Weisheit, ein KI-Klon und direkte Beziehungen: Das waren die MEDIENTAGE 2026
Shownotes
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00:00:00: Die Medientage München sind Geschichte, der vierzigste Geburtstag ist gefeiert.
00:00:04: doch der Balanceakt zwischen dem Kampf um die Souveränität, den Umgang mit KI und der Nähe zum Publikum bleibt natürlich auch über die Medien-Tage hinaus.
00:00:13: Während hier im House of Communication schon abgebaut wird meine Stimme sich langsam verabschiedet fasse ich den dritten und letzten Tag nochmal für euch zusammen unter anderem mit dem AI Summit.
00:00:22: Der Frage danach wie Community Building Vertrauen stärkt einem KI Klone Experiment des Journalisten Yves Bellinghausen?
00:00:30: Und der Frage an Maria Exner von Publix Journalismus verändern muss.
00:00:35: Jetzt geht's los!
00:01:00: Mein Name ist Luca Schöne und ich begrüße euch zu dieser Folge unseres Podcasts.
00:01:05: Wir haben uns heute bei den MTM-Fürzig gefragt, wem gehört eigentlich die KI und wie können wir den Wandel, den wir durch sie erleben aktiv gestalten?
00:01:14: Denn das ist ja der Auftrag.
00:01:15: Der in dem Motto Own it drin steckt und den zum Beispiel auch an der Zimmermann in der vergangenen Folge und auf dem Gipfel der Medientage schon formuliert hat.
00:01:22: wenn sie davon spricht dass wir die KI demokratisieren müssen Wie wichtig es ist sich eingehen damit zu beschäftigen wie wann und wo man KI einsetzt zeigen Erkenntnisse von Professor Shannon Weller von der University of Edinburgh, es gibt ein Backlash.
00:01:38: für die Gesellschaft.
00:01:41: Und jüngere Menschen sind das größte Negativ über AI.
00:01:52: Das sometimes surprises Leute, ich glaube nicht, dass es sollte,
00:02:00: aber es
00:02:00: sollte.
00:02:02: Aber es gibt Leute, die denken, junge Menschen sind immer das größteste mit neuen Technologien.
00:02:12: Es ist nur die älteren Menschen, die affrontiert werden.
00:02:17: Nein, nein!
00:02:18: Es ist eigentlich der Revers.
00:02:20: In Studie after study wir finden, dass jünger Menschen
00:02:24: die
00:02:24: größten Negatives gegen
00:02:26: den AI
00:02:26: haben und dass sie gelangen.
00:02:28: Das bedeutet nicht, dass sie es nicht benutzen.
00:02:32: Erinnerst du, was ich
00:02:32: angefangen
00:02:33: habe mit der TrustGap?
00:02:35: Sie benutzen und benutzen mehr jeden Tag.
00:02:40: So dieser TrustGAP
00:02:41: ist
00:02:42: eine große Herausforderung für Medien und Branden.
00:02:45: Wir haben AI-Musik und AI-Filme oder die Big Media Play, aber die Audiensten
00:02:52: sagen, sie wollen
00:02:53: es nicht.
00:02:53: AISlop ist eine verabschiedete Brandrebutation mit hoher Qualität.
00:02:59: Im Journalismus sehen wir ein similarlyes Gap.
00:03:01: Mehr Gewicht, weniger Belastung.
00:03:05: Und die Belastungsgabe ist sogar im Real-News und den Beratungen von Menschen.
00:03:11: Wie gesagt, wir sehen die größte Hossilität der AI aus Gen Z und auch in Gen Alpha.
00:03:16: Aber sie benutzen es wieder, oft mit einem Mix von Feier-, Resentmenten und trotzdem noch
00:03:24: Spannung.
00:03:24: Es ist ambivalent, das kann man auf jeden Fall festhalten und KI hat großen Einfluss auf das Vertrauen dass Menschen zum Beispiel dann am Ende in Medien haben.
00:03:33: Doch Shannon Weller hat auch Strategien dabei wie wir in Organisationen und ganz individuell so mit der Technologie umgehen können ,dass sie uns dient und nicht umgekehrt.
00:03:45: Wisdom erstaunt die Zahl der Intelligenz und ihre Bedeutung.
00:03:52: Wisdom weiß, wie man Expertise kultivieren kann und wie man sie halten kann.
00:04:02: Wisdem auch weiß, was es für alle ist, was mit den Audiensten und Customern von ihrem Arbeitskanzler passiert.
00:04:09: Nur Wisdom kann vertraubt
00:04:11: werden.
00:04:11: Aber
00:04:13: wenn
00:04:13: du Menschen für Maschinen denken, um sie zu kompeten ... mit Maschinenintelligenz.
00:04:19: Du wirst bald die Organisation der Expertise trainieren, die keine Maschine gibt.
00:04:24: Und dann hat Wisdom keinen Platz mehr.
00:04:26: Aber
00:04:27: Wisdom ist das, was du brauchst, um den Trussgap zu brennen.
00:04:31: Es sind nur
00:04:32: drei Räume,
00:04:33: um zu folgen.
00:04:34: Eine.
00:04:35: Value Intelligenz, aber nicht trusten oder andere zu vertreten.
00:04:41: Spass für Intelligenze, aber benutzen
00:04:43: sie, um es
00:04:44: zu bauen und zu erhalten.
00:04:46: ... und Reword-Expertisse.
00:04:49: Verleihung auf Expertise, aber Bedeutungs-, Promot- und Championwissen.
00:04:55: Denn
00:04:57: wir sprechen
00:04:58: viel über Dinge wie der trustworthy AI.
00:05:00: Das ist das, was wir tun wollen, wenn wir die Trussgap beobachten.
00:05:05: Wir wollen den
00:05:05: trustworthy AI,
00:05:06: oder?
00:05:06: Aber die phrase
00:05:08: «trustworthy AI» bedeutet
00:05:10: nicht «AI», sondern «Trustworthy».
00:05:13: Ethisch,
00:05:14: responsibel, trustworthy
00:05:15: ... Ja,
00:05:19: das ist der wissenschaftliche – fast schon philosophische Blick darauf wie wir mit der KI umgehen lernen müssen in den Medien und als Menschen so insgesamt.
00:05:28: Eine andere sehr handfeste Forderung mit Blick auf die KI-Unternehmen hatte der bayerische Digitalminister Dr.
00:05:34: Fabian Meering mit dabei
00:05:46: was die Finanzierungs- und Refinanzierungsstrukturen von Medien anbetrifft, und im Übrigen von Gesellschaften und Wirtschaft im KI-Zeitalter insgesamt.
00:05:55: Stichwort Plattformökulomie.
00:05:57: Sie haben vorhin Karsten Wittberger mein Bundesministerkollege hat zuletzt eine KI-Steuer vorgeschlagen.
00:06:02: Elegante Idee.
00:06:03: da ändert sich viel!
00:06:04: Da verdienen viele viel Geld damit.
00:06:05: Lass uns einen Teil der Wertschöpfung nehmen um die Gesellschaft, um die Strukturen dieses Staates fit zu machen für die Dinge, die da passieren.
00:06:12: Beim Play-Doyez Und ich sage Ihnen, es ist mein Persönliches Plädoyer, der sich an dieser Stelle bei dem Medientag auch letztes Jahr schon gemacht habe.
00:06:19: Nicht dass da Staatsregierung sondern mein Persöhnliches ist, flagge das dezidiert aus, meine persönliche Überzeugung ist, dass wir selbe Gedenkweise brauchen mit Blick auf die Medienlogik.
00:06:29: und das gestatten Sie mir Ihnen zum Schluss noch zu erklären was ich damit meine?
00:06:33: Wir hatten vorhin davon, dass sie eine Frage haben und die KI fragen.
00:06:36: Überlegen Sie, worin die Antwort besteht.
