gewonnen.

00:09:20: Es gibt so viele junge, talentierte Künstlern bei uns in der Region und das ist uns halt super wichtig die vorzustellen weil ohne Vitamin B es sehr schwierig Bühne zu kommen oder eine Plattform zu bekommen.

00:09:35: Und wir haben die Plattform und dann haben wir gedacht, ja, die müssen wir

00:09:39: nutzen.".

00:09:39: Musik spielt auch eine Rolle wenn der Tagesspiegel in Berlin zur Checkpoint-Review einlädt – das ist eine lokal journalistische Bühnshow, die aus dem Checkpoint Newsletter des Tagespiegeln entstanden ist.

00:09:51: Anke Müre ist als stellvertretende Chefredakteurin die Verantwortliche.

00:10:03: Schon alleine vom Medium an sich ist es so, dass man auf ein Newsletter auf Antworten klicken kann ohne dass man sich lange irgendwelche Leserbrief-Adressen raussuchen und einen Medienwechsel vollziehen muss.

00:10:13: Das hat schon den Kontakt viel direkter gemacht!

00:10:16: Aus diesem Kontakt ist etwas sehr Schönes entstanden.

00:10:18: Wir haben jeden Tag im Checkpoint zum Beispiel ein kickste Bild, das irgendeine absurde Situation in Berlin zeigt.

00:10:25: Wir habe aber auch zum Beispiel unseren Comic, hab ich gerade schon gesagt, wir haben kleine Geschichten die die Stadt besser machen.

00:10:33: also zum Beispiel eine Rubrik, die heißt Amt.

00:10:36: Aber Glücklich weil wir nicht immer nur über unsere Behörden schimpfen wollen sondern wir zeigen aktiv die Menschen die die statt jeden tag ein bisschen besser machen Und aus diesem Spirit heraus kommt ganz viel Positives zu uns zurück.

00:10:48: Also wir können zum Beispiel ganz schnell Dinge verändern, wir haben den Slogan Wir machen die Stadt ein bisschen besser jeden Tag.

00:10:55: das heißt wir können auch ganz schnell reagieren, wenn zum Beispiel wir hatten die Situation ukrainische Familie muss aus der Wohnung raus.

00:11:04: Am nächsten Tag hatten wir drei konkrete Angebote für diese Familie wo wir dann wieder das zurückspielen können wo die Leute einfach denken wow dieser Newsletter macht einen Unterschied.

00:11:12: so aus diesem aus diesem Spirit heraus sind wir also haben wir überlegt wie können wir das ganze noch einen Schritt weiterdenken und die Community wirklich zu einer Live-Community machen?

00:11:20: und haben dann so ganz zart angefangen mit ersten Partys Wo wir Gäste eingeladen haben, die gesamte Berliner Regierung war damals mit auf der Bühne und ein paar geladene Gästen.

00:11:32: Geladene Leserinnen und Leser Und wir haben die Band zum ersten Mal auf die Bühnen gebracht.

00:11:37: Die Band besteht auch aus uns.

00:11:40: könnt ihr euch vorstellen ging alles sehr wild los und sehr unperfekt, aber das passt auch zu unserer Stadt.

00:11:45: Wir haben an diesem ersten Abend schon gemerkt wow da ist irgendwie was die Leute lieben dass sie wollen miteinander in Austausch kommen und zwar auch mit Leuten in Austauch kommen mit denen sie sonst nichts mehr zu tun haben weil man in unterschiedlichen Blasen unterwegs ist.

00:11:57: Die wollen aber auch mit uns in Austause kommen.

00:11:59: Das war eine Zeit wo wir noch gar nicht über KI geredet haben.

00:12:01: Inzwischen ist es Alexander hat's gerade auch schon angedeutet ist noch viel wichtiger geworden zu sagen Leute, hier sind echte Menschen.

00:12:07: Wir haben echte Gedanken wir machen Fehler ja aber ihr könnt mit uns reden!

00:12:11: Wir können unsere Meinung auch anpassen.

00:12:13: Wir sind nicht irgendein Chatbot oder eine KI So.

00:12:16: was ist daraus entstanden?

