"Einfach mal machen und kein Mimimi" – Wettbewerb und neue Erlösmodelle im lokalen Medienmarkt

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00:00:00: Mut zu haben, einfach mal mutzuhaben und sagen wir machen das jetzt mal anders.

00:00:03: Und wir versuchen das Ding neu zu drehen.

00:00:05: Wir sind eben Auto, wir sind Content, wir ist lokal vor Ort.

00:00:09: Das

00:00:10: einfach als Appell.

00:00:12: lasst uns das einfach mal machen und nicht immer nur Mimimi.

00:00:15: Das ist vorbei!

00:00:17: Jetzt ist die Chance.

00:00:18: Mehr Mut fordert Falk Zimmermann, Geschäftsführer der neuen Welle und Vorsitzender der Radiozentrale von seiner Audio-Branche.

00:00:26: Denn die steht unter Druck – wenn es um ihre Geschäftsmodelle geht!

00:00:30: Der Wettbewerb mit den großen Plattformen ist das eine.

00:00:34: Da gibt's von politischer Seite auch viel zu tun, aber es gibt auch Dinge, die die Branche selbst gestalten kann.

00:00:40: Und um all das geht es in dieser Episode von This Is Media Now.

00:00:44: Jetzt geht's los….

00:01:00: Mein Name ist Luca Schöne und ich begrüße euch zu dieser Folge unseres Podcasts.

00:01:05: Bei den lokalen Medientagen in Nürnberg neulich wurde eines mehr als deutlich, nämlich dass die Ausgangslage für lokale Medien speziell den Lokal Rundfunk – sie heißen zwar nicht mehr Lokal-Rundfuntage aber natürlich war das großes Thema.

00:01:18: Na ja, die Ausgangslage ist nicht gerade einfach!

00:01:21: Das ist deutlich geworden.

00:01:24: Besonders deutlich hat das Korinadrum gemacht, die Vorsitzende des Verbandes österreichischer Privatradios.

00:01:30: Der Rundfunk ist ja die am strengsten regulierte Mediengattung Radio und Fernsehen.

00:01:35: Das gibt's ja nirgendwo sonst!

00:01:37: und dann kriegen wir noch mehr drauf.

00:01:39: Und das ist im Audiobereich so besonders schrecklich, so eine KI-Kennzeichnung wo wir überhaupt nicht wissen wie hört sich denn der Werbeblock an?

00:01:46: Hör ich vor jedem Werbespot Achtung KI und dann kommt ein Nicht-KI-Sport und dann kommen wieder Achtungen KI und da kommt wieder ein Sport und so.

00:01:54: und dann noch die politische Werbung.

00:01:56: Das ist in Deutschland vielleicht nicht zu relevant aber Wir müssen da so viel aufsagen dass kann zehn Sekunden dauern das zahlt einem kein Mensch und der Hörer hört es auch nicht an.

00:02:04: also das heißt wir kriegen eigentlich per und die DSGVO erwähnt nicht, aber wir kriegen permanent neue Regeln.

00:02:11: Und gleichzeitig, also in Österreich sagt man die Plattformen feiern fröhliche Urstände.

00:02:16: Also den ist irgendwie alles wurscht und da muss man ansetzen!

00:02:20: Es geht nicht so sehr darum ob wir jetzt unsere quantitativen Werbezeitgrenzen lockern.

00:02:24: das ist nicht der Punkt.

00:02:25: Der Punkt ist wenn wir uns in Richtung eines fairen Wettbewerbs hin bewegen wollen dann brauchen wir viel mehr Regulierung der Plattform.

00:02:32: und das ist jetzt der Punkt wie man sagen ja aber kann nur die EU.

00:02:36: Das ist ja soweit weg.

00:02:37: Erstens die EU kann sehr viel machen auch ihre Geschwindigkeit deutlich erhöht.

00:02:43: Und da brauchen wir sowas wie Algorithmen Transparenz, aber vielleicht auch Algorithment-Vorgaben mehr?

00:02:49: Warum nicht das was wir als journalistische Vorgaben haben.

00:02:52: ausgewogenheit Objektivitäten warum nicht so etwas in Algorithm hineingeben kann man ja mal durchdenken.