00:06:38: diese bekommen in einem Text!
00:06:40: Mit einer Antwort auf die Frage die Sie gestellt haben Und darunter ein paar kleinen Links.
00:06:46: Ein paar kleine Links, auf die schon keiner von uns jemals mehr tippt.
00:06:49: Links zu Ihnen, links zum Medienhäusern, links zur journalistischen Artikeln, die die Informationen, auf deren ihre Antwort basiert zusammengetragen haben, die aber schon gar niemand mehr bahnen.
00:07:01: Das heißt, da draußen gibt es Medienhäuser.
00:07:03: Da draußen gibt's Verlage-, Radio- und Fernsehsender!
00:07:06: Die mieten Gebäude und die bilden Journalisten aus und bezahlen Journalistinnen und Journalisten dafür nach den Spielregeln von Qualitätsjournalismus Informationen qualitätsgeprüft zusammenzutragen.
00:07:17: Und wenn Sie an die Informationen ran wollen dann kriegen sie die auf einer digitalen Plattform auf Übersee ausgespuckt.
00:07:23: Das allein wäre kein Problem.
00:07:24: das Problem ist dass die komplette Wertschöpfung die damit verbunden ist Aktuell beim großen Plattformbetreiber landet, ohne dass irgendwas bei denen die Informationen generaliert haben davon ankommt.
00:07:36: Und dafür fordert er also die Digitalabgabe oder eben KI Steuer wie man in Kooperation mit einem großen Tech-Unternehmen ein bisschen mehr vom Kuchen abbekommen könnte – oder zumindest auch mehr Kontrolle darüber hat was mit den eigenen Inhalten passiert.
00:07:50: Das zeigt das Beispiel Google, die unter anderem mit der Zeit kooperieren.
00:07:54: Darüber hat von Google bei den Medientagen Lutz Mache gesprochen.
00:07:57: Es sind, glaube ich die beiden Komponenten, die wichtig sind in dem Verhältnis zwischen uns und auch Medien.
00:08:03: Sowohl partnerschaftliche Kooperation als auch Transparenz- und Kontrolle über das was wir tun.
00:08:10: Partnerschaftliche Cooperation hat auch Herr Wegner dankenswerterweise erwähnt einen Deal den wir im sogenannten AI News Pilots nennen Kooperation, indem wir austesten gemeinsam.
00:08:22: Was sind auch neue Wege, wie Nutzer erreicht werden wollen?
00:08:26: Mithilfe von KI zu den Inhalten von Qualitätsmedien.
00:08:32: Und das zweite zum zu den Partnerschaften und wer sich daran hält und wer nicht?
00:08:37: Kontrolle und so weiter sofort.
00:08:40: gerade aus dem AI-Akt gibt ja auch bestimmte Verpflichtungen hervor rund um Training von KI, die sich dann auch weiter schälen in AI Code of Practices, den wir uns auch verpflichtet fühlen.
00:08:52: Bis hin zu der Frage wie kann das Opt-Out geschehen für Text und Data Mining die Grundlage für KI Training hier?
00:08:59: in Europa.
00:09:00: Wir waren ja der erste, die das bestehende Protokoll Robots TXT eine Grundlage für das Internet seit über zwanzig Jahren erweitert haben um Möglichkeiten KI-Training dort auszuschließen.
00:09:10: und seit diesem Jahr bieten wir auch Möglichkeiten an für Verlager dass sie sagen Sie möchten in KI Übersichten nicht erscheinen und können sich dort ausopten ohne dass es Einfluss hat auf ihr Ranking Ergebnis.
00:09:22: Und genau diese beiden Komponenten sind wichtig für die gemeinsame Beziehung und vor allem für das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen, für diese Herausforderung vor denen wir stehen.
00:09:33: Ja da sind die großen Fragen und zu diesen großen Fragen gehört auch wie KI die Arbeit von Journalisten verändern wird.
00:09:41: Darum dreht sich das jetzt folgende Gespräch dass ich geführt habe heute.
00:09:45: Ich habe jetzt wieder einen Gast hier bei mir im kleinen Studio, bei den Medientagen München im Haus of Communication.
00:09:59: Es geht schon auf die Zielgrade jetzt wo wir das hier gerade aufnehmen und ich freue mich dass der Journalist Yves Bellinghausen bei mir ist.
00:10:05: Yves grüß dich!
00:10:06: Hallo Dankeschön.
00:10:07: schön dass ich hier sein kann
00:10:08: sehr gerne.
00:10:08: ihr habt euch ja grade von deinem Talk von der Bühne quasi direkt hier ins Podcaststudio geführt Und du sitzt mir auch wirklich gegenüber und das ist wichtig zu erwähnen in deinem Fall weil Yves hat nämlich Aufsehen damit erregt, dass er sich mit einem KI-Klon selbst nachgebaut hat.
00:10:25: Und für die Zeit hat der dann seine Erfahrung aufgeschrieben und er meint sieht eigentlich gar nicht so gut aus für mich weil der ist nämlich ganz schön gut dieser KI-Clone.
00:10:34: Grund genug darüber zu reden wie die KI die Arbeit im Journalismus verändert Darüber denkst du ja auch sehr stark nach und welchen Einfluss KI auf uns alle irgendwie hat.
00:10:44: und damit beschäftigst du dich.
00:10:45: Wie gesagt Yves Schönest du da bist noch.
00:10:49: Ja, was kann er denn dieser KI-Klon?
00:10:51: Was du vielleicht gar nicht so gut kannst.
00:10:57: Eine zentrale Sache die er gut kann ist... sehr viel Material erzeugen.
00:11:03: Also als sich diesen KI-Klon, es hat ein paar Wochen gedauert bis er wirklich so richtig einsatzfähig war und so richtig gute sinnvolle Interviews geführt hat aber als er einmal da war, da war in der Lage vier fünf sechs Interviews am Tag zu führen die dreißig bis fünfundvierzig Minuten lang waren mit Expertinnen und Experten Leuten aus der Wirtschaft Und das ist eine Menge an Material, den ich als Mensch niemals herstellen könnte.
00:11:29: Wie bist du vorgegangen?
00:11:30: Nimm uns aber mit so die KI-Klungen gebaut, klingt ja irgendwie einfach.
00:11:34: Was hast du da gemacht?
00:11:36: Also erstmal fing es für mich eigentlich als eine total banale Privatespielerei an.
00:11:41: also ich habe die Plattform WAPI benutzt auf der man Telefonagenten relativ einfach sich zusammen basteln kann gibt auch viele andere Plattform Ähm, und hab den erstmal benutzt um damit äh in der Pizzeria zum Beispiel mir eine Tischreservierung zu machen oder in der Sauna den Aufgussplan zu erfragen.
00:12:00: Man muss sich das so vorstellen dass man da einmal auswählt mit welchem Modell dieser Agent denkt.
00:12:05: du kannst ihm dann ne Stimme geben.
00:12:07: ich habe meine eigene Stimme mit Eleven Labs gediebt faked.
00:12:10: Und wenn du das einmal eingerichtet hast dann hast du unten so'ne kleine Freitextbox und da kannst Du eigentlich einfach einen Auftrag reinschreiten.
00:12:17: Da kannst Du an sagen Ruf mal bei den Medientagen München an und frag mal, wann eigentlich mein Panel ist sozusagen.
00:12:24: Und dann würde er das machen!
00:12:28: Genau ich bin erstmal so vorgegangen dass ich den privat angewendet habe.
00:12:32: Dann hab' ich mir irgendwann gedacht Mein Beruf als Journalist besteht ja auch in großen Teilen aus dem Telefonieren.
00:12:37: Ich hab ihn dann angefangen in der Redaktion einzusetzen.
00:12:40: Kollegen hat er mir Telefonate abgenommen, mit Vorgesetzten und irgendwann als ich diesen Agenten dann mit meinem ganzen Interview Material auch trainiert hatte.