00:12:19: Von der ersten Party bis zur Revue mit acht hundert Gästen, acht ausgeverkaufte Shows, drei tausend vierhundert Versuche insgesamt zehn Bühngäste, acht Bandmitglieder.

00:12:33: Wir

00:12:45: haben zwei mehrständige Live-Sendungen zu den Kommunalwahlen veranstaltet.

00:12:51: Niemand hat diese Informationen angeboten, die wir angeboten haben in Echtzeit in dieser Form.

00:12:58: Man konnte also wirklich mit ansehen wie die Ergebnisse eintudelten.

00:13:04: in unseren Lokalredaktionen und jeder in den Lokalreaktionen hat sich überall jemand vor die Kamera gesetzt obwohl unsere schreibenden Kolleginnen und Kollegen ja jetzt nicht geborene Host sind Und hat da super

00:13:18: live

00:13:19: die Zahlen wiedergegeben und eben wirklich einen Einblick in die Demokratie gegeben, in unsere kommunale Demokratie.

00:13:32: Die Ereignisse kommentiert live also das fand ich sehr beeindruckend.

00:13:36: Was all diese Beispiele gemeinsam haben?

00:13:39: sie wären ohne engagierte Medienmacherinnen und Medienmachern nicht denkbar.

00:13:44: Das bringt natürlich gewisse Anforderungen mit sich, die über das Grundhandwerkzeug und das Beherrschen von Tools hinausgehen.

00:13:51: Super auf den Punkt gebracht hat das Leonie Erdmann von Regiotv Schwaben, die zum zweiten Mal in Folge dieses Jahr den BLM-Preis für den besten Nachwuchsbeitrag TV gewonnen hat.

00:14:02: Es sind drei Dinge, die ich gerne mitgeben würde.

00:14:05: Und zwar zum einen glaube ich dass es ganz wichtig ist neugierig und offen zu sein.

00:14:10: Jeder, der im Lokaljournalismus arbeitet.

00:14:13: Es ist doch so schön dass wir jeden Tag so einen abwechslungsreichen Beruf haben.

00:14:17: also gestern war ich noch auf dem erdbeerfeld morgen keine ahnung geht es auf eine veranstaltung mit herren söder und übermorgen dann auf ne gartenmesse.

00:14:24: Und wie toll ist das?

00:14:26: Dass man in sport in politik in kultur in alle bereichereien schnuppert und einfach so nah dabei sein kann.

00:14:33: Dann zum zweiten seit empathisch.

00:14:37: Ich glaube, der Luftangriff von letztem Jahr und der Beitrag über MECFS ist ein gutes Beispiel dafür.

00:14:43: Wir sind Menschen!

00:14:44: Wir arbeiten mit Menschen auch Irmgard und ihr Wein.

00:14:48: Paradebeispiel wenn man zuhört und sich einlässt und einfach menschlich ist.

00:14:54: Und dann zum Schluss natürlich noch seit mutig und zeigt Eigeninitiative.

00:15:00: Denkt einfach mal out of the box so.

00:15:02: Wenn man irgendwie sich was traut und auch mal all in geht so kann oft Was Gutes dabei entstehen.

00:15:13: Ja, warum ist das jetzt eigentlich alles so wichtig?

00:15:15: dieses Nähe suchen?

00:15:17: Klar es ist eine Antwort auf die digitale Entfremdung, die in Teilen stattfindet und diese Nähe bettet sich ein in die große Aufgabe des Lokaljournalismus Die BLM-Präsident Dr.

00:15:29: Thorsten Schmiege in seiner Eröffnungsrede bei den lokalen Medien Tagen so skizziert hat.

00:15:34: Wie schaffen wir es in gesellschaftlich schwierigen Zeiten, den Zusammenhalt zu stärken?

00:15:39: Den Zusammenhalt der Demokratie zur Gewährleistung.

00:15:43: Das ist eine große Frage für die Lokalmedien-Tage.

00:15:47: Aber ich finde das auch genau die richtige Frage!

00:15:50: Denn Lokaljournalismus

00:15:52: ist

00:15:52: kein nice to have.