00:02:58: und es gibt auch noch viele andere Themen die man durchaus auf europäischer Ebene ansprechen kann.

00:03:03: Verantwortung und so weiter schon gefallen.

00:03:05: Aber auch der nationale Gesetzgeber kann mehr machen also ganz gerne zugibt Steuern ist schon gefallen Da kann man für mehr Steuergerechtigkeit sorgen.

00:03:13: Aufhindbarkeit ist auch schon gefallen, da muss mehr passieren.

00:03:16: Aufhinbarkeit is das was früher Frequenzpolitik war?

00:03:19: Da muss man vielmehr machen bisschen.

00:03:21: aber auch wir können noch mal nachdenken über Anreizsysteme für Werbebuchungen bei nationalen Medien.

00:03:28: also es dürfen natürlich nicht Nationales sein.

00:03:30: Das weiß ich schon EU und so.

00:03:32: Aber vielleicht für Qualitätsmedien die bestimmte Qualitätenvorgaben erfüllt.

00:03:37: Neben der Analyse hat sie da auch gleich einige Lösungs Ansätze mitgeliefert.

00:03:42: Ein Punkt waren Steuern wie zum Beispiel die Digitalabgabe, die es in Österreich bereits gibt.

00:03:48: Die Digitalsteuer wird eingehoben, das sind fünf Prozent des Umsatzes auf Werbedienstleistungen von Plattformen ab einer gewissen Größe.

00:03:56: Also es trifft nur Meter und so weiter.

00:03:59: Fünf Prozent von deren Umsatz.

00:04:01: wir können auch sehr genau sagen wie viel Geld da in den Staatshaushalt fließt.

00:04:05: Es waren im letzten Jahr wenn ich dann im Verhältnissetze zu den Werbeumsätzen die klassische Medien in Österreich machen war uns letztes Jahr sechzig Prozent die die Plattformen aus unserem Markt geholt haben und in den ersten vier Monaten dieses Jahres sind wir schon bei sixty-sechzig Prozent.

00:04:21: Also, in Österreich haben wir leider oder zum Glück besonders gute Daten dazu, in welchem verzerrten Wettbewerbsumfeld wir hier gerade

00:04:30: sind.".

00:04:30: Ja da ist es das berühmte Unlevel Playing Field!

00:04:33: Und dass setzt sich an anderer fürs Radio sehr wichtiger Stelle fort weiß BLM Präsident Dr.

00:04:39: Thorsten Schmiege.

00:04:44: Plattform mittlerweile ins Auto fortsetzt und da ist jetzt glaube ich ein ganz interessanter Kampf der jetzt auf europäischer Ebene auch top beim Digital Networks Act, wo es darum geht wird das in Zukunft noch eine Aufhindbarkeit von Radiumauto geben.

00:04:58: Das war vor Jahren eine ganz wichtige Entscheidung dass man sich entschieden hatte, dass diese Ausrüstungsverpflichtung und die DB Plus ins Auto kommt.

00:05:06: Das hat glaube ich die Digitalisierung geholfen.

00:05:08: Aber die Entwicklung jetzt ist ja noch dramatischer, wenn man sagt in welchen Autos gerade ausländische Anbieter sind überhaupt noch Radio verbaut.

00:05:16: Und wenn kein Radio mehr verbaut ist und ich tatsächlich darauf angewiesen bin... Ja, dass ich irgendwo ... Wir haben Log-in-Effekte angesprochen.

00:05:24: Dass ich dann sozusagen ins Auto einsteige und dann gleich im Apple CarPlay mich verliere.

00:05:30: Da ist die nächste Stufe der Abhängigkeit geschaffen.

00:05:33: Deswegen setzen wir uns als Medien ansteigen und ich hoffe auch und wer braucht dafür das alle Anbieterinnen und Anbiete aus dem Radiobereich sich massiv für einsetzen, auf europäischer Ebene der Deutschen Networks Act jetzt umgesetzt wird, dass das Thema Ausrüftungsverpflichtung fürs Radio da reinkommt.

00:05:49: Und da rede ich natürlich für die Anbieter auch davon überzeugt bin, dass diese demokratiefördernde Funktion die Radio einfach hat weil es alle Schichten und alle möglichen Zielgruppen erreicht erfüllt.