00:12:49: Und er in der Lage war so Interviews zu führen wie ich das machen würde da habe ich ihn dann auch für Interviews eingesetzt.
00:12:57: Wie reagieren Menschen darauf?
00:12:59: Also du machst es ja auch transparent, also das jetzt mit der KI schreibt ihr auch Mails und so.
00:13:04: für dich hab ich glaube ich auch erfahren als ich dich angefragt habe hier für dieses kleine Interview.
00:13:10: So gerade Interview-Gäste stelle ich mir spannend vor wenn du damit achso du wirst jetzt übrigens von meinem KI Klone interviewt wie sind so die Reaktionen gewesen oder bis heute?
00:13:20: wie sind die Reakzonen?
00:13:23: Du sagst ich mach das transparent und ich muss da ehrlich sagen dass sich das nicht Ganz am Anfang von meinem Experiment immer so transparent gemacht habe, wie ich es hätte machen sollen.
00:13:33: Und das war glaube ich das erste Learning.
00:13:35: Ich hab erstmal meinen KI-Agenten zum Beispiel den Hausjuristen von der Zeit anrufen lassen und ihm nicht gesagt da ruft jetzt ein KI-Agent an und er war berechtigterweise sehr erboßt und ich habe sehr schnell daraus gelernt dass sich mein KI-agenten immer erst sich vorstellen müssen als KI-agen Und interessanterweise haben die Leute dann gar nicht so ablehnend reagiert, sondern die Leute waren neugierig.
00:13:59: Die wollten ein bisschen mit dem Rumspielen ihn auch mal auf die Probe stellen... Für viele Leute hat sich das glaube ich so ein bisschen angefühlt wie als sie zum ersten Mal ChatGPT benutzt haben und die wollten diese Sache mal austesten.
00:14:12: Ich muss aber auch ehrlicherweise sagen, dass alle Expertinnen und Experten oder Interviewpartner mit denen ich für diesen Experiment kommuniziert habe oder mit dem mein KI-Agent kommuniziert hat.
00:14:24: Dass die wussten das ist ein journalistisches Experiment instand.
00:14:28: Darum haben sie daran teilgenommen.
00:14:30: Ich glaube die wenigsten wären wirklich gewählt außerhalb von so einem Experiment im Regelbetrieb sich wirklich vor einer Maschine interviewen zu lassen.
00:14:38: Das ist einfach auf!
00:14:40: Das nimmt mir so ein bisschen die Schärfe aus der nächsten Frage, die ich stellen wollte.
00:14:46: Wenn wir jetzt alle ersetzt ist ja immer so'n bisschen die Sorge-, Angst-Diskussion, die ein bisschen leiser geworden ist auch über den vergangenen Jahre.
00:14:52: das kann man glaube ich auch sagen.
00:14:53: es merkt man auch hier bei den Medientagen dass da ein bisschen anders drüber geredet wird.
00:14:57: aber spannend ist halt die Frage darin glaub ich was hast du denn gelernt über dem Beruf als Journalisten?
00:15:02: Was ist eigentlich oder wie hast Du... Wie denkst Du dadurch anders über Deine eigene Aufgabe als Journalist nach?
00:15:08: wenn Du jetzt weißt Der Chatbot kann diese ganzen Sachen so übernehmen, wie er sie übernimmt.
00:15:15: Ja das ist eine gute Frage!
00:15:16: Ich hatte im Laufe dieser Recherche wirklich ein mulmiges Gefühl weil ich mir immer dachte okay er kann in der Pizzeria mir einen Platz organisieren aber er kann bestimmt nicht meinem vorgesetzenden Geschichte pitchen.
00:15:27: ok er kann es.
00:15:28: und dann dachte ich mehr ok aber er kan bestimmt nicht echte Expertengespräche führen.
00:15:32: und dann stellte sich raus OK er kann Es.
00:15:34: und irgendwann hatte ich zwischendurch das gefühl verdammt Das ist mein Ende.
00:15:40: Ich bin aber am Ende trotzdem sehr hoffnungsfroh aus dieser Geschichte herausgegangen, weil ich gesehen hab ja es ist technisch möglich einen Agenten zu bauen mit gar nicht so viel vorwissen.
00:15:52: Der okaye Interviews der ein okayer Journalist ist und trotzdem fühlt sich alles daran so ein bisschen seltsam.
00:16:00: Und ich glaube es gibt bestimmte Dinge die von Maschinen gemacht werden können, aber die für uns Menschen erst dann ein Wert haben wenn sie auch von anderen Menschen erstellt wären.
00:16:10: und ich glaube Journalismus gehört definitiv
00:16:12: dazu.
00:16:13: Wir haben ja auch vorhin beim AI Summit Shannon Weller gehört, die über den AI Backlash geredet hat.
00:16:19: Und wir hören es dann noch von Marie Kilk hier bei den Medientagen.
00:16:23: Das ist ja auch die Frage und ich bin interessiert mit du darauf blickst was das auch beim Publikum auslöst.
00:16:28: Also auch da wenn du journalistisch müsstest du dir natürlich auch Transparenz machen.
00:16:33: Hier dieses Interview was ihr hier lest – das hat mein KI-Agent geführt oder was ihr von mir auch hört.
00:16:39: Da muss man ja auch sensibel mit umgehen wahrscheinlich.
00:16:43: Ich muss dazu klarstellen, dass ich diesen KI-agenten wirklich nur im Rahmen von diesem einen Text der ein dossier in der Zeit war verwendet habe.
00:16:52: Davor und danach hab' ich nie einen Interviewpartner mit einem KI-Agenten angerufen... Und ich glaube das wäre auch mein Ende wenn ich das jetzt einfach so machen würde und zwar zu Recht.
00:17:05: Genau!
00:17:06: Das ist natürlich trotzdem die Frage, also jetzt mal abgesehen von das du da gar nicht mehr involviert bist.
00:17:13: Trotzdem ja die Frage genau wie wir als Journalistinnen und Journalisten KI halt einsetzen?
00:17:18: Und natürlich gibt es gute Anwendungsfeller in der Recherche und im Datensortieren strukturieren.
00:17:24: aber dieser Vertrauensaspekt finde ich trotzdem spannend.
00:17:27: Also hast Du darüber in Deiner Recherchen oder deinen Arbeiten auch mit diesem Klon auch darüber was erfahren gelernt wie Menschen eigentlich auf den Einsatz von KI im Journalismus blicken, das Publikum?
00:17:43: Ja also viele Leute werden natürlich zurecht immer skeptischer und vermuten dass auch in der Textarbeit KI stecken könnte.
00:17:56: Ich glaube die tun das auch, die Leute sind da nicht ganz so unrecht skeptisch.
00:18:00: Weil vielleicht kennst du das selber es gibt diese Verlockung dass die KI dir eine Formulierung vorschlägt und du denkst dir ja für das was ich beschreiben will ist wirklich ne gute
00:18:12: Mitraffer.
00:18:12: was
00:18:12: soll ich dazu sagen?
00:18:13: Und man muss sich dann glaub ich selbst irgendwie... Das kann ja auch keiner Es kann einem keiner vorgeben.
00:18:20: Man muss sich da selber, finde ich einfach so eine innere Firewall geben zwischen dem was man selber produziert und das was die KI produzieren.
00:18:27: Ich mach das zum Beispiel mittlerweile so... Die Idee hab' ich von nem Freund dass ähm.. Ich hab hier, in einem Bildschirm habe ich die KI und im anderen Bildschirmen habe ich meinen Textdokument.
00:18:41: Und selbst wenn da eine Formulierung ja ne Metapher ist, die die KI mir gegeben hat, die ich gut finde dann tippe ich sie trotzdem nochmal Hand für Hand ab.