00:15:54: Er schafft Orientierung und ist für die Meinungsbildung relevant.

00:15:57: Macht auch Missstände sichtbar.

00:15:59: kurz.

00:16:00: Lokal-journalismus ist eine demokratische Infrastruktur.

00:16:04: Das sage ich jetzt nicht zum ersten Mal, das wird Ihnen auch nicht neu sein.

00:16:08: Neu ist allerdings dass wir es zum ersten mal auf wissenschaftlich untersucht haben.

00:16:11: Wir haben vor kurzem eine Studie in Auftrag gegeben, präsentiert Lokaljournalismus und Demokratie Und diese Studie enthält die Antwort auf meine Eingangsfrage lokale Medien sind für den gesellschaftlichen Zusammenhalt unentberlig?

00:16:24: Ja, da ist die angesprochene Studie Lokaljournalismus und Demokratie, die ich gerade auch schon erwähnt habe.

00:16:29: Und die Regina Deck von der BLM bei den lokalen Medientagen vorgestellt hat.

00:16:35: Fast die Hälfte nutzt täglich – der Person in Bayern – mindestens ein lokaljournalistisches Angebot.

00:16:43: Ganz wichtig ist das Asset der lokalten Medien.

00:16:46: Lokale Medien genießen eine unheimlich großes Vertrauen mehr als Medien allgemein Und was Sie hier nicht sehen können, mehr auch

00:16:55: als

00:16:55: sämtliche politischen Institutionen in Deutschland.

00:16:58: Egal ob auf der Bundesebene oder der Nenter-Ebene oder auf der Kommunalebene und viele Menschen sagen eben auch ausdrücklich, nämlich sechzig Prozent dass lokale Medien ihnen helfen sich eine Meinung zu bilden.

00:17:11: das heißt Lokaljournalismus ist ja gehört zum Informationsalltag und noch wichtiger, er wird jetzt nicht nur genutzt um irgendwas zu erfahren was vor Ort passiert sondern um sich zu orientieren Entwicklungen einzuordnen und lokale Zusammenhänge zu verstehen.

00:17:30: Und genau deshalb sprechen wir von demokratischer Infrastruktur.

00:17:34: Ja was aber wenn diese Infrastruktur Risse bekommt?

00:17:38: Wenn Lokaljournalismus fehlt dann fehlt eben Orientierung auch die Kontrolle Vor Ort.

00:17:44: es fehlt jemand, der systematisch hinschaut nachfragt und einordnet oder man kann auch anders sagen die lokale Öffentlichkeit wird dünner.

00:17:55: Und diese Lücken die entstehen früher als man denkt nämlich nicht erst wenn der Totalausfall eingetreten ist.

00:18:05: Genau das zeigen auf Studien die in Thüringen durchgeführt wurden.

00:18:10: Dort wurde in den letzten zwei Jahren auch viel geforscht zum Thema Lokaljournalismus und da zeigen sich eben strukturelle Lücken, die jetzt weniger als klassische Nachrichtenwüsten zeigen dass es da überhaupt kein lokales Angebot mehr gäbe.

00:18:27: Aber oft gibt es nur noch eine Lokalausgabe.

00:18:29: das zeigt z.B.

00:18:30: Untersuchungen im Bezug auf lokale Zeitungen Und ein ganz wichtiges Ergebnis der Forschung war aber auch, dass keine Wüste nicht gleich bedeutend ist mit gut versorgt.

00:18:44: Die Redaktion zieht sich aus der Fläche zurück, Stichwort Zombie-Zeitungen – die Inhalte werden austauschbar.

00:18:52: und fast noch spannender fand ich persönlich jetzt eine Studie in einer Region durchgeführt wurde in Thüringen, in der es schon zu so einer Ausbildung gekommen ist.

00:19:03: Da wurden Menschen interviewt, was sie fühlen und da zeigt sich eben das ich ein gefühltes Abgehängt-Science eingestellt habe.

00:19:13: Man wird ignoriert!

00:19:14: Es ist nicht mehr wichtig, es kümmert sich keiner mehr für die Region, es interessiert sich niemand mehr.