00:06:03: Aber ich rede auch über so simple Sachen wie Verkehrssicherheit.

00:06:07: Erreiche überhaupt noch alle, wenn das CarPlay-System darüber entscheidet welche Bahnnachrichten ich kriege.

00:06:14: Also das sind so ganz simple Dinge.

00:06:16: wo ich aber glaube da sind wir jetzt in einer ganz entscheidenden Phase wobei auch an der Stelle ich sage mal die Hintern hoch kriegen müssen und sagen müssen Wenn wir Radio erhalten wollen dann müssen wir dafür sorgen dass es auch im Auto weiter stattfinden kann.

00:06:32: Der Punkt, wo ich empfehle da jetzt auch mit allem Rückenwind, den man jetzt hier auch untereinander verbreitet.

00:06:40: Dass man ihn auch in positive Energie Richtung Brüssel formatiert

00:06:45: Regulierung der Plattform ist das eine Mittel, aber Radio NRW-Geschäftsführer Marco Morrocuti sieht für seinen Markt noch andere Hemmnisse.

00:07:17: Katelrechtliche Grenzen

00:07:18: stößt.

00:07:20: Ja, wir merken und wissen die Situation ist wahnsinnig kompliziert irgendwie!

00:07:24: Und doch gilt es sie zu gestalten... Und Falk Zimmermann hat ein paar Ideen.

00:07:29: Modellen sehr, sehr gute Ergebnisse zu erzielen.

00:07:59: Das hängt immer am Angebot.

00:08:00: und ist das Angebot so attraktiv?

00:08:02: dass wir es eben auch bepreisen können an der Stelle.

00:08:05: Also, das muss nicht nur die Einbahnstraße Werbefinanzierung sein.

00:08:08: aber wenn man die WerbeFinanzierung uns anguckt dann müssen wir auch da unseren Werkzeugkasten einfach ein Stück weit schärfen.

00:08:13: also ich habe für ihn das Thema Programmatik ja schon angesprochen nutzen andere Formen also tiefer auch ins IP-Thema reingehen und zu gucken kann ich die Nutzerinnen und Nutzer die ich dort hab stärker personalisieren den Mehrwert den TKP hochtreiben an der stelle und da eben auch ein Stück was mehr Umsatz aus dem Markt holen.

00:08:31: Es gibt ganz viele Möglichkeiten.

00:08:34: Wir müssen einfach nur gucken, wo liegt das Geld?

00:08:36: und auch was du gesagt hast Offer-Events Veranstaltungen machen all diese Sachen.

00:08:40: es gibt glaube ich einen ganz großen Reichen an Themen in denen wir noch gar nicht hingeschaut haben.

00:08:45: wenn man sich zum Beispiel Influencer anguckt was die alles so machen die machen ja nicht nur irgendwie die haben ja nicht mehr Sendungsbewusstsein auf dem Blattform sondern sie haben eine ganz große Markenabilität zu sich selber und dann eben auch mit den Produkten die sie in den Markt treiben.

00:08:58: und dass sehr erfolgreich da kommt der Einzelberg so umbringt Schokolade raus und es ist ein weltweiter Hype.

00:09:03: Wir können davon lernen.

00:09:04: an der Stelle, ich meine das ganz ernst tatsächlich!

00:09:06: Wir sind da glaube ich zuverhalten, wir vertrauen dann selber eigentlich unseren Markt nicht weil wenn wir den Vertrauen würden, würde man sagen okay dann bringe ich eben die Radio eins Schokoladeraus.

00:09:16: Nein das ist jetzt übertrieben.

00:09:18: aber nein trotz immer weiter auch gegen den Strom denken an der stelle einfach die ermutigen sozusagen was haben wir noch nicht ausgeschöpft an der Stelle?

00:09:25: Und wo?

00:09:25: Das war ein Gedanke eben noch den ich hatte.

00:09:28: werden die anderen gesprochen haben?

00:09:29: Die Plattform oder all das, was wir da draußen gerade erleben, zwingt uns dazu, uns zu professionalisieren.

00:09:36: Wir müssen besser werden!