00:18:48: also was ich niemals machen würde ist was kopieren von der KI in den Text rein weil dann denkt man noch mal drüber nach und formuliert sich auch anders oder schärft sie irgendwie noch einmal in eine andere Richtung.
00:18:57: ähm genau als ich merke da auch im privaten Gespräch eine große Skepsis oder immer direkt auf der Witz-Eier Der Text ist ja nur KI generiert.
00:19:07: Es gibt glaube ich Gründe da diese Skepsis zu haben.
00:19:10: Noch muss ich aber sagen, glaube ich ist KI nicht in der Lage einen wirklich guten Text, der in einer überregionalen Zeitung stehen würde zu produzieren noch
00:19:18: Wir sind gespannt wie das weitergeht.
00:19:20: ja Eve Bellinghausen vielen Vielen Dank dass du uns nochmal kurz hier im Podcast Einblick in dein sehr spannendes Experiment gegeben hast mit dem KI-Clone In der journalistischen Arbeit Aber natürlich auch den Grenzen und auch Den ja sag ich mal ethischen Aspekten die es natürlich hat.
00:19:35: und wir Journalisten Da können wir weiterhin beruhigt sein, wahrscheinlich nicht direkt komplett von KI's ersetzt werden.
00:19:43: Aber da werden wir beobachten wie das weitergeht und du wirst weiter mit deinem KI-Klon im Hintergrund wahrscheinlich arbeiten, wo es sich anbietet und vielleicht ein bisschen mehr Zeit für die Recherche haben.
00:19:53: Das ist ja dann auch immer ganz schön und dass das Journalisten eigentlich am Ende machen.
00:19:57: Yves vielen Dank, dass du dir noch kurz Zeit genommen hast nach deinem Talk!
00:20:01: Vielen Dank.
00:20:01: bis dahin
00:20:07: Wie KI-Journalismus verändert, das ist das eine Thema und was das mit den Vertrauen der Menschen in Journalismus macht sowieso.
00:20:14: Vertrauen ist auch das richtige Stichwort denn wie gewinnen wir dieses Vertrauen als Medienmarken?
00:20:20: Medienmenschen, wie gewinnen wir es vielleicht auch zurück?
00:20:22: Darauf gibt eine Studie die die katholische Universität Eichstedt Ingolstadt zusammen mit unseren KollegInnen von Explore Media in Bavaria durchgeführt hat Eine ziemlich klare Antwort In Communities investieren stärkt Vertrauen.
00:20:35: Prof.
00:20:36: Dr.
00:20:36: Klaus Meier hat das ausgeführt.
00:20:38: Stärktes Engagement in Communities ist tatsächlich auch das Vertrauen der Menschen in den journalistischen Angebot.
00:20:44: und wir haben gleich jetzt ein Ergebnis hier formuliert, es stärkt das Angebot nicht nur etwas sondern enorm.
00:20:50: Das haben eben unsere Befragungen ergeben insbesondere wenn es um menschliche Beziehungen geht.
00:20:55: also wir haben das Publikum von Columna dieses Start-up mit lokal journalistisches Start up in Lindau befragt.
00:21:02: Wir haben das Publikum der WhatsApp-Gruppe von der Moderatorin Larissa Lannert bei Charivali befragt.
00:21:10: Da ist eben ein sehr gestärktes Vertrauen da und wir haben als Kontrast dazu vom BR-IV Angebot ein kleines Tool ausgewählt, also nicht alles was BR macht in Sachen... Publikumsbeziehung, sondern nur dieses Tool das die Kommentare für den Nutzerinnen und Nutzern zusammenfasst.
00:21:28: Und da stellen wir fest dass tatsächlich auch ein kleiner Vertrauensgewinn da ist aber natürlich nicht diese immense Vertrauungsgewichte wenn man eben im menschlichen Kontakt miteinander geht.
00:21:38: Sein Kollege Steffen Grütchen weiß, wo schon vorbildlich in diesen menschlichen Kontakt investiert wird.
00:21:44: Also diese echten Begegnungen zu fördern sich zu vernetzen Feedback einzuholen sehr konkret in Redaktionsräumen der Verlag Nürnberger Presse ist mit dem Redaktionbus unterwegs auf Marktplätzen an wirklich öffentlichen Orten sichtbar zu sein Transparenz zu sein als Journalistinnen und Journalisten Ganz spannend, auch beim bayerischen Rundfunk die Aktion mitmischen.
00:22:06: Also der bayerische Rundfund lädt seinen Publikum ein einmal im Jahr ins Funkhaus, ins Medienhaus.
00:22:13: Die Nutzerinnen und Nutzer können Umfragen machen in den Austausch gehen mit der Redaktionsleitung also einen ganz niedrigschwelliger Zugang Im Fazit eben der Lebenswelt der Community nachspüren.
00:22:24: wer seid ihr?
00:22:25: Und was wollt ihr eigentlich?
00:22:29: In Anbetracht des wachsenden Umgangs mit KI und immer mehr KI-Anwendungen haben sich auch einzelne Medienhäuser ganz gezielt damit beschäftigt, wie können wir alle einlaufenden Kommentare filtern?
00:22:41: Wie können wir einen Überblick geben?
00:22:42: was wird eigentlich kommentiert.
00:22:45: Der Bayerische Rundfunk mit BR-IV und Focus Online haben da eigene Tools entwickelt.
00:22:50: also Was ist der aktuelle Stand der Diskussion?
00:22:53: Was wird kommentiert, wo befindet sich die Diskussion.
00:22:56: Wie kann ich mich selbst noch einbringen?
00:22:58: auch das sehr spannend.
00:22:59: gerade Lokaljournalismus hat da natürlich viele Möglichkeiten und kann seinen Hebel als Rückgrat der Demokratie voll und ganz ausspielen Darum, wie Journalismus wahrgenommen wird und mehr in den Austausch mit dem Publikum kommt.
00:23:11: Darum ging es natürlich unter anderem auch beim Journalism Summit traditionell der Abschluss der Medientage.
00:23:17: Mit dabei war u.a.
00:23:19: Melanie Amann, Chefredakteurin digitaler Funke-Mediengruppe – und sie macht sich Gedanken darüber, wie wichtig Lokaljournalismus ist, angesichts der KI-Entwicklung.
00:23:28: Weil ich eigentlich den Eindruck habe, dass unsere lokalen und regionalen Reporterinnen und Reporter sehr KI-Resistent sind, weil in dem Moment, in dem jemand wissen will was ist diese Rauchwolke da über Duisburg oder auch im Fall von diesem Stromattentäter in Gewelsberg.
00:23:48: Wer da festgenommen wurde, Gewelsberge ist in unserer Hochburg Westfalenpost also in unserem Westfallenpostgebiet.
00:23:55: Einer unserer Reporter war live dabei, als starke Männer in Jogginganzügen getarnt da bei dem Typen die Tür aufmachten um ihn festzunehmen.
00:24:05: Und da denke ich so das.
00:24:07: natürlich kann die KI dann zwei Tage später sagen was war da gestern los und kann das dann crawlen und einsammeln.
00:24:12: aber erst mal ist die KI nicht da weil ja noch nichts da ist sondern es sind unsere Leute da die darüber berichten.
00:24:19: oder wenn wir haben einen Lokalschef in Gelsenkirchen, Sinan Satt.
00:24:24: Der ist so eine Kultfigur irgendwie gearbeitet für die WATS und hat ne unglaubliche Reichweite im Social Media und macht immer wieder so Streams und alle möglichen Auftritts.
00:24:33: Und da denke ich mir das kann keiner wegnehmen, das kann auch wer jemand kopieren oder das kann keine AI irgendwie in der Geschwindigkeit oder in dem Moment so liefern.
00:24:43: Da hab' ich den Eindruck dass es eher die Chance für den Lokaljournalismus sich zu
00:24:47: behaupten.".