00:19:20: Es besteht der Wunsch nach mehr lokalen Recherchen, nach mehr Hintergründen und Einordnung – wie eben schon erwähnt.

00:19:28: Die Öffentlichkeit wird spürbar dünner und das ist bereits ein demokratisches

00:19:34: Problem.".

00:19:34: Das weiß auch die politische Seite.

00:19:36: Dr.

00:19:37: Markus Söder, der – das dürfte der ein oder andere wissen – der bayerische Ministerpräsident ist, der wollte deshalb bei den lokalen Medientagen auch ein Bekenntnis loswerden!

00:19:47: Und ich will immer ein Bekenntnis ablegen.

00:19:48: Ich war von Anfang an ein Fan von Lokalmedien,

00:19:52: Lokal Rundfunk und

00:19:53: Lokal Radio weil ich glaube einfach dass das

00:19:55: die Heimat

00:19:56: zeigt.

00:19:56: Wissen Sie als ich ein sehr junger Mann war?

00:19:58: Da hat man immer nur sich den ganzen Tag im Radio die Frage gestellt was ist denn eigentlich die Donnersberger Brücke?

00:20:04: Und warum ist nur

00:20:05: Münchenverkehrsnachrichten?

00:20:06: Das war mir völlig wascht aus Nürnberg.

00:20:09: Ich fand es so erfrischend und zu gut, dann auch zu hören, was alles möglich ist in ganz Bayern.

00:20:14: Deswegen bleibe ich ein Fan und deswegen werden wir politisch alles dafür tun, dass egal wie

00:20:19: schwer und würd

00:20:20: die Zeiten sind das Lokal Medien, Lokal Rundfunk, Hörfunkfernsehen auch weiterhin Bayern möglich sind.

00:20:26: Es ist tolle

00:20:27: Arbeit viel Kreativität

00:20:29: Danke für

00:20:29: eure Arbeit.

00:20:36: näher schaffen Das ist also eine wichtige zentrale Säule für die Zukunft von Lokalmedien und auch, die vorhandenen Beziehungen besser zu nutzen.

00:20:44: Die Community, die sowieso schon da ist!

00:20:47: Und so dann Geschäftsmodelle weiter entwickeln – im besten Fall.

00:20:50: Darauf hat Funkhaus Würzburg-Geschäftsführer Fabian Steigerwald bei den Lokalmedientagen hingewiesen.

00:20:56: Wir haben aus unserer Genesis Stichwort Community wir wissen unglaublich viel über unsere Hörer.

00:21:04: Sie schreiben, wenn sie Fragen haben, WhatsApp ins Studio.

00:21:07: Sie rufen an aber wir haben da kein Datenmanagement hinten.

00:21:11: Hätten wir das, könnten wir unseren eigenen Produkt und unser eigenes Inventar damit anreichern.

00:21:17: Und unsere TKP natürlich auch damit noch weiter nach oben

00:21:20: treiben.".

00:21:20: Ja und dieses ganze Feld wie wir Geschäftsmodelle neu aufstellen, weiterentwickeln müssen, wie wir fairen Wettbewerb schaffen können mit Blick vor allem auf die großen Plattformen – und wie ein Umdenken in der Werbewirtschaft vielleicht gelingen kann?

00:21:34: Darum wird es in der nächsten Ausgabe von ThisisMediaNow gehen!

00:21:39: gerne auch in die Show Notes.

00:21:40: Da gibt's links zu allem rund um die Lokalmedientage.

00:21:44: Schön war es mal wieder in Nürnberg, schön heiß auch aber das ist man ja inzwischen fast gewohnt dort.

00:21:50: Aber ich glaube wir konnten eine Menge mitnehmen und einen kleinen Eindruck gab es heute hier in diesem Podcast falls ihr nicht dabei sein konntet oder auch nochmal ein paar Sachen nachhören wolltet wenn ihr doch da wart.

00:22:00: Von mir wars das an dieser Stelle.

00:22:02: machts gut bleibt stabil und bis zum nächsten

00:22:05: Mal!

00:22:09: Das Update für alle,

00:22:10: die Medien machen.

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