00:09:37: Wir spielen jetzt Bundesliga und nicht mehr Amateur-Liga.

00:09:41: Das ist...wir müssen da mithalten können.

00:09:43: Und es heißt, dass wir unsere Abläufe, unsere Strukturen, unsere Wertschöpfungsketten, das was der Markt hergibt ganz genau angucken und eben einfach wirklich Profifußball spielen im Radio.

00:09:54: Profi-Fußball will Til Können als Geschäftsführer von Radio Arabella auch im Bereich Programmatic spielen.

00:10:00: Falk hat es ja gerade auch schon erwähnt und Til ist nach den ersten Erfahrungen, die sie bei Arabeller jetzt gemacht haben erst überzeugt dass das ein Gamechanger für die Branche sein kann.

00:10:11: Fünf Argumente hatte er dafür bei den Lokalmedientagen in Nürnberg dabei.

00:10:16: Das erste ist Lokalradios erschließen sich damit Budgets, die momentan automatisch in digitale Kanäle wie online oder social media

00:10:26: laufen.

00:10:28: Es gibt Zahlen, die sagen dass inzwischen über achtzig Prozent der digitalen Buchungen in Deutschland programmatisch erfolgen.

00:10:38: Wir sind da nicht dabei!

00:10:40: Das zweite und auch ein ganz wichtiger Punkt ist das Buchungssystem verändert sich von Sendezeitenkauf hin zu

00:10:49: Zielgruppenkauf.

00:10:52: Damit wird Radio noch stärker vergleichbar mit anderen digitalen Kanälen.

00:11:00: Durch den programmatischen Austausch sind wir wesentlich flexibler, wir können nahezu in Echtzeit reagieren und klassisches Beispiel auf dem Fußballergebnis reagieren wenn wir das denn wollen.

00:11:11: Wir haben auch kürzere Vorlaufzeiten.

00:11:14: Ich habe vorher schon gesagt der Sender hat jederzeit die Kontrolle.

00:11:19: also unsere Dispo nimmt prüft alle Spots die reinkommen.

00:11:23: Im Vorfeld, das ist in der Regel drei vier Tage bevor so eine Kampagne dann startet, liegen die Spots vor, die werden einmal angehört, passt Häckchen und dann wird nochmal der TKP gecheckt, passt dass die Kampanie wird freigegeben und abdann ist die Kempagne scharf völlig unabhängig davon wie lang sie dann läuft.

00:11:39: Der Prozess selber einmal aufgesetzt, läuft dann voll automatisch.

00:11:42: Die Dispo hat damit nichts mehr zu tun.

00:11:46: Und spannend ist auch der fünfte Punkt dass der Wert des Inventars steigt.

00:11:53: Und es ist egal, ob ich ein großer Sender bin oder kleiner.

00:11:58: Wenn ich die richtige Zielgruppe habe und die programmatisch zur Verfügung stelle dann kann sie auch bei nationalen Kampagnen gebucht und genutzt

00:12:06: werden.".

00:12:07: Ja funktioniert also technisch.

00:12:08: allerdings gilt es ja auch die Werbewirtschaft davon zu überzeugen das Radio, dass der Rundfunk ein gutes Umfeld für Sie ist, dass es da eine Menge zu holen gibt.

00:12:18: genau das haben Corinna Drum und ihre KollegInnen in Österreich mit einer Kampagne gemacht.

00:12:23: Wir haben letztes Jahr eine Kampagne lanciert, also wir haben sie initiiert als Privatzänderverband vom Verlegerverband und vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk gefragt, ob sie mitmachen.

00:12:37: Und Sie haben ungefähr eine Minute gebraucht um Ja zu sagen.

00:12:41: Dann haben wir die Kampagne umgesetzt.

00:12:43: Sie heißt Made in Austria, Made for Austria.

00:12:46: Es sind Testimonials aus der Werbewirtschaft, mit Sätzen beginnen, wie ich buche Werbung bei österreichischen Medienweilen.

00:12:54: Und da kommen all die Argumente gesellschaftliche Verantwortung Brandsafety Transparenz Arbeitsplätze Demokratie und so weiter.

00:13:02: Ich habe am Beginn gedacht, ich muss all diese Zitate schreiben.