00:24:54: Am dritten und letzten Tag der Medientage München geht es in München, ich kann's schon nicht mehr aussprechen.
00:24:59: So oft hab' ichs gesagt.
00:25:00: Medientagemünchen heißt diese Veranstaltung!
00:25:03: Da geht es traditionell um den Journalismus und die Frage wie er in Zukunft aussehen kann, wie er sich verändern muss?
00:25:09: Und vor allem auch Vertrauen ein zentrales Thema der Mediantage dieses Herstärken beziehungsweise zurückgewinnen kann.
00:25:16: Und zum Abschluss der Medientage habe ich genau zu diesen Fragen nochmal eine Gesprächspartnerin hier bei mir im kleinen Podcaststudio.
00:25:23: Maria Exner ist Journalistin und leitet als Intendant in Publix, das ist ein Innovationszentrum für Journalismus und Öffentlichkeit und dort unterstützt sie gemeinwohlorientierte Medien- und zivilgesellschaftliche Organisationen.
00:25:35: Vorher hat sie als JournalistInn bei der Zeit gearbeitet war Chefredakteurin des Zeitmagazins und stellvertretende Chefredaktörin bei ZeitOnline.
00:25:42: Hallo Maria schön dass du da bist!
00:25:45: für die Einladung.
00:25:46: Sehr gerne!
00:25:48: Sprechen wir einmal über den Status quo?
00:25:51: Du sprichst ja, wenn du bei Journalismus sprichest von einer Medienkrise in der wir stecken was meinst du damit?
00:25:57: Ich glaube die offensichtlichste Krise für alle die in der Branche arbeiten ist die finanzielle Krise also das einbrechen der Werbeeinnahmen.
00:26:08: Die großen privat wirtschaftlich organisierten Medienhäuser haben in den letzten fünfzehn Jahren einfach enorme Konkurrenz durch amerikanische Plattformen und Suchmaschinen bekommen.
00:26:17: Allein Google hat wirklich Milliarden-Werbegeld aus dem deutschen Medienmarkt gezogen, nicht nur von journalistischen Medien auch vom Privatfernsehen aber eben auch sehr viel.
00:26:28: Das heißt die redaktionelle Arbeit, leisten wollen, um unser Publikum gut zu informieren findet unter enorm finanziellen Stress statt.
00:26:41: Das ist das eine.
00:26:42: dazu kommt etwas was auch wissenschaftlich ein bisschen sagen wir mal umstritten ist im Sinne von Vertrauenskrise.
00:26:50: also wie schlecht steht es jetzt wirklich ums Medienvertrauen.
00:26:53: aber grundsätzlich kann man sagen der Journalismus die vierte Gewalt als einen Teil der verschiedenen Institutionen in einer Demokratie steht genauso, in der Kritik wird genauso kritisch beäugt wie zum Teile des Rechtsstaats die parlamentarischen Organe, die wir haben.
00:27:11: Die Bundesregierung, das heißt da stehen wir in dem viel größeren Rechtfertigungsdruck als journalistische Medien, weil wir natürlich auch eine enorme Macht haben.
00:27:20: Nicht jedes einzelne Medienhaus für sich aber insgesamt hat natürlich journalistische Mediendemacht auf die Gesellschaft im Sinne von der Diskursorientierung.
00:27:32: Und da ist das Publikum auch dadurch, dass es sich vielfältiger informieren kann als das vor fünfzehnzwanzig an der Fall war.
00:27:39: Stichwort Influencer, Social Media, Kanäle, Blogs – damit ging's mal los!
00:27:44: Heute sind wir vor allen Dingen bei Podcastern.
00:27:46: politische Information erlebt eigentlich eine Renaissance wenn man so will aber extrem privatisiert und auf individuelle Hosts hinorientiert.
00:27:57: Also dieses Vertrauensthema ist ein großes Thema, du hast es ja auch angesprochen.
00:28:02: und als drittes würde ich schon noch mal die Frage der direkten Beziehung zwischen Medien und ihrem Publikum nennen weil die Möglichkeiten von journalistischen Medien an Publikums durchzudringen heute sehr stark vermittelt durch Plattform, vermittlt durch Algorithmen, Feeds die Logiken, die da dahinterstecken stattfindet.
00:28:30: Und das erfährt ja jetzt gerade die nächste extreme Umdrehung wenn wir daran denken dass Menschen jetzt langsam gerade anfangen.
00:28:37: aber diese Kurve geht steil nach oben auch nach Nachrichteninhalten in KI Chatbots zu fragen und also da haben wir dann eine extreme Entkopplung zwischen Redaktionen die bestimmte Nachrichten generieren, die Informationen beschaffen aufbereiten, kontextualisieren und dem Publikum das an diesen Informationen Interesse hat.
00:28:55: Ja dazwischen war jetzt viel die Suchmaschine, dazwsichen war viel der Social Media Algorithmus und jetz ist da zwischen der KI Chatbot.
00:29:04: Genau!
00:29:04: Und in dieser sehr wilden Umgebung muss sich der Journalismus bewähren.
00:29:09: Wenn
00:29:09: es sonst nichts ist... Das ist ja auch glaube ich einer der zentralen Punkte dieses Ja, stückweit ja abhängig machen auch von diesen Logiken und von diesen Mechanismen die im sozialen gerade auf den sozialen Medien ja auch vorherrschen.
00:29:27: Inwieweit hat der Journalismus vielleicht auch selbst dann Fehler gemacht sich da so zu sehr abhängige von zu machen dieses Spiel?
00:29:35: von Verkürzungen, von wir müssen Aufmerksamkeit auf uns ziehen indem wir irgendwie auch ein bisschen polarisieren oder ein bisschen mehr polarisierend.
00:29:42: Es ist natürlich schwer pauschal das so jetzt auf den Journalismus zu überzustülpen.
00:29:47: aber inwieweit ist es vielleicht auch ein Fehler der Branche gewesen da so mitzuspielen bei dem Spiel?
00:29:53: Ja rückwärts betrachtet ist man natürlich
00:29:55: immer
00:29:55: schlauer nicht.
00:29:56: Ich mache sehr dieses
00:29:58: Baum-Mau und man muss das Leben vorwärtes leben und rückweiß verstehen.
00:30:02: Das gilt glaube ich auch für diese Frage Und die Medien, die sehr erfolgreich heute dastehen haben glaube ich es geschafft die letzten zehn, fünfzehn Jahre eine echte zweigleisige Strategie zu fahren.
00:30:16: Im Sinne von einerseits ja Präsenz der eigenen Inhalte, Präsenz der Marken, der eigenen Köpfe also auch der Journalistinnen auf Social Media Plattformen, die auch speziell dafür zugeschnittene Formate entwickelt haben Und gleichzeitig einen nicht nachlassen bei der direkten Beziehung zum Endverbraucher, zum Publikum.
00:30:40: Was meine ich mit der direkten Beziehungen?
00:30:42: Also eine wirklich gute Homepage auf die die Leute Lust haben zu gehen, eigene Apps, gute Newsletterangebote, Podcasts... Das sind alles journalistische Formate oder Entitäten in denen Journalismus den Menschen erreicht wo man keinen Vermittler dazwischen hat.
00:31:00: Und die, die heute am erfolgreichsten sind.
00:31:02: Die haben eben beides gepusht und sind nicht sehr eingleisig auf... Wir erarbeiten hier Inhalte und spielen sie eigentlich nur über das hosche Media-Plattformen aus.
00:31:14: Man muss ja sagen, die Mediengründungen, die es in dem Bereich gegeben hat, Stichwort Bassfeed, sind auch tatsächlich wieder eingegangen.
00:31:22: Warum ist das so?
00:31:22: Weil man sich damit extrem abhängig gemacht hat von den Logiken der Plattform.
00:31:29: Und wenn eben da Entscheidungen getroffen werden in den Headquarters, die sagen eine bestimmte Art von Content ranken wir algorithmisch eher runter.
00:31:38: Weil wir wollen dass die Leute viel individualisierteren Content sehen vielleicht auch viel emotionalisierteren Content oder mehr Beauty und Lifestyle Content und gar nicht so viele gesellschaftspolitisches dann hängst du da sozusagen mit deinen redaktionellen Halten halt voll drin und bist einfach dem auch sehr stark ausgeliefert.
00:31:55: Und deswegen würde ich sagen, für die Zukunft gilt es diese zweite Säule.
00:32:00: Also diese direkte Beziehung alles was direkt in Beziehungen stärkt.
00:32:05: Da geht das aus meiner Perspektive voll drauf zu gehen weil alles andere sehr unsicher ist.
00:32:12: und wer wenn man Investitionsgelder hat, die Möglichkeiten hat große Medienhäuser haben.
00:32:17: Die Möglichkeit jetzt mit KI-Formaten zu experimentieren, die hatten die Möglichkeit hochkant Formate für Social Media in den letzten fünf Jahren zu entwickeln dann muss man es unbedingt machen.
00:32:30: aber dort wo Gelder knapp sind würde ich sagen eine Konzentration auf qualitativ richtig wertvolle Inhalte und den direkten Draht Indie Inbox auf die Kopfhörer und in die Apps des Publikums.
00:32:49: Das ist schon das sicherste, glaube ich was man als journalistisches Medienhaus gerade machen kann.
00:32:53: Also die direkte Beziehung als der Retard des Journalismus hatten wir am Gipfel, am Mittwoch beim großen Gipf hatten wir Jochen Wegner zu Gast.
00:33:01: Chefredakteur kennst du ja auch ganz gut?
00:33:05: Der war es auch sehr schön aufgezeichnet und die Zeit ja sicherlich eine dieser Marken auch ist, die du angesprochen hast.
00:33:11: sehr erfolgreich machen.
00:33:16: Maria Echsen hat einen Kaffee dabei, es ist Nachmittag und das ist total in Ordnung.
00:33:21: da müsst ihr jetzt durch.
00:33:22: wenn euch das stört dann können wir jetzt auch nicht helfen.
00:33:25: aber ich glaube dass Diese direkten Beziehung investieren, das ist ja ein Versprechen.
00:33:31: Jetzt haben wir die KI, du hast sie gerade schon angesprochen als natürlich auch eine große Herausforderung des Journalismus wenn Menschen nur noch in Kaimit-KI Chatbots sich informieren und mit denen interagieren und gar nicht mehr direkt auf journalistische Marken zugreifen.
00:33:46: Und das andere Versprechen was es da so gibt Wir können die KI das jetzt alles machen lassen und dann haben wir endlich mehr Zeit für diese direkten Beziehungen, können rausgehen.
00:33:55: Und ich habe deinen wirklich sehr interessanten Vortrag bei der Republikan zu dem Thema gesehen und da hast du das in Frage gestellt dass KI den Journalismus retten kann.
00:34:06: und du hast von dem eisernen Dreieck gesprochen was sich ganz schön fand.
00:34:11: Das gibt gut günstig und billig aber man kann immer nur zwei haben.
00:34:15: Wieso löst auch die KI dieses Dreiecken nicht auf?
00:34:18: Dieses Dilemma.
00:34:27: Also unter den Bedingungen, die ich vorhin geschildert habe kann ich jeden Medienmanager und jeden Chefredakteur und jeden Ressortleiter verstehen.
00:34:33: Der denkt mit der KI kann ich ressourcensparender Inhalte machen Und das hilft uns jetzt enorm, was vor allen Dingen die Bottom-Line angeht.
00:34:48: Also ich verstehe den Wunsch total weil ja die Realitäten in Redaktionen... also ich habe lange selber in der Redaktion der Zeit und von Zeit online gearbeitet.
00:34:59: durch die Rolle, die ich als Intendantin von Publix hab, habe ich die Möglichkeit mich sehr breit zu vernetzen.
00:35:06: Das führt mich dann auch direkt zu deiner Frage.
00:35:08: Es ist schon zum Teil wirklich, muss ich sagen erschreckend.
00:35:11: Wenn ich höre das Kolleginnen die ganz wichtige Nachrichtenarbeit, Nachrichtenspätschichten bei Lokalzeitungen haben wenn die sagen Bei uns ist eigentlich die interne Linie dass wir nicht mal mehr genug Zeit haben um irgend jemanden anzurufen um eine Information zu verifizieren.
00:35:30: Wir müssen das alles über Desk Research, also alles per sozusagen gute Google-Techniken und so lösen.
00:35:38: Und dass man unter den Bedingungen denkt KI soll uns Kosten nehmen damit wir mehr Inhalte haben.
00:35:44: Das ist ein total nachvollziehbares Ziel.
00:35:47: Mein Eindruck ist nur, dass die Technologie dieses Versprechen nicht einlöst weil Im Moment ist KI dort besonders starkkräftig einzusetzen, wo man vorher viel Arbeit investiert hat um Daten so aufzubereiten.
00:36:06: Dass die KI sinnvoll damit umgehen kann und sinnvolle Ergebnisse rausspuckt heißt, damit Kain wertvollen inhaltlichen Beitrag leisten kann muss vorher viel redaktioneller Arbeit geleistet worden sein.
00:36:19: Ich glaube ein wirklich gutes Beispiel ist das was die Zeit gemacht hat mit dieser Mitgliederdatei der NSDAP, die vom National Archive an den USA freigegeben wurde und Das ist nicht so, dass diese Anwendung die die Nutzerinnen und Nutzer jetzt nutzen können.
00:36:37: Also das man einfach mal diesen Datenratz genommen hat und den da reingefüttert hat und dann ist das Ergebnis rausgekommen.
00:36:42: Sondern dass da wirklich Kain in super wertvollen Beitrag leisten kann erfordert sehr viel Umgebungsressort in der Redaktion Und ich glaube es ist was wo man sich einfach ehrlich machen muss.
00:36:51: Dass wenn wir gemeinwohl orientiert also wirklich im Bezug auf öffentliche Informationen Kain Redaktionen einsetzen wollen dass es dann mit dem großen Effizienz und Sprung, was die Kosten angeht im Moment wahrscheinlich noch nicht so weit her ist.
00:37:11: Und was mich eben besorgt ist wenn wir KI in Redaktionen, wenn die so eingesetzt wird das Momente der redaktionellen Arbeit weswegen Menschen Journalisten geworden sind.
00:37:31: Ja, man hat ja einen Grund mal irgendwann das zu tun.
00:37:36: Also eine ganz konkret sollen jetzt Texte von KI-Systemen geschrieben werden die dann veröffentlicht werden?
00:37:46: ich finde es gibt ne Art von ganz sagen wir mal schlichter und sehr neutraler Informationen, da ist es total erlaubt wenn das groß drunter steht.
00:37:55: Also Fußballergebnisse finde ich muss jetzt kein Mensch mehr zusammenschreiben.
00:37:59: Ich weiß dass die Kollegen von IPM wir machen ein gemeinsames Projekt Das nennt sich Beyond Newsters Es ist Publix involviert als IPMedia involvier deswegen weiß ich das.
00:38:07: Die haben jetzt Experimente laufen und damit schon getestet Wahlergebnisse auf mikrolokaler Ebene also von Landtagswahlen oder von regionalen Wahlen dann nachts KI generiert So auszuspielen als Anwohner die Möglichkeit habe sehr, sehr kleinteilig und lokal zu gucken wie bei mir eigentlich abgestimmt wurde.
00:38:28: Das finde ich total im Sinne der öffentlichen Information wenn so was gemacht wird.