00:13:05: Ich hab kein einziges geschrieben.

00:13:06: Das kam nämlich von denen.

00:13:08: Wir hatten also das Ziel Die Werbekunden auch zu sensibilisieren in dem wir sagen Schaut's mal der große Werber von diesem Unternehmen Der spricht sich aus für österreichische Medien.

00:13:18: Es war keine Kampagne für Print für Fernsehen, sondern nur für österreichische Medien.

00:13:22: und noch zwei Zahlen vielleicht auch dazu.

00:13:25: Sie lief letztes Jahr in sämtlichen Fernsehsendern, Radiosendern.

00:13:30: Es war ein Werbewert von ungefähr, also von über sieben Millionen Euro.

00:13:39: Für Österreich ist das relativ viel und macht es zu einer der größten Kampagnen letztes Jahr.

00:13:43: Und wir haben eine Netto-Reichweite von weit über achtzig Prozent erzielt und wurden sehr häufig darauf angesprochen Einerseits weil es um die Botschaft geht.

00:13:52: Wir haben nicht zu den Werbekunden gesagt Buchen Sie nicht soviel bei Google!

00:13:55: Wir haben nur gesagt Denken Sie mal drüber nach

00:13:57: Werbewirtschaft überzeugen Programmatic im Linearen zum Standard machen.

00:14:01: Das sind Die einen Ansätze, ein anderer ist die eigenen digitalen Kanäle.

00:14:06: Die eigene App zu stärken und die User dortzuhalten.

00:14:10: Einer der das als Chief Digital Officer bei RegioCast und den verschiedenen Sendern des Unternehmens erfolgreich macht, ist Matthias Pfaff.

00:14:18: Und unser Ziel war, dass sie gesagt haben, das Ökosystem muss unter... Das ist der Filter wie wir da drauf gucken, muss der beste Ort sein wo du die Audiumark und deren Angebote konsumierst?

00:14:28: Wir haben jetzt nur mal auf Apps gucken Absolute Download-Zahlen von diesem System, das ja nicht nur RegioCast-Sender nutzen, sondern ganz viele andere Radiosender in Deutschland auch.

00:14:37: Also für Privatradiosender stellen wir das über eine Unit namens RESC, deren Geschäftsführer ich unter anderem bin zur Verfügung.

00:14:44: Hinten haben wir mal Danten sitzen in der Reihe, größer einen FFN.

00:14:47: Die nutzen jetzt zum Beispiel nur die App nicht das ganze Ökosystem.

00:14:50: Wir haben über sechs Millionen Downloads draußen.

00:14:52: aber was sagen dir das?

00:14:53: Ich meine die Sender gibt es schon lange sagt ihr relativ wenig.

00:14:56: was viel interessanter ist dass für eine Technologie die ich gleich nochmal anreise tatsächlich sagen können wie viele Active Devices gibt es wirklich.

00:15:04: Also wie viele Leute haben in den letzten zwölf Monaten überhaupt diese Apps benutzen?

00:15:07: Das sind aktuell im gesamten Netzwerk zwei Komma sechs Millionen, die wir da draußen haben.

00:15:12: Und wir machen ein Ökosystem.

00:15:14: Anteil also hundert Prozent Nutzung ja Wie viel ein Fall darauf auf eigene apps Webseiten alles was wir so treiben bei einzelnen Marken von bis zu sechzig Prozent.

00:15:24: Und das ist natürlich hochspannend, weil wenn du die Leute bei dir in deinem Laden drin hast kannst du sie lenken.

00:15:29: Du kannst über sie Daten sammeln.

00:15:30: ich zeig gleich nochmal wie wir das machen es ist vermarktisch interessant.

00:15:33: du kannst First Party Daten generieren aber das geht nur wenn du diese bei dir hast.

00:15:37: ja Wenn du die woanders hast funktioniert das nicht.

00:15:39: deswegen auch bei euch Ist jetzt nicht so vermarktungsrelevant.

00:15:42: Aber eben du hast sie in dieser App drin und kannst sie dann eben zu euren weiteren Angeboten führen.

00:15:46: super smart.

00:15:48: Ich habe hier diese Studie.