00:38:34: Ich glaube kritischer finde ich es wenn Informationen von Journalistinnen und Journalisten aufbereitet vorbereitet wird und man dann die KI eigentlich sagen wir mal einen Hauptteil einer Recherche eine Textzusammenschreibung machen lässt den Menschen überarbeiten lässt.
00:38:54: Weil da findet, so nennt es die Arbeitsforscher auch eine Entwertung der Arbeit von Journalismus.
00:39:02: Genau also... Und dann ist
00:39:03: die Frage was das auch mit dem Vertrauen wieder macht wahrscheinlich in den Journalismus weil wir haben auch heute sehr interessant von Shannon Weller voll aus Schottland gehört dass durchaus Dieses Capsis, der KI-Backlash beim Publikum auch da ist und einfach einen großen Einfluss auf das Vertrauen haben kann.
00:39:23: Wenn man das allzu sehr an die KI auslagert und wenn man es dann transparent macht – und das muss ja der Anspruch von Journalismus sein, es transparent zu machen – kann es trotzdem ein Einfluß auf das vertrauen am Ende haben.
00:39:34: Das
00:39:34: ist ein super interessanter Punkt, den ich auch bei den Recherchen für meinen Vortrag bei der Republikan, den mich super spannend fand.
00:39:40: Ich glaube, es war eine globale Befragung, also jetzt nicht speziell auf Deutsche... Oder Menschen aus Europa bezogen, aber global gesehen.
00:39:48: Wenn man Menschen befragt und sagt was denkt ihr denn?
00:39:51: Was Medienunternehmen mit KI machen dann sagen die ja wahrscheinlich die Kosten senken Und nicht die Qualität des Produkts steigern.
00:40:00: das heißt gegen dieses Vorurteil Laufen wir per se dann schon mal an.
00:40:04: und wenn man irgendwo drunterschreibt hier ist ein Aspekt mit KI generiert wird Dann kann man davon ausgehen dass beim Publikum im Kopf Der Kontext anspringt, hier wurden Kosten reduziert.
00:40:14: Genau!
00:40:15: Aber nicht... Hier wurde das Produkt besser gemacht.
00:40:17: für mich als Leserin und Leser.
00:40:19: Und damit muss man echt wirklich auch... Da muss man gut überlegen wie man als Medienhaus dann auch rund um die Aspekte wo KI reinfließt, wie man kommuniziert und den Menschen vielleicht auch Vertrauen gibt, um dieses Vorurteil ausräumen kann.
00:40:32: Aber erstmal hat man es genau mit dem Publikum zu tun, dass dem extrem kritisch
00:40:36: gegenübersteht.".
00:40:37: Und das darf man nicht vergessen!
00:40:39: Du hast jetzt gerade bei einem Einsatz von KI schon einmal das Wort Gemeinwohl so einsetzen, dass es dem Gemeinwohl dient – das Beispiel der Zeit mit der der NSDAP-Datenbank genannt.
00:40:53: Um das einmal klarzuhaben was meinst du wenn du von gemeinnützigen Journalismus sprichst?
00:40:58: Genau, also wir haben es mit zwei Begriffen zu tun.
00:41:01: Das eine ist die Gemeinnützigkeit und das andere ist die gemeinwohlorientierung.
00:41:06: Und mit der Gemeinnutzigkeit ist erstmal ja nur ein Steuerrechtlicher Status gemeint.
00:41:14: Es gibt in den letzten fünf Jahren Initiativen in Deutschland, die sich dafür eingesetzt haben dass Journalismus in die Abgabenordnung aufgenommen wird, dort wo andere gemeinnützige Zwecke aufgeht.
00:41:27: Stand
00:41:27: sogar im Koalitionsvertrag der Ampel mit drin wenn ich mich richtig erinnere?
00:41:32: Der Ampel und ist.
00:41:33: dann hat das nicht geschafft umgesetzt zu werden bevor es die Ampel nicht mehr gab leider also Ich bin selber ein großer Befürworter diesen steuerlichen Status für Journalismus zu schaffen.
00:41:44: Warum?
00:41:46: Weil ich der Meinung und der tiefen Überzeugung bin, dass journalistische Information Teil einer kritischen Infrastruktur der Demokratie ist.
00:41:57: Und eben so finde ich sinnvoll behandelt werden kann wie Aktivitäten die eben Jugend- und Bildung zugutekommen, andere gemeinnützige Zwecke in Deutschland sind die europäischen Integration, die Unterstützung für politisch Verfolgte.
00:42:17: Also ich finde das nach wie vor absolut richtig diese Gemeinnützlichkeit zu schaffen was bedeutet es ist bedeutet dass bestimmte Umsätze, die gemacht werden in journalistischen Medien mit einem vermehnenden Steuersatz dann abgerechnet werden können.
00:42:33: Und das man eben Empfängerinnen und Empfängern sein kann von Spenden und von philanthropischem Geld also von gemeinnützigen Geld.
00:42:40: Und ich werde dann oft gefragt, ja aber werden jetzt wird die Gemeinnützigkeit den Journalismus retten und die Gelder von reichen Stifterinnen stiftern?
00:42:48: Da kann man zu Deutschland auf jeden Fall klar die Antwort geben.
00:42:50: Nein!
00:42:52: Weil so viele Philanthropen, die sich für das Thema begeistern gibt es noch nicht.
00:42:56: wir arbeiten daran und begeistert immer mehr Menschen auch für die Wichtigkeit davon Und es gibt viele auch Vermögende, die sehr besorgt sind was öffentliche Informationen angeht.
00:43:06: diesen enormen Rechtsruck mit dem wir das zu tun haben.
00:43:09: Die Desinformationskampagnen von denen man immer mehr weiß dass sie so laufen Aber mir geht es darum, dass mit der Gemeinnützigkeit einfach Luft zum Atmen entsteht und man Transformationsgelder einsammeln kann.
00:43:22: Also ich glaube schon, dass es jeder Redaktion gut hätte.
00:43:25: Wir hätten zum Beispiel eine lokale Stiftung die bestimmte weiß nicht Newsletterprojekte mal unterstützt.
00:43:30: Dass man einfach einen Schritt weiter kommt in Richtung dem was wir am Anfang besprochen haben.
00:43:34: ja wie pushig die direkte Publikumsverbinde so und da oben drüber.
00:43:39: sozusagen steht aber die Gemeinwohlorientierung von Journalismus.
00:43:44: Ich habe Anfang diesen Jahres also im Ende letzten Jahres auch ein Paper dazu veröffentlicht um das sozusagen auch gewissermaßen mir selbst und unserem Ökosystem einmal selbst zu erklären, was wir damit eigentlich meinen.
00:43:56: Und im Kern geht es darum gemeinwollorientierte Medien sind Medienhäuser die sich einen Pressekodex halten.
00:44:04: Ein Basic!
00:44:04: Ich verlinke ich auch in den Show notes übrigens das Wild Paper sehr interessant.
00:44:08: Super ja, das freut mich sehr wenn das ein bisschen gelesen wird.
00:44:12: Und das bedeutet, dass wirklich die eigenständige Inhalteproduktion also eigenständig Recherchen ein Großteil dessen ausmachen was man veröffentlicht.
00:44:23: Da hat man nämlich zum Beispiel schon den ganz markanten Unterschied zwischen redaktioneller Arbeit und dem was ganz viele Influencerinnen und Influencern machen.
00:44:30: Man muss sagen, dass was Newsfluencer machen fußt auf redaktioneller Recherche.
00:44:37: Also wenn da hinten dran sozusagen in dieser Arbeitskette niemand mehr ist der Genuin recherchiert und neue Informationen zu Tage bringt oder mit Hilfe großen Datenauswertungen irgendwie zu neuen Erkenntnissen kommt, oder mit Quellen spricht.
00:44:51: Dann hätten ganz viele Kolleginnen und Kollegen, die gerade sehr erfolgreich sind als Newsfluencer oder Influencer mit einem politischen Portfolio.