00:15:49: Gewinnt jetzt nicht ein UX-Preis, muss man sagen die jetzt auch glaube ich BLM mit veranstaltet hat hier unten online Audemonitor wo wir uns oben mal diesen Kasten angucken können sozusagen im Schnitt sind wohl wenn ich das richtig interpretiere von hundert Nutzungen sieben zwanzig Prozent eigentlich in auf Radiosender, Webseiten oder sonstigen Angeboten.

00:16:10: Wie findet ihr frei im Netz?

00:16:11: Die habe ich jetzt kein Exklusivmaterial.

00:16:13: Wenn wir sagen, wir schaffen das mit diesem System fast bis zu sechzig Prozent hochzugehen dann ist es eine Overperformance die eben zeigt Es ist grundsätzlich möglich.

00:16:22: Natürlich hast du das mit einer Lovebird ein bisschen einfacher als mit einem Lokalsender aber auch das kannst Du grundsätzlich schaffen wenn du das richtige Content angeboten machst.

00:16:29: So!

00:16:30: Die Idee war bester Ort um die Marke zu konsumieren Und wir haben das Ergänzungen gesagt und durch Konsum, Datenpunkte zusammen die diesen Ort individuell noch verbessern.

00:16:39: Da kommen wir zum Thema Technologie.

00:16:40: Addressable User Marketing habe ich in den letzten ein zwei Jahren auch schon mal einen oder anderen Ort mal präsentiert.

00:16:45: was heißt das eigentlich?

00:16:47: Das heißt wir haben eine One-to-Many App wo wir aber Nutzer eins zu eins ansprechen können und zwar ohne Login.

00:16:53: mit Login wird es besser aber es geht doch ohne Logins auf Gerätebasis und das heißt Wir tracken komplett deren Nutzungsverhalten Mit!

00:16:59: Wir wissen wer hört wie lange in welchem Muster Und wenn jemand zum Beispiel drei Tage pro Woche mindestens eine Stunde hört und tut das nicht mehr, dann gehen wir den an.

00:17:09: Dann bekommt er eins zu eins von uns in Nachrichten sagen hey du wie vermissen dich?

00:17:13: Können wir was für dich tun?

00:17:14: Willst du hier mal bei einer Umfrage mitmachen?

00:17:16: Genauso ist es dass wir uns angucken was konsumieren Leute um ihm dann individuelle Dinge vorschlagen zu können.

00:17:21: und das tun wir einerseits außerhalb der Applikationen.

00:17:23: Das machen wir mit Push Notifications.

00:17:25: Das kann heute auch jeder Push Notifications verschicken.

00:17:28: Aber kannst du eins zu eins Push Notification verschicken?

00:17:31: Kannst du einem einzelnen Nutzer im richtigen Moment, wir gucken auch wann die machen das auf, reagieren die auf Push Notifications, speichern wir User Individuell ab.

00:17:40: Das heißt also der große Push sieben Uhr zehn jetzt Radio einschalten es gibt fünf Euro zu gewinnen wird das hier nicht geben sondern wenn jemand um neunzehn Uhr sagt ich mach dass dann schicken wir diese Nachricht eben raus um neundzehn uhr

00:17:53: so.

00:17:53: Das hat sich vielleicht auch Max Konrad von Halbkars gedacht, als technischer Dienstleister.

00:17:58: Die Idee hatte zusammen mit Radio WMW im Münsterland mit KI bestehendes Radioprogramm in Podcasts umzuwandeln.

00:18:07: Ziel natürlich neue Zielgruppen!

00:18:09: Die Stimmen bleiben die redaktionelle Hoheit auch aber das Format und die Plattform ändern sich.

00:18:14: Das sind fünfzehn Minuten zusätzliche Aufwand pro Tag sagt Max Ziel auch hier mehr Geld verdienen.

00:18:21: Wir sind natürlich noch in einem Niveau, wo wir sagen da geht noch deutlich Luft nach oben über Promo und so weiter.

00:18:26: Wir sehen aber dass die Zahlen wachsen.

00:18:28: Wir haben jetzt aus dem Stand wie gesagt UniGlissners viertausend haben ungefähr tausend fünfhundert Hörer in der Woche zusätzlich.

00:18:36: Und natürlich hat das ganze auch ein Ziel.

00:18:39: Wir machen es ja nicht auch da wieder nicht zum Selbstweg sondern Einerseits arbeiten wir jetzt daran, dass das Wachstum weiter steigt damit wir noch mehr Hörer auf diesen Medium kriegen um vielleicht auch eine jüngere Zielgruppe zu erreichen Leute die nochmal auf dem anderen Kanal die News konsumieren.

00:18:53: Das kann ich natürlich auch dann wieder überregional machen weil beispielsweise BMW heute noch nicht im Digital Radio unterwegs ist Die sind noch ganz klassisch auf ihren Frequenzen unterwegs.

00:19:03: also kann Ich da auch ne andere Audience mit erreichen.

00:19:07: Und natürlich, das ist dann vielleicht auch der wichtigste Part.

00:19:09: Wollen wir das Ganze auch monetarisieren?

00:19:11: Das wird jetzt der nächste Schritt sein.

00:19:12: und jetzt geht es halt darum mit dem Team von Aerial Dynamic Arts einzubauen, dass auch da natürlich das Vermarktungsteam dieses Produkt zusätzlich mit Reichweite oder für eine neue Audience nochmal wieder weiterverkaufen kann.

00:19:24: Das ist noch mal ein ganz wichtiger Schritt weil wie gesagt wir machen das nicht einfach zum Spaß und aus Lust und Laune sondern wirklich mit dem Ziel, dass das dann mehr Wert entsteht.

00:19:39: Apropos Geld mit Podcasts, verdienen.

00:19:41: wie sieht es damit eigentlich aus im lokalen und regionalen?

00:19:44: Einer der das beobachtet ist Matthias Milberg von der Podcastfabrik der AMS Radio & Media Solutions.

00:19:51: Da kann man durchaus ein bisschen enttäuscht sein.

00:19:54: wenn man sich die Preise DKPs, TKP-Preise für Podcast auch

00:19:59: bei

00:20:00: einer hunderttausender Reichweite anschaut hat man dann teilweise bei was weiß ich zehn fünfzehn

00:20:07: Euro.

00:20:08: und so

00:20:10: in den Anfängen

00:20:10: der Podcastvermarktung wurde da noch von

00:20:14: über achtzig

00:20:14: Euro spekuliert.

00:20:16: Und das ist es nicht, aber es entwickelt sich.

00:20:20: Zu Anfang gab

00:20:21: es gar keine Vermarkter die so etwas angeboten hätten

00:20:23: also eine

00:20:24: dynamische Vermarktung.

00:20:26: Wir waren damals als Podcastfabrik Die ersten die zu diesem podcast Haustar Podigy aus Berlin gegangen sind und gesagt haben wie können wir da sowas machen?

00:20:35: Beim radio gibt's das ja.

00:20:37: die RMS hätte uns auch schon gefragt.

00:20:39: Aber Radio Werbung in Podcasts wird hier nicht akzeptiert.

00:20:44: Das hat sich geändert, würde ich sagen inzwischen.

00:20:46: Und die Bäume wachsen nicht in den Himmel – das ist auch klar!

00:20:49: Aber es ist ein Wachstumsmarkt.

00:20:51: Darauf stehen alle Zeichen, die ich so kenne und damit ist der natürlich für Verlage interessant, deren klassische Geschäftsmodelle unter Druck stehen.

00:21:01: Das berichtete bei den Lokalmedientagen u.a.

00:21:04: Sigrun Albert die Geschäftsleitung beim Verlag Nürnberger Presse.

00:21:12: Angeboten vor der Paywall Dimension ins Abonnement zu bekommen.

00:21:16: Ich will vielleicht noch einen Wort sagen zur Finanzierung, weil wir ja auch immer so ein bisschen mit früher vergleichen und sagen da war vielleicht alles besser.

00:21:25: Ich behaupte mal ohne dass ich es jetzt empirisch untersucht hätte das die Bezahlungs die Zahlungsbereitschaft früher gar nicht so viel höher war als heute.

00:21:34: Wir haben bestimmte Anzahl an Menschen, die bereit sind für ein Abonnement zu bezahlen.