00:44:57: Oder
00:44:58: der ein oder andere Newspotcast, der sich auf...
00:45:00: Wenig zu berichten!
00:45:03: Und das ist ganz wichtig diesen Wert dieser Arbeit zu betonen.
00:45:07: Und dann gibt es da so Kriterien gemeinwohl orientiertes wenn ich mich auch zum Beispiel relativ deutlich an das auch im Pressrecodex verankerte Die Regeln halte dass ich immer auch die andere Seite höre.
00:45:21: Es gibt so ganz klare Kriterien, die eigentlich alle guten Redaktionen beachten sollten und dann ist das mit der Gemeinwohlorientierung auch gar kein Hexenwerk.
00:45:29: Und was wir da noch mit wichtig fanden in dieser Definition, die ich da aufgeschrieben habe war das, was ich auch eingangs schon ein bisschen erwähnt hab eine Dialogorientierung mit dem Publikum und auch ne Orientierung hinauf kann nicht redaktionellen Angebot eigentlich Bevölkerungsgruppen erreichen, die von privatwirtschaftlich organisierten Mainstream-Medien per se eigentlich nicht gut erreicht werden.
00:46:00: Das ist zum Beispiel in Deutschland sind es Menschen mit Migrationshintergrund den ich Deutsch als Muttersprache haben.
00:46:05: das könnten aber auch junge Menschen sein Die Zielgruppe von unter-zwanzigjährigen Persee oder auch ältere Menschen, Zielgruppen von über siebzigjährigen per See.
00:46:15: Also wir haben da Menschen die nicht in der Großstadt wohnen sondern auf dem Land und den ländlichen Gebieten.
00:46:19: also wir haben alle... Wo der Lokaljournalismus
00:46:21: leider ja auch immer mehr verschwindet ist dann.
00:46:23: Bevölkerungsgruppen
00:46:25: ganz genau, die einfach wirklich versorgt werden müssen mit guter Information wo noch viel Platz ist links und rechts.
00:46:33: Weil was wir natürlich schon sehen, bei aller Liebe zu dem Erfolg von den Plusmodellen.
00:46:42: Also den Abonnement-Modellen digitalen von den großen Leitmedien in Deutschland – ich habe ja selber sehr intensiv auch das Glück gehabt und da werden Sie nicht viel gelernt dabei, das Zplus-Model redaktionell sozusagen mit aufzubauen.
00:46:55: von der Zeit aber das setzt natürlich gegenüber ein zahlungsbereites Gegenüber voraus Und da fallen schon relativ viele Menschen in Deutschland einfach Quareinkommen
00:47:05: aus.
00:47:06: Ja, fast zwanzig Prozent an der Armutsgrenze oder halt eine Armut in Deutschland das ist natürlich für die dann nicht finanzierbar mit Blick auf die Zeit Transparenz.
00:47:14: wir nehmen nämlich vor dem Journalism Summit gerade auf, bei den Medientagen.
00:47:19: Aber die Frage würde ich dir schon noch gerne stellen weil das letztes Jahr auf dem Journalismus Summit war es eine große Diskussion und du hast ja auch schon ein paar mal jetzt die Newstruencer angesprochen, die Creator angesprochen.
00:47:31: wie blickst Du auf diese Kreatorisierung des Journalismus, die es ja wirklich sehr stark zu beobachten.
00:47:37: Sowohl auf den Social Media-Plattformen aber auch Podcasts.
00:47:40: Wir haben jetzt just die Meldung bekommen das Ronsheimer offiziell auch Creator ist und nicht mehr in der Chefredaktion bei Bild unter seiner eigenen Marke noch stärker Journalismus macht?
00:47:51: wie blickst du oft darauf dass immer mehr an einzelnen Personen hängt?
00:47:55: Der journalistische Arbeit nach außen
00:47:58: also ich Ich würde dazu sagen, ansetzen was ich schon gesagt habe.
00:48:03: Ich finde das sehr positiv im Sinne von.
00:48:09: da gibt es einzelne Kolleginnen und Kollegen die einen Ton treffen, die eine Persönlichkeit oder eine Ausstrahlung haben wo ganz viele Menschen sagen ja den höre ich gerne zu Den gucke ich mir gerne an wie der mir die Welt erklärt Da kann ich mich gut anschließen.
00:48:25: Und wenn wir darüber gute Informationen an die menschen bringen top dann ist es wahrscheinlich das zeitgemäßere Medienformat als das Bandel von gemischten Informationen zu allen möglichen Themen, dass die Zeitung mal war und wo die Leute eben an der Zeitung als Marke hängen.
00:48:42: So wie sie jetzt eben vermehrt an der Einzelperson hängen.
00:48:47: Nur eine Einzelperson ersetzt keine Redaktion.
00:48:50: Und das ist das, was so ein bisschen Gefahr läuft zum Verschwinden gebracht zu werden.
00:48:54: Also die redaktionale Leistung, die dahinter steht, dass so einen Pauronsheimer oder ganz viele andere die Qualität von Informationen dann auch nach außen bringen können, die Informiertheit Bezug nehmen eben auf aktuelle Geschehnisse sehr breit informiert zu sein, viele Quellen zu haben Das kostet alles Geld Und wir müssen einfach sicherstellen, dass das voranschreiten kann und dort hoffentlich viel Publikum von guten Newsfencers gut informiert wird.
00:49:30: Das aber dahinter nicht verloren geht die Möglichkeiten zur Finanzierung der ganzen redaktionellen Arbeit, die da hin leitet, dass es überhaupt möglich ist.
00:49:41: zum Beispiel auch an die Arbeit von Nachrichtenagenturen.
00:49:45: Also niemand kann mehr sinnvoller Auslandsberichterstattung machen, wenn es nicht global arbeitende Nachrichten-Agenturen gibt, die Korrespondenteinnen und Korrespondenten vor Ort haben, die mitkriegen was passiert im Libanon?
00:49:56: Die mitkliegen was in Syrien?
00:49:59: Und das mehr oder weniger in Echtzeit und nach hohen redaktionellen Standards berichten und in die Welt schicken.
00:50:07: Und diese Art von Arbeiten wie wir das in Zukunft finanzieren wenn wir schrumpfende Etats bei den Medienunternehmen haben, die diese Agenturen beauftragen.
00:50:16: Also die sind die Geldgeber in diesen Agenturen da.
00:50:21: das sind so die Aspekte von dem Hype sag ich mal rund um die Newsflancer, die mich ein bisschen besorgen.
00:50:26: also superinteressante Aspekt dass der auch ein bisschen kurz kommt in der Diskussion auch in meiner Wahrnehmung oft.
00:50:33: wir reden dann oft so über Was macht es mit Journalismus?
00:50:36: So sicherlich auch wichtige Fragen, aber so dieser Unterbau drunter.
00:50:39: Dass der dann halt schrumpft und schrumpsft finanziell – das ist glaube ich eine große Gefahr!
00:50:46: Und da machst du darauf aufmerksam bei deiner Arbeit mit Publix.
00:50:50: und dafür weiterhin viel Erfolg.
00:50:52: Jetzt haben wir eine Punktlandung hier zeitlich hingelegt, wundervoll.
00:50:56: Vielen Dank Maria, dass du dir kurz Zeit genommen hast zwischen den Paneln hier bei den Medientagenmännchen für das kleine Interview.
00:51:02: Danke schön!
00:51:04: Danke!
00:51:11: Ja, das war's mit der Folge und den Medientagen.
00:51:16: Keine großen Worte mehr von mir außer danke an alle.
00:51:19: An die Speaker, an alle Besucherinnen und Besucher und vor allem natürlich an das großartigste Team der Medientage München.
00:51:27: Ihr seid schon ziemlich gut muss ich sagen.
00:51:30: Machts gut bleibt stabil Und bis zum nächsten
00:51:39: Mal.
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