00:21:39: Übrigens immer mehr bei Print weil die Preise laufen steigen auf Grunde Gründe, die auch vorgenannt wurden und hier heute sich ja auch schon an vielen Stellen diskutiert worden.

00:21:49: also wir haben eine bestimmter Anzahl von Menschen die dazu bereit sind.

00:21:53: Die Finanzierung von regionalem Journalismus war aber schon immer ein Mischmodell.

00:21:57: Es war noch nie so dass nur die Leser den Journalismus finanziert hätten sondern ganz im Gegenteil.

00:22:03: Früher haben wir zu siebzig Prozent aus den Werbeerlösen uns finanziert und nur zu dreißig Prozent von den Umsätzen aus dem Lesermarkt.

00:22:12: Inzwischen hat sich das Verhältnis genau umgedreht, wir finanzieren uns zu siebsich Prozent aus dem Lasermarkts und nur noch zu dreizig Prozent aus der Werbenmarktfiede gehen davon aus dass es in Richtung fünfundzwanzig sich bewegt.

00:22:24: Und es bedeutet auf dem einzelnen lastet der bereit ist Lokaljournalismus zu bezahlen.

00:22:30: Lastet viel mehr als früher an Kosten.

00:22:36: Und das erhöht natürlich dann wiederum die Schwelle und die Bereitschaft sinkt mit dem steigenden Preis, und das ist schon eine Zwickmühle in der wir uns befinden – nicht jetzt wie als VNP!

00:22:47: sondern wir als regionalischer Anbieter überall in der freien Welt.

00:22:52: Vielleicht sind Podcasts zumindest ein Weg, wie man aus dieser Zwickmühle rauskommt – wie das zum Beispiel strategisch aussehen kann?

00:23:00: Das zeigte bei den LMT Felix Kneuke als verantwortlicher Podcast-Redakteur.

00:23:07: Ja, ich glaube das ist Thema Markenbindung auf jeden Fall auch ein sehr großes.

00:23:11: Man muss auch sagen in den letzten zwei Jahren wo ich das jetzt mache wir haben auch aussortiert muss man so hart sagen weil natürlich wie wahrscheinlich alle anderen Medienhäuser unter einem Kostendruck stehen und schauen müssen lohnt sich sowas?

00:23:26: Und das Argument einfach nur Markenmindung reicht auch nicht immer.

00:23:31: Umso schöner ist es, dass wir mittlerweile ein erstes Beispiel haben wo wir sagen okay wir konnten das lokal vermarkten.

00:23:36: Das ist unser Icehockey Podcast den du vorhin erwähnt hast zum Lokalenverein Crosscheck falls ihr mal rein hören wollt.

00:23:44: und da haben jetzt eben geschafft nach im zweiten Jahr soweit zu sein jemand regionalen, eine Bank die möchte da sponsorn und so können wir das jetzt eben in Geld umwünschen.

00:23:54: Und dass ist ein bisschen das so wie er strategisch

00:23:56: auch

00:23:57: hin möchten und müssen natürlich auch.

00:24:00: Wir hatten auch lokale News Podcast und bei uns war leider einfach das Thema der personelle Aufwand zur Reichweite und so ehrlich muss man dann sein hat sich für uns nicht gerechnet.

00:24:11: Da sind wir dann leider das bisschen kleinere Medienhaus was ich das nicht leisten kann in anderen Projekten, die die Kräfte zu bündeln, die wir haben.

00:24:21: Wir sind ja auch eine Mediengruppe und jetzt zum Beispiel beim IceHockey Podcast – ich schaue immer hier so vorne, hier sitzt einer der Hausten – arbeiten wir mit ATV und RT-Eins zusammen.

00:24:31: Das ist ein Fernsehsender im Lokaler und ein Radiosender, die zu uns gehören und nutzen jeweils die Westexpertise, die sie haben und versuchen da das dann gemeinsam zu

00:24:39: wuppen.".

00:24:45: Das war ein kleiner Rundumschlag um die Frage, woher kommt im Lokalen in Zukunft das Geld?

00:24:51: Ein paar weitere Infos gibt's in den Show Notes.

00:24:54: Von mir war's das an dieser Stelle, machts gut, bleibt stabil und bis zum nächsten

00:25:04: Mal!